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Saison 10.07.2012
Beister bereit für nächsten Schritt: "Keiner kann sich zurücklehnen"

Im Interview mit HSV.de verrät Maximilian Beister, wie er die ersten Tage bei "seinem HSV" erlebte, welche Ziele er sich gesteckt hat und an wen er sich im Team orientiert.

Finkenberg - Neu ist für ihn eigentlich nicht viel. Maxi Beister durchlief beim HSV seit der C-Jugend alle Nachwuchsmannschaften und absolvierte bereits vor drei Jahren seine erste Vorbereitung bei den Profis. Doch nach zwei Jahren bei Fortuna Düsseldorf haben sich die Ansprüche geändert. Beister soll ein fester Bestandteil des neuen HSV-Teams werden. In den ersten Trainingseinheiten und Testspielen im Zillertal ließ der pfeilschnelle Linksfuß bereits sein Potenzial aufblitzen. Auch Thorsten Fink lobte den Einsatz und die Lernwilligkeit seines Schützlings. Wie Beister die ersten Tage bei "seinem HSV" erlebte, welche Ziele er sich gesteckt hat und an wen er sich im Team orientiert, verrät er im Interview mit HSV.de.
 
Maxi, die erste Trainingswoche beim HSV liegt hinter dir. Bist du schon wieder durch und durch auf die Raute eingestellt?
 
Beister: Na klar, der HSV ist mein Verein. Ich hatte in Düsseldorf eine unglaublich gute und erfolgreiche Zeit, habe dem Verein eine Menge zu verdanken und würde das jederzeit auch wieder so machen, aber hier beim HSV zu spielen, ist doch etwas anderes. Ich fühle mich als Heimkehrer.

Wie viel Zuhause steckt denn noch in dieser neuen Mannschaft?
 
Beister: Vieles ist nicht neu für mich. Es gab zwar gerade im letzten Jahr einen großen Umbruch im Verein, und damit auch an vielen Positionen neue Leute, aber einige kannte ich noch von früher. Von allen anderen bin ich super aufgenommen worden. Der Start war wirklich optimal. Ich brauchte nur eine kurze Anlaufzeit, um reinzukommen.
Guter Einstand: Gegen die Zillertal-Auswahl traf Beister bereits doppelt.

Das Gleiche scheint auch auf dem Platz zu gelten. Thorsten Fink lobt deine Einstellung. Wie beurteilst du selber deinen Start?

Beister: Bislang verläuft alles nach Plan. An gewisse Abläufe innerhalb des Teams muss ich mich zwar noch gewöhnen, das braucht sicher noch ein bisschen Zeit, aber ansonsten bin ich sehr zufrieden. Ich versuche mich zu zeigen und im Training alles zu geben. Die Sicherheit kommt nach einigen Wochen dazu. 

Nach deinem tollen Jahr bei Fortuna Düsseldorf ist die Erwartungshaltung eine andere als noch vor zwei Jahren. Wie nimmst du diese Rolle an?

Beister: Die Aufmerksamkeit, die gerade im vergangenen halben Jahr auf mich eingestürzt ist, war schon enorm. Ich bin aber jemand, der langfristig plant. Deshalb habe ich auch für vier Jahre unterschrieben. Ich versuche mir selber keinen Druck zu machen und will mich Schritt für Schritt weiterentwickeln. Dabei weiß ich, was ich kann und was ich noch lernen muss. 

Das gilt sicher für viele in dieser jungen Mannschaft. 


Beister: Das stimmt. Wir haben eine enorm junge Mannschaft. Ich glaube sogar die mit Abstand jüngste in der Bundesliga. Da gehört es dazu, auch einmal einen Fehler zu machen. Das gilt für mich, wie für alle anderen. Mit meinen 60 Profispielen in der zweiten Liga gehöre ich aber fast schon zu den Erfahrenen.

Freude auf beiden Seite: Hermann Rieger und Maxi Beister.

Inwieweit spürst du im Training den Unterschied zwischen der ersten und zweiten Liga?

Beister: Im Training in der zweiten Liga gab es mehr auf die Knochen. Das ist mir nach einer Woche direkt wieder aufgefallen. Hier wird viel mehr über das Spielerische, über Kombinationen und Passpiel gelöst. 

Düsseldorf ist mit einer verschworenen Mannschaft in die Bundesliga aufgestiegen. Ein Modell, das es auch in Hamburg umzusetzen gilt?

Beister: Das wäre wünschenswert. Wir waren eine absolut eingeschworene Gemeinschaft. Wir waren des Öfteren auch alle zusammen los. Das hat man dann auch auf dem Platz gemerkt. Alle haben sich zerrissen und keiner war sich zu schade, auch mal einen Meter mehr für den anderen zu laufen. Ich denke, dass wir auch in Hamburg die Substanz dafür haben.

Woran machst du das fest?

Beister: Wir haben auf der einen Seite eine junge, zielstrebige Mannschaft, auf der anderen Seite aber auch einige erfahrene Spieler, die vorneweg marschieren können, an denen sich dann die Jüngeren wie ich orientieren können und weiterentwickeln müssen.

Will seinen Weg weiter nach oben gehen. "Dabei lass ich mir aber Zeit und denke Schritt für Schritt", sagt Beister.

An wen denkst du da?

Beister: Ich denke da vor allem an Dennis Aogo, Marcell Jansen, Heiko Westermann und René Adler. Sie alle haben bereits in der Nationalmannschaft gespielt. Es ist sicherlich nicht das Schlechteste, sich an ihnen zu orientieren. René Adler war beispielweise schon Stammtorhüter bei Bayer Leverkusen, da habe ich bei uns in der Arena noch hinter ihm als Balljunge gestanden. Jetzt spielen wir zusammen in einem Team. 

Die Offensive des HSV ist gut aufgestellt, verfügt über viele gute Spieler. Wie siehst du deine Position?

Beister: Auf den vier offensiven Positionen haben wir bestimmt sieben oder acht Spieler, die dort spielen wollen. Der Konkurrenzkampf ist groß. Keiner kann sich zurücklehnen. Dabei gilt es, in jedem Training Gas zu geben und es dem Trainer zu schwer wie möglich zu machen. Der Konkurrenzkampf ist gut für mich und sponrnt mich zusätzlich an. Natürlich hoffe ich, wie alle anderen auch, mich am Ende durchzusetzen. 

 

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tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 98: 18 91
2.  Borussia Dortmund 34 81: 42 66
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 65: 39 65
4.  FC Schalke 04 34 58: 50 55
5.  SC Freiburg 34 45: 40 51
6.  Eintracht Frankfurt 34 49: 46 51
7.  Hamburger SV 34 42: 53 48
8.  Borussia M'gladbach 34 45: 49 47
9.  Hannover 96 34 60: 62 45
10.  1.FC Nürnberg 34 39: 47 44
11.  VfL Wolfsburg 34 47: 52 43
12.  VfB Stuttgart 34 37: 55 43
13.  1.FSV Mainz 05 34 42: 44 42
14.  SV Werder Bremen 34 50: 66 34
15.  FC Augsburg 34 33: 51 33
16.  1899 Hoffenheim 34 42: 67 31
17.  Fortuna Düsseldorf 34 39: 57 30
18.  SpVgg Greuther Fürth 34 26: 60 21
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