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DFB-Pokal-Gegner des HSV auf Achterbahnfahrt
Saisonauftakt beim KSC – der Pokal und seine Gesetze erwarten den HSV am 19. August im Karlsruher Wildparkstadion. Doch welchen Gesetzen folgt eigentlich der KSC? Beständig unbeständig! Hamburg - Das erste Pflichtspiel der neuen Saison steht vor Tür. Und bietet wie jedes Jahr eine große Brisanz, denn der Kampf klein gegen groß begeistert nach wie vor die Massen. In diesem Jahr reist der HSV in der ersten Runde des DFB-Pokals zum einst ruhmreichen KSC, der mittlerweile in der 3. Liga angekommen ist. Wieder mal. Doch bislang kämpften sich die Badener immer wieder zurück. Und dieses Mal? Wir haben mal Geschichte und Gegenwart beleuchtet.
Der Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix e.V., besser bekannt als Karlsruher SC oder schlicht KSC, entstand aus einer Fusion der Vereine Karlsruher FC Phönix und dem VfB Mühlburg im Jahr 1952. Der Verein war 1963, genau wie der HSV auch, Gründungsmitglied der Bundesliga. Seitdem bestritt der Verein 24 Spielzeiten in der höchsten deutschen Spielklasse und belegt in der ewigen Tabelle der Bundesliga Platz 17. Die erfolgreichste Zeit erlebte der Verein unter Trainer Winfried Schäfer Anfang der Neunziger. Der KSC etablierte sich in den Folgejahren in der Bundesliga, musste sich aber finanziell sanieren. Daher musste Schäfer vor allem auf junge Spieler setzen, die in der Region gecastet wurden – mit Erfolg. Die Mannschaft steigerte sich von Jahr zu Jahr und qualifizierte sich schließlich sogar für den internationalen Wettbewerb. 1993/1994 stürmten die Badener bis ins Halbfinale des UEFA Pokals. Auf dem Weg dorthin erlebte der KSC das Wunder vom Wildpark. Nach einer 1:3-Niederlage im Hinspiel schlug man den FC Valencia im Rückspiel mit 7:0. Held des Abends war Edgar Schmitt, der gleich vier Tore schoss. Dies brachte ihm den Spitznamen Euro-Eddy ein. Auch auf Grund der Tatsache, dass er erst eine Woche zuvor einen Autounfall hatte, bei dem er sich mehrfach überschlug. Größte KSC-Erfolge in den 90er Jahren Doch der Erfolg hatte auch seine Schattenseite. So wurden die großen Vereine auf die Spieler der Karlsruher aufmerksam. Vor allem der FC Bayern München war Dauergast am Verhandlungstisch. Unter anderem wechselten Oliver Kahn, Mehmet Scholl, Michael Tarnat, Oliver Kreuzer, Thorsten Fink und Michael Sternkopf aus Karlsruhe nach München. In Fußballkreisen wurde daher der KSC als Ausbildungsverein für den FC Bayern München verspottet. Sicherlich auch als Folge der Spielerverkäufe geriet der KSC 1998 aus der Erfolgsspur. Aufgrund des enttäuschenden Saisonverlaufs musste auch Winfried Schäfer seinen Platz räumen. Aber auch diese Maßnahme half nichts mehr. Der KSC musste nach elf Jahren den Weg in die 2. Bundesliga antreten. Der Verein verschwand in der Versenkung, zwischenzeitlich stiegen die Karlsruher sogar bis in die dritte Liga ab. Erst 2007 schaffte es der Verein zurück in die Bundesliga. Doch auch dieser Höhenflug hielt nicht lange an. In der zweiten Spielzeit stieg der KSC wieder ab, letzte Saison reichte es sogar nicht einmal mehr für die 2. Bundesliga. Nach zwei Relegationsspielen gegen Jahn Regensburg war der Abstieg perfekt. Karlsruher Talent wechselt zum HSV Die Hoffnung für die Zukunft der Karlsruhern war ihr Supertalent Hakan Çalhanoğlu, der jetzt einen Vertrag beim HSV unterschrieb, aber als Ausleihe noch ein weiteres Jahr beim KSC bleiben wird. Doch auch er konnte nicht verhindern, dass die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski den Saisonstart in die Drittligasaison vermasselte. Nach fünf Spielen stehen für den Karlsruher SC nur drei Punkte auf dem Konto, was gleichbedeutend mit dem 16. Tabellenplatz ist. Und auch im DFB Pokal liegen die Erfolgserlebnisse für den KSC schon einige Tage zurück. In den letzten drei Spielzeiten war für die Karlsruher spätestens in Runde zwei Feierabend. Als Pokalschreck gelten die Badener wahrlich nicht, liegen die Pokalsiege des Vereins doch auch schon über 50 Jahre zurück. Der HSV sollte trotzdem nicht zu euphorisch sein, denn die Rothosen haben sich zuletzt im Pokal auch gegen unterklassige Teams schwer getan, außerdem besagt die Statistik, dass der HSV erst vier Mal überhaupt im Wildparkstadion gewinnen konnte. Der letzte Sieg liegt fast 15 Jahre zurück. Zeit, dies zu ändern. Pokalgesetze hin oder her. |
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