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Nachwuchs 07.08.2009
Hanseatische Kontinuität

Die U17 setzt bei ihrer Vorbereitung auf die B-Junioren-Bundesliga ausschließlich auf Spieler aus der letztjährigen U16. Kontinuität, die sich auszahlen soll.

Hamburg - In der B-Junioren-Bundesliga startet der HSV mit einer eingespielten Mannschaft. Alle Spieler sind bereits seit mehr als einer Saison bei den Rothosen aktiv. Statt auf Neuzugänge wird auf Kontinuität gesetzt.
Die Sitze in den übrigen Booten waren bereits alle belegt. Dem mitgereisten Fotografen blieb bei der Paddeltour im Trainingslager der U17 nur ein Platz im Trainerkahn übrig. Was für die Belegung auf dem Wasser zutraf, war auch bei der Kaderplanung für die B-Junioren Bundesligamannschaft Programm.  Aus dem letztjährigen U16-Team, das in der B-Regionalliga spielte, wurden nur drei Spieler abgegeben. Alle anderen wurden in die U17 übernommen. Dazu gesellen sich mit Kevin Ingreso, André Lämmerhirt und Filip Rozsival drei Akteure, die bereits zum B-Junioren-Bundesligakader gehörten, und mit Sercan Demirbas ein jüngerer Jahrgang (1994).
 
Damit war kein Platz für Neuzugänge. „Wir haben uns entschieden, den Kader im Wesentlichen zusammen zu lassen. Wir brauchen niemanden von Außen dazu holen, wenn wir die Qualität bereits in den eigenen Reihen haben“, sagt Trainer Markus von Ahlen, der sich über die wachsende Kontinuität beim HSV freut. „Ausbildung braucht auch Zeit, und die wollen wir den Jungs geben“, beschreibt er sein Motto. Trotz der vielen „alten Gesichter“ möchte der Übungsleiter die Frische im Team bewahren. Spieler, die sich im letzten Jahr noch im höheren Jahrgang durchbeißen mussten, sind jetzt schon einen Schritt voraus und sollen im Team dadurch auch eine andere Stellung einnehmen. „In der Entwicklung eines Spielers ist es nach meiner Meinung auch wichtig, einmal die dominante Rolle einzunehmen“, möchte von Ahlen seinen Führungsspielern Selbstbewusstsein vermitteln.

Sportliche Ausbildung vor tabellarischem Erfolg

Die Kanutour war eine willkommene Abwechslung für die Spieler.

Dazu gehört vor allem Mut. Mut, auch mal einen Fehler zu begehen und weiter an den grundlegenden Ausbildungszielen zu arbeiten. Diese liegen nicht immer im Bereich eines tabellarisch erfolgreichen Spiels, wie von Ahlen verrät. „Mit gewissen taktischen Spielweisen, haben Mannschaften vielleicht kurzzeitig mehr Erfolg, doch wir wollen mit einer guten Ausbildung erfolgreich sein“, erklärt der ehemalige Bundesligaspieler. Im Training wurde auf Basis der individuellen und gruppentaktischen Übungen viel im Bereich der Mannschaftstaktik gearbeitet. Doch auch der Grundstein im Umgang miteinander wurde gelegt.

Im gemeinsamen Dialog entwickelte das Trainerteam, zu dem neben von Ahlen auch Co-Trainer Fabian Wohlgemuth gehört, mit der Mannschaft die Ziele und jeweiligen Aufgaben für die kommende Saison. Jeder wurde in diesen Prozess mit einbezogen. Für von Ahlen ein wichtiger Baustein in der Entwicklung der Spieler und der Persönlichkeit jedes Einzelnen. „Jeder muss sich seiner Verantwortung und seiner Ziele bewusst sein“, so der Coach. Mit dem Umsetzen dieser Maßnahmen soll auch der Erfolg kommen. Und damit natürlich der Ansporn, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen.

Keine Überheblichkeit

In der Vorbereitung zeigte die Mannschaft bislang ansprechende Leistungen und setzte viel von dem um, was vorher in den Trainingseinheiten erarbeitet wurde. Bei den Testspielen gegen Trave 06 (5:0), gegen die U16 von Eintracht Norderstedt (4:0) und gegen Holstein Kiel standen am Ende drei Siege zu Buche.  Auch das Kurzturnier bei Kooperationspartner SV Eichede konnte das Team nach den Erfolgen gegen Borussia Dortmund (1:0), TeBe (2:1) und Eichede (2:0) und einer Niederlage gegen St. Pauli (0:1) gewinnen. „Es lief schon fast zu gut“, mahnt von Ahlen, der natürlich Überheblichkeit verhindern möchte.

Zufriedenheit sollte sich nicht einstellen. Stattdessen der Wille, sich ständig weiterzuentwickeln. Dazu gibt es in der letzten Woche der Vorbereitung noch die Möglichkeit bei einem Blitzturnier bei Tennis Borussia Berlin. Ob es ein Vorteil ist, dass TeBe auch gleichzeitig der Gegner am ersten  Spieltag ist, wird sich noch heraus stellen. Sicher ist aber, dass die Mannschaft mit voller Kraft und einer eingespielten Crew eine gute Rolle in der B-Junioren-Bundesliga spielen möchte.