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Das Wildnis-Tagebuch: Tag 3
Am dritten Tag in der schwedischen Wildnis trumpfen die Skandinavier des HSV groß auf. Heimvorteil mal anders. Tag 3 und immer noch wohlauf. Einen nicht unerheblichen Anteil daran haben die Skandinavier im Team. Und auch der Akku des HSV.de-Spions hält. Nachfolgend der letzte Stand aus Schweden.
Teil 3 des Wildnis-Tagebuchs... Schreiben geht eigentlich nicht mehr. Finger hundert Mal beim Paddeln eingeklemmt. Aber dieser letzte Kampf geht auch noch gewonnen, versprochen. Zuerst Rückblick: Am Sonntagabend setzen sich Skjelbred und Berg nochmal in ein Inka-Kanu. Kurzer Abstecher zur Familie? Keiner weiß Bescheid. Vorher fragen sie Funny Heinemann nach seiner Pulsuhr. Nach zwei Stunden sind die beiden dann wieder da. So weit, so langweilig. Eine Stunde später, die Sonne versinkt gerade im See, rauscht plötzlich ein Motorboot heran. Verwunderlich bei 0,2 Menschen pro Quadratkilometer (ja, ich weiß auch, dass das nicht geht, ist aber statistisch). Küstenwache? Von wegen. Der Busfahrer von der Hinfahrt, den Berg die komplette Fahrtzeit vom Flughafen Oslo zur Wildnis-Einstiegsstelle voll getextet hatte (so viel hat er vorher seit 2009) nicht gesprochen...). Viel interessanter aber die Ladung. Drei Paletten schwedisches Dosenbier (5,9 Umdrehungen!). Fantastische Arbeit. So nutzt man seinen Heimvorteil. Wie genau die Jungs das angestellt haben, bleibt ihr Geheimnis. Klar ist nur, dass sie mit Heinemanns Pulsuhr gelöhnt haben. Der braucht aber eh keine. Auf 180 bringen den nur vierte Schiedsrichter. Die Nacht ist kurz. Die Zelte stehen zu eng zusammen. Die eine Hälfte schnarcht, die andere hört zu. Aber es gibt immer einen Morgen. An diesem geht es auf die letzte Kanu-Etappe. Unsere Freunde Michael und Hendrik rechnen mit sechs Stunden Fahrtzeit. Unterbrochen von zweimaligem Umtragen. Vier Stunden später sind wir am Zielort. Hendrik hält gerade ne Ansprache: "Respekt Jungs, so schnell hat es noch keine Gruppe geschafft. Niemand hat das Umtragen so clever gelöst." Niemand sonst hat Vidovic. Der klemmt sich rechts und links ein Kanu unter den Arm. Wer will, kann sogar drin sitzen bleiben. Boot Mickel/Diekmeier wird seiner Favoritenrolle gerecht, ist am Ende ganz vorn. Die ebenfalls stark erwarteten Berg/Beister haben unterwegs Hungerast, quälen sich am Ende ans rettende Ufer. Michael von Laganda: Die Herausforderung wurde sehr gut angenommen. Es wurde in allen Bereichen als Team zusammengearbeitet. Am Anfang habe ich bei vielen Distanz zu der Veranstaltung gespürt. Das hat sich aber schnell gelegt. Trotz des Regens und der Kälte gerade am ersten Tag hatten alle Spaß und haben die ungewohnten Aufgaben gemeistert. Heute war ich beeindruckt. Das war eine harte Tour, gerade mit dem Umheben der Kanus. Aus unserer Sicht ist die Mannschaft gewappnet für die kommende Saison. Jetzt der Kapitän. Heiko: Ich glaube, eine Mischung aus allem. Wut, Spaß, Erschöpfung. Jede Woche muss man das nicht haben. Aber es war lehrreich. Als Gruppe haben wir funktioniert. Jeder hat seine Stärken eingebracht. Insgesamt ein Erfolg. Und der Trainer: Jetzt müssten wir eigentlich einen Ball raus holen!
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