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Aufarbeitung: Besonnenheit und konzentrierte Arbeit
Es war eine herbe Niederlage am vergangenen Sonntag, die den Spielern noch am Montagmorgen in den Knochen steckte. HSV.de hat sich umgeblickt, wie der Weg zurück auf die Erfolgsspur führen soll. Hamburg – Die Nacht scheint für den HSV-Kapitän wenig geruhsam verlaufen zu sein. Etwas blass stellte sich Kapitän Heiko Westermann Montagmittag (23.01.12) der Presse. Westermann, bekannt für klare und schnörkellose Aussagen, kam unumwunden auf den Punkt: „Wir hatten keinen Arsch in der Hose und haben jetzt auf die Fresse bekommen. Wir haben uns dumm angestellt und uns immer wieder katastrophale Ballverluste geleistet. Es war ein schlechtes Spiel von der ersten bis zur 90. Minute.“ Noch Fragen? Schonungsloser kommentierte wohl selten ein Kapitän das Spiel der eigenen Mannschaft. Wichtig sei aber, so betont Westermann, die interne Aufarbeitung und die Konzentration auf bereits gezeigte Stärken. Bereits am Morgen lud Thorsten Fink zur Nachbesprechung und begann die Aufarbeitung des Spiels. Dabei ist der Austausch zwischen Trainierteam und Spielern weitaus wichtiger als eine Fehleranalyse am Bildschirm. Die Fehler seien nicht aus taktischen Gründen gemacht worden, erklärt Westermann. „Uns fehlte der Mut, wir hatten keinen Mumm. Keiner wollte den Ball haben. Wenn wir unsere Sachen, die wir uns vorgenommen haben, nicht umsetzen, verliert man in der Höhe gegen Dortmund“, so der Innenverteidiger. Berlin werde ein anderes Spiel. „Dort wollen wir spielerisch überzeugen“, verspricht Westermann.
Arnesen: Vertrauen ausstrahlen Auch für HSV-Sportchef Frank Arnesen war es ein bitterer Sonntagnachmittag. Die Niederlage in dieser Höhe schmerze und es sei schade, die drei Punkte nicht in Hamburg gehalten zu haben, aber „es waren nur drei Punkte. Am Samstag geht es wieder um drei Punkte.“ Eine Infragestellung der geleisteten Arbeit und der Spieler wäre der falsche Ansatz. „Ich vertraue der Mannschaft, sie hat die nötige Klasse. Ich werde die Ruhe bewahren, das ist auch wichtig für die Mannschaft, die spüren muss, dass man ihr vertraut.“ ‚Vertrauen’ ist das Zauberwort. Das Vertrauen der Spieler in die eigene Stärke und das Vertrauen der Verantwortlichen ist laut Arnesen immens wichtig, um die kommenden Aufgaben erfolgreich zu bestreiten. Nur unter diesen Vorraussetzungen ist eine konzentrierte Arbeit für den Erfolg möglich. Entsprechend werde er auch keine Diskussion über Spieler-Leistungen führen. Man müsse realistisch bleiben: Von 10 Ligaspielen wurde nur ein Spiel verloren und das mit der aktuellen Mannschaft, die gegen Dortmund nicht gut gespielt hat. Es läge somit nicht an der Qualität des Kaders, von der Arnesen überzeugt ist, sondern an anderen Dingen. „Wichtig ist zu reden, das ist die Arbeit, die wir tun können“, so Arnesen. Eine Arbeit, die sich bereits in Berlin bezahlt machen soll. |
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