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Nachwuchs 08.09.2011
"Wir wollen Nähe und ein gemeinsames Gefühl schaffen"

Nachwuchsleiter Bastian Reinhardt spricht über Auftakterfolge, Synergieeffekte und Zukunftspläne in der HSV-Jugend.

Hamburg - Anders als die Bundesligamannschaft hat die U23 von Trainer Rodolfo Cardoso mit drei Siegen in vier Spielen einen optimalen Start in die Regionalligasaison hingelegt. Ob das schon ein Resultat des Umzuges der zwieten Mannschaft an die Arena ist, darf bezweifelt werden. Doch die eingeleiteten Maßnahmen im Nachwuchsbereich stimmen Bastian Reinhardt durchweg positiv. Im Interview mit hsv.de spricht der Nachwuchsleiter über Auftakterfolge, Synergieeffekte und Zukunftspläne in der HSV-Jugend.
 
 
Bastian Reinhardt, die U23 ist mit drei Siegen in vier Spielen in die neue Saison gestartet. Wie beurteilen Sie den Auftakt?
 
Reinhardt: Mein erstes Fazit ist sehr positiv. Wir freuen uns nicht nur über die Ergebnisse unserer U23, sondern vor allem über die Art und Weise, wie diese Erfolge heraus gespielt worden sind.
 
Die Mannschaft ist außerdem vor kurzem umgezogen und trainiert jetzt genau wie die Profis an der Imtech Arena. Wie bewerten Sie diese Maßnahme?
Will engen Austausch und die Durchlässigkeit der beiden Trainerteams verbessern: Bastian Reinhardt.

Reinhardt: Von diesem Umzug erhoffen wir uns verschiedene Synergien. Zum einen fördern wir mit der Maßnahme einen engen Austausch und die Durchlässigkeit der beiden Trainerteams. Der Cheftrainer der Profimannschaft kann die Entwicklungsschritte der jungen Spieler auch im Training verfolgen. Zum anderen lernen gerade unsere jungen Spieler von der Profimannschaft, was auf und neben dem Platz von mir als angehender Profi erwartet wird. Und ganz nebenbei sind wir natürlich auch davon überzeugt, dass es eine große Motivation für die jungen Spieler darstellt.

Wie würden Sie denn die Ziele bzw. die Rolle der U23 und ihrer Spieler beschreiben?

Reinhardt: Unser oberstes Ziel bleibt die Ausbildung. Die jungen Spieler haben noch wichtige Entwicklungsschritte bis zum bezahlten Fußball vor sich und diese wollen wir fördern und begleiten.

Neben der U23 haben mittlerweile auch die Jugendteams den Spielbetrieb aufgenommen, wie lässt sich die Saison im Nachwuchsbereich bisher an?

Reinhardt: Mit dem Saisonauftakt unserer Nachwuchsteams können wir überwiegend zufrieden sein. Gerade unsere U19 hat mit drei Siegen und keinem Gegentreffer einen tollen Start hingelegt. Neben den positiven Ergebnissen, über die wir uns natürlich sehr freuen, ist für uns in erster Linie wichtig, dass die Spieler unsere Idee vom Fußball aus der Ausbildungsphilosophie auf dem Platz umsetzen.

Positive Rückmeldung: Beim ersten Informationsabend lud der HSV 100 Vereinsvertreter in die Arena ein.

Sie sind nun seit einigen Wochen in Norderstedt aktiv, womit haben Sie sich bisher hauptsächlich beschäftigt und wie fällt Ihr erstes Fazit über die neue Tätigkeit aus?

Reinhardt: Es ist eine neue Aufgabe, die mir sehr viel Spaß macht. In den ersten Wochen habe ich damit begonnen, mir alle Details anzuschauen. Wir bilden hier an die 200 Spieler aus, da ist es wichtig von der Verpflegung bis hin zum Fahrdienst alles zu kennen. Dabei habe ich sehr viel Positives entdeckt, aber auch Dinge, die wir mittel- und langfristig optimieren wollen.

Und welche Projekte stehen in der nahen Zukunft an, wo wollen Sie anpacken?

Reinhardt: Ein wichtiges Projekt ist die Verbesserung der Infrastruktur in Ochsenzoll, die ja mit dem Neubau des Clubhauses und einer neuen Flutlichtanlage schon in vollem Gange ist. Aber wir wollen zum Beispiel auch unsere außersportliche Betreuung und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen in Hamburg und Umgebung Schritt für Schritt verbessern.

Vor kurzem gab es einen Infoabend in der Imtech Arena. Dort haben Frank Arnesen, Paul Meier und Sie das Nachwuchskonzept des HSV den Hamburger Amateurvereinen vorgestellt. Was war das Ziel mit dieses Abends und welche Rückmeldungen haben Sie bekommen?

Reinhardt: Wir wollen natürlich auch zukünftig die talentiertesten Nachwuchsspieler für den HSV gewinnen. Dazu ist es wichtig, über unsere Ausbildung zu informieren, Vertrauen zu schaffen und den Austausch mit den Vereinen aus unserer Umgebung zu pflegen. Wir haben an diesem Abend und an den darauffolgenden Tagen überwiegend positive Rückmeldungen erhalten und jetzt gilt für uns, diese Zusammenarbeit auch mit Leben zu füllen. Generell wird beim HSV auf großen Zusammenhalt Wert gelegt.

Vor einigen Wochen wurde ein gemeinsames Foto mit allen Mannschaften von den Profis bis zu hin zu den kleinsten HSV-Spielern gemacht - was sagt dieses Bild aus?

HSV von A bis Z: Mannschaftsfoto von U9 bis Bundesliga.

Reinhardt: Mit solchen Aktionen, aufgrund der örtlichen Trennung zwischen der Arena und Norderstedt, wollen wir Nähe schaffen und ein gemeinsames Gefühl zwischen dem Nachwuchs und unseren Profis entwickeln. Dieser Tag war für alle ein besonderes Erlebnis und wir hatte jede Menge Spaß.

Zum Abschluss noch Ihre Erwartungen zum Spiel der U23 gegen Halberstadt und dem Pokalspiel der U19 gegen Bremen?

Reinhardt: Bei beiden Teams hoffe ich, dass sie an die positiven Leistungen der letzten Wochen anknüpfen können. Das Pokalspiel unserer U19 ist sicher ein erster Saisonhöhepunkt. Ich freue mich sehr auf diese Begegnung und bin sehr gespannt, wie sich unsere Mannschaft gegen ein Topteam aus dem Nachwuchs schlagen wird.