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Zurück zu den Wurzeln: Dennis Aogo freut sich auf Karlsruhe
Der Linksverteidiger spielte in der Jugend acht Jahre beim im DFB-Pokal-Erstrunden-Gegner des HSV. Er kennt die Stadt, das Wildparkstadion und seine enthusiastischen Fans. Hamburg – Wenn das HSV-Spiel im DFB-Pokal in der ersten Runde gegen den Karlsruher SC am Sonntag ebenso positiv wird, wie die Wetterprognose für den Tag, dann kann aus Hamburger Sicht kaum noch etwas anbrennen. Mit 34°C ist für alle beteiligten Akteure im Wildpark nach aktueller Vorhersage zu rechnen. Bedingt durch ein spanisches Hoch, das Deutschland überkommt. Und es ist zu hoffen, dass auch der HSV sein spanisches Hoch aus dem 1:0-Testspielsieg gegen RCD Mallorca am vergangenen Sonnabend nach Baden mitbringt. Doch Rothosen-Verteidiger Dennis Aogo warnte bei der Presserunde im Schatten der Imtech Arena vor den Temperaturen: „34 Grad in Karlsruhe sind ganz anders als 34 Grad in Hamburg. Das ist viel schwüler. Das ist wie in Spanien“
Der Linksfuß weiß wovon er redet – Aogo ist gebürtiger Karlsruher, spielte von der F- bis zur C-Jugend acht Jahre lang beim KSC. Er kennt den Verein, das Stadion. Doch Kontakt zu den Verantwortlichen hat er kaum noch. Nur zum 17-jährigen KSC-Nachwuchsverteidiger Kevin Akpoguma, der, ebenso wie Dennis Aogo, nigerianischer Abstammung ist, besteht Kontakt. Die Eltern der beiden Defensivspieler kennen sich, gehen jeden Sonntagmorgen zusammen in die Kirche, wie Aogo, der an freien Tagen oft in Karlsruhe bei seiner Familie iweilt, berichtet. Der HSV-Spieler würde „auch mal gerne wieder in die Kirche, aber ich schaffe es zeitlich leider nicht.“ "Schuss in die Magengrube zur richtigen Zeit" Den Glauben hat er aber nicht verloren. Dennis glaubt fest an ein Weiterkommen im DFB-Pokal und eine gute Saison mit seinem Team. Er sieht zum Pflichtspiel-Auftakt am Sonntag aber eine schwere Aufgabe vor seinem Team und sich. „Das Stadion wird voll sein, die Fans werden ordentlich Stimmung machen“, ist sich der 10-malige, deutsche Nationalspieler sicher und führt aus: „Karlsruhe ist hungrig nach großen Spielen. So ein Spiel, wie das jetzige im DFB-Pokal, ist etwas besonderes für die Stadt.“ Der 25-Jährige erwartet für die anstehende Partie trotz des Klassenunterschieds und des schlechten KSC-Saisonstarts einen harten Kampf. „Die werden mit Sicherheit gegen uns anders spielen als in der Liga.“ Den 5:3-Erfolg im Testspiel gegen Altona sieht er als gute Warnung. „Ich glaube, dass das Spiel gegen Altona uns weiterhilft. Das war ein Schuss in die Magengrube zur richtigen Zeit. Leider haben wir drei Tore kassiert. Das macht die gute Statistik von nur neun Gegentoren in den zuvor 13 absolvierten Testspielen etwas kaputt. Insgesamt hat sich die Abwehr in der Vorbereitung aber sehr, sehr gut entwickelt und stabilisiert. In der Defensive ist die Tendenz positiv. Bei der Chancenerarbeitung müssen wir uns noch etwas verbessern.“ Einen ersten Beweis können die Rothosen dann im Pokal abliefern. Die Vorfreude darauf ist dem Linksverteidiger anzumerken: „Es kann nach der langen Vorbereitung endlich wieder losgehen. Dann können wir auf dem Platz zeigen, was wir können.“ |
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