Hamburg - Mit Ashton Götz wurde beim Auswärtsspiel in Halle der nächste A-Junioren-Spieler von Beginn an ins kalte Wasser geworfen. Der 17-Jährige machte seine Sache in der Regionalliga gut und spielte auch gegen Spitzenreiter Chemnitz von Beginn an. Als jüngerer Jahrgang ist er nach Kevin Ingreso eine von vielen weiteren Nachwuchshoffnungen.
Angreifer Bertul Kacabas wechselte erst in der Winterpause aus Ahlen zum HSV und ist schon ein paar Schritte weiter als Götz und Ingreso. Der Neuzugang hat schon seine Spuren hinterlassen und in elf Regionalliga-Partien vier Treffer erzielt. Bei seinen zwei Einsätzen in der A-Junioren-Bundesliga für seinen neuen Club traf er gar dreimal, zuvor für Ahlen in zwölf Partien sechsmal. „Zurzeit läuft es sehr gut für mich und ich treffe. Hier in Hamburg finde ich ganz andere und viel bessere Bedingungen vor als in Ahlen“, erklärt der Torjäger.
Sein Coach ist voll des Lobes: „Durchschnittlich spielen wir im Moment mit fünf bis sechs A-Junioren. Bertul ist einer davon und seitdem er hier ist, hat er eine tolle Entwicklung genommen. Wobei wir um seine Qualitäten wussten und ihn deshalb auch geholt haben. Er ist ein Spielertyp der sich jeden Tag verbessern will und das macht er derzeit“, urteilt ein zufriedener Soner Uysal.
Sein neuer Spieler kann die Komplimente nur zurück geben: „Ich bekomme Vertrauen, konnte hier schnell Fuß fassen und mich integrieren. Jeder hat seinen Job auf dem Platz und meiner ist es in erster Linie Tore zu erzielen. Bisher ist mir das ganz gut gelungen“, lächelt er. Kocabas sieht sich jedoch noch längst nicht am Ende. „Ich bin sehr ehrgeizig und möchte in dieser Saison noch dazu beitragen, dass wir viele Punkte holen. Es wäre toll, wenn ich bei der Vorbereitung der Profis mit mischen könnte“, erzählt der 19-Jährige.
Er ist jedoch nicht der Einzige, der dieses Ziel vor Augen hat und dem derzeit der Übergang ermöglicht wird. Uysal fasst das Grundprinzip was hinter den Einsatzzeiten steht ganz einfach zusammen: „Wir wollen die A-Junioren frühzeitig heranführen, das ist ein großer Vorteil für die nächste Saison. Wenn sie nach der Sommerpause zu uns stoßen oder bei den Profis sind haben sie bereits erste Erfahrungen im Herrenbereich gemacht und die Umstellung vom Jugendbereich geht schneller. Sie haben jetzt bereits Lernzeit und so profitieren alle.“
Auch Innenverteidiger Robert Labus zehrt davon. Er ist in dieser Saison zur festen Größe in der Innenverteidigung geworden. Der U17-Europameister von 2009 hat die meisten Junioren-Länderspiele auf dem Konto. Bereits 14x lief er für Deutschland auf nun will er beim HSV den nächsten Schritt gehen. Stürmer George Kelbel kam schon auf 18 Partien in der Regionalliga und hat sich neben den Etablierten behauptet.
Eine weitere positive Erscheinung ist Janek Sternberg. Der Linksfuß startete die Saison in der A-Jugend und ist nun aus der U23 nicht mehr weg zu denken. Er kam schon zu zehn Einsätzen und zeigt starke Leistungen. Auch seine Mannschaftskollegen Evans Owusu (5 Spiele), Fabian Graudenz (7 Spiele) und Lasse Schlüter (5 Spiele) gehen gerade einen ähnlichen Weg. „Sie lernen hier sehr viel. Das Tempo ist höher und es geht härter zur Sache“, erklärt ihr Trainer Uysal die größten Unterschiede.
Gegen Chemnitz kamen acht Spieler des Jahrgangs 1992 oder jünger zum Einsatz. Nach Kevin Ingreso, der vor ein paar Wochen gegen den FC Oberneuland sogar schon ein Tor erzielt hat und nun Ashton Götz, werden bald bestimmt die nächsten Jungs des Jahrgangs 1993 folgen.