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Saison 29.07.2012
Das Wildnis-Tagebuch: Tag 1

Der HSV auf neuen Pfaden: In der schwedischen Wildnis werden die Rothosen vier Tage lang an ihre Grenzen gehen. Zelte und harte Waldböden anstelle von Hotels und bequemen Betten. HSV.de hat einen Spion im Lager.

Am frühen Samstagmorgen (28.07.12) brachen die Spieler des HSV nach Schweden auf. Vollzählig und mit unterschiedlichen Vorstellungen. Während sich die Skandinavier im Team der Hamburger in ihren Wäldern auskennen, betreten die Akteure aus entfernteren Erdteilen absolutes Neuland. HSV-Stürmer Heung Min Son gab vor der Abreise freimütig zu, sich zu fürchten. „In Korea kennen wir so etwas wie Camping nicht“, so der Südkoreaner. Auch für den Venezolaner Tomás Rincón wird es eine neue Erfahrung. Eine Gemeinschaftserfahrung. Nur mit Teamgeist und Kameradschaft werden die vorliegenden Tage zum aufregenden Abenteuer und nicht zum Alb­traum. Den ersten Schock mussten einige Spieler bereits bei der Ankunft erleiden. Das allgegenwärtige Zeichen der Zivilisation – das Mobiltelefon – wurde eingesammelt. Für vier Tage sind die Profis von der Außenwelt abgeschnitten. Doch HSV.de hat einen Spion im Lager. Mediendirektor Jörn Wolf lebt mit den wilden Wölfen und berichtet aus dem Camp. 

Teil 1 des Wildnis-Tagebuchs...

Alle fliegen mit, die Mannschaftskasse bleibt leer... Die 10 000 Euro waren wohl Abschreckung genug. Flughafen Oslo. Zum letzten Mal einkaufen. Schokolade und Bier sind die Renner. Zwei Stunden Busfahrt zur Einstiegsstelle in der Nähe von Halden. Einweisung durch Michael und Hendrik. Was erwarten wir? Was wird von uns erwartet? Wir lernen uns alle nochmal gegenseitig kennen. Immer zwei Leute stellen sich gegenseitig vor. Vieles ist neu, fast verwunderlich. Verbringt man doch fast 300 Tage im Jahr gemeinsam. Es gibt Regeln. Privatbesitz Einheimischer wird nicht angerührt. Keinen Müll hinterlassen. In der Gruppe zusammen bleiben, den Bestand sichern. Dann werden die Handys abgegeben. Nur dieses eine ist auf dem Trip in die Wildnis dabei. Zumindest offiziell.

Die Abwehr ist für die Verpflegung zuständig. Jeder bekommt vier Fruchtschnitten. Manche tauschen Apfel gegen Banane-Erdbeere oder Waldfrucht gegen Kirsch. René Adler verteilt Brote, Jaroslav Drobny legt jedem eine Scheibe Käse drauf. Die Ration bis zum Abend. Später soll es dieses zusammengepresste Ikea-Fleisch geben. Auch als Köttbullar bekannt. Robert Tesche will vielleicht auch noch angeln gehen. Hecht wäre ja auch nicht schlecht. Das Mittelfeld sorgt für die Unterkünfte. Und die Zelte stehen schon. Sehr gemütlich, systematisch angeordnet. Natürlich rautenförmig. In der Mitte die Kommandozentrale von Fink, außen mit Seeblick die Notfallambulanz von Dr. Bob.

Der Angriff muss Holz hacken und das Feuer entfachen. Das wird nicht einfach bei dem Regen. Noch knistert gar nichts. Bisschen Ladehemmungen. So wie Freitag in der ersten Halbzeit in Norderstedt. Aber dann wurde es besser. Noch ist es ja früh. Die zweistündige Kanufahrt haben alle überstanden. Die Deutschen sind ja Rudernation und haben den Prolog auf dem Wasser klar beherrscht. Ganz stark das Duo Diekmeier und Jansen. Schnell sind die ja sonst auch. Morgen soll die Etappe sechs Stunden dauern. Da ist dann eher Ausdauer gefragt. Man darf gespannt sein wer sich da hervor tut. Jaro ist ja nicht mehr da. Der Trainer sitzt übrigens als einziger in einem Motorboot. Sein Hintermann heißt Vidovic...Verfehlungen größerer Tragweite gab es noch nicht. Wer groß muss, soll bitte hinterher einen Stein drüber legen. Wer künftig einen Stein hochhebt, sollte vorher besser drunter gucken. Die Gruppendynamik wurde gelobt. Aber wir sind erst an Tag eins. Noch wird geflachst, noch schmerzen die Muskeln nicht, noch ist der Hunger nicht so schlimm, noch haben sich alle lieb. Was wird dieser Abend noch bringen? Hoffentlich keine Kreuzotter im Zelt. Erst mal zieht ein schönes Gewitter auf. Rette sich wer kann. Akku bei 64 Prozent. Schöne Stunden. Into the Wild...

 

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tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 98: 18 91
2.  Borussia Dortmund 34 81: 42 66
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 65: 39 65
4.  FC Schalke 04 34 58: 50 55
5.  SC Freiburg 34 45: 40 51
6.  Eintracht Frankfurt 34 49: 46 51
7.  Hamburger SV 34 42: 53 48
8.  Borussia M'gladbach 34 45: 49 47
9.  Hannover 96 34 60: 62 45
10.  1.FC Nürnberg 34 39: 47 44
11.  VfL Wolfsburg 34 47: 52 43
12.  VfB Stuttgart 34 37: 55 43
13.  1.FSV Mainz 05 34 42: 44 42
14.  SV Werder Bremen 34 50: 66 34
15.  FC Augsburg 34 33: 51 33
16.  1899 Hoffenheim 34 42: 67 31
17.  Fortuna Düsseldorf 34 39: 57 30
18.  SpVgg Greuther Fürth 34 26: 60 21
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