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HSV bezieht Trainingslager in Südkorea
Der HSV wurde am frühen Dienstagmorgen (17.07.12) mit großer Begeisterung in Südkorea empfangen. Absoluter Star ist dabei Stürmer Heung Min Son, der sich vor Anfragen kaum retten kann. Ihm sollen in Zukunft möglichst weitere Talente nach Hamburg folgen. Dazu wird am Mittwoch (18.07.12) die Asia Football Academy von Son's Vater eröffnet. ![]() Suwon - Es war ein Empfang, wie er im Buche steht: Als sich die Rothosen vom Gepäckband des Seouler Flughafens in die Ankunftshalle begaben, blitzten die Fotoapparate beim Heraustreten sekundenlang, Kameras summten und einige Fans entrollten ein Plakat des Peace Cups. Der HSV wurde in Südkorea herzlich empfangen. Und das früh morgens um kurz nach sechs Ortszeit. Wem die größte Aufmerksamkeit in den folgenden sieben Trainingslagertagen zu Teil werden wird, das wurde einige Augenblicke später ersichtlich. Als Heung Min Son die Halle betrat, erhöhte sich der Geräuschpegel noch einmal um einige Dezibel. Die Kameras und Fotoapparate schwenkten automatisch um und schienen noch zielgerichteter als ohnehin schon zu sein. Alle bisher im Fokus stehenden Profis waren für kurze Zeit nur Randnotizen."Er ist unser Schlüssel", hatte Joachim Hilke, Vorstand für Marketing und Kommunikation, bereits vor dem Abflug angemerkt. Der HSV möchte auf dem südkoreanischen Markt weiter Fuß fassen und seine Geschäftsbeziehungen ausbauen. Und Heung Min Son ist dafür ein absolutes Zugpferd. Zwar war selbst der 20-Jährige von diesem Empfang überrascht, doch in seiner Heimat ist er längst ein Star, obwohl er das selbst nicht wahrhaben will. "Ich fühle mich nicht als Star. Aber hier gibt es viele, die mich erkennen und dann Autogramme und Fotos haben wollen", sagt Son bescheiden.
Son soll erst der Anfang sein Am Nachmittag spielte sich gleiches Treiben auch am Trainingsplatz ab, als eine Gruppe junger Fußballer am Platz lauthals immer wieder Son's Namen rief, bis er schließlich zu einer "kleinen" Autogrammstunde vor das Gatter des abgesperrten Trainingsplatzes kam. Genau diese Begeisterung möchte der HSV nutzen, um seine Marke in Südkorea weiter zu verankern. Dafür reisen neben Joachim Hilke auch der Vorstandsvorsitzende Carl Jarchow sowie Nicholas MacGowan mit nach Korea. Neben dem Besuch des Peace Cups, bei dem die Rothosen am Freitag im ersten Spiel auf den FC Groningen treffen, werden die Vorstände auch Termine mit bestehenden und womöglichen neuen Sponsoren wahrnehmen. Dazu steht am Mittwoch die Eröffnung der Asia Football Academy, dessen Leitung der Vater von Heung Min Son übernimmt, auf der Agenda. "Ich hoffe, dass dadurch viele Talente den Weg nach Europa schaffen", sagt Son. Sein Vater wäre ja auch schließlich ein guter Trainer. Das unterstützt auch Joachim Hilke. "Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem HSV erhoffen wir uns natürlich, neue Talente nach Hamburg zu holen", so der Vorstand der Rothosen. Sollte dies klappen, wäre Son nicht nur der Schlüssel, sondern womöglich auch das absolute Vorbild für viele weitere große Talente. |
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