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Arbeiten für die Initialzündung
Thorsten Fink will das Positive aus dem Frankfurt-Spiel herausziehen und gegen Dortmund als „krasser Außenseiter“ überraschen. Hamburg - Ob Thorsten Fink in seiner Schulzeit ein guter Turner war, ist nicht überliefert. Doch einen Tag nach der 2:3-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt legte der Übungsleiters bei der Analyse der sportlichen Situation verbal einen einwandfreien Spagat hin. Knallhart sprach der die Fehler bei den Gegentoren sowie die Einstellung in der Anfangsphase an. „Wir haben das Spiel in den ersten Minuten total verschlafen. Das geht nicht“, verkündete Fink vehement. Dass Frankfurt nach zwei gewonnen Spielen mit viel Euphorie in die Partie gehen würde, darauf hätte man vorher hingewiesen.
„Ich muss immer Vollgas geben“, fordert der Coach von seinen Spielern von der ersten Minute an hellwach zu sein. Auch die aus seiner Sicht (im Übrigen auch die von Franz Beckenbauer und Günter Netzer bei Sky) unberechtigte Rote Karte gegen Petr Jiracek dürfe nicht als Ausrede gelten. „Wir können nun nicht über den Schiedsrichter sprechen. Hätten wir vorher besser gespielt, hätten wir gar nicht mit zwei Toren hinten gelegen, und die Situation wäre eine andere. Daran müssen wir arbeiten“, analysierte Fink knallhart. Die Fehler in der Defensive ließen sich nicht wegdiskutieren, so der Übungsleiter weiter. Dieser Kritik müsse man sich stellen und könne es am besten beantworten, in dem man „einfach mal ein Spiel zu Null spielt. "Für den Einsatz nicht belohnt" Und damit änderte Fink seine Schlagrichtung. Denn aus dem Spiel ließe sich auch einiges Positives herausziehen. „Wir haben zwei Rückschläge weggesteckt und uns wieder herangekämpft und damit eine tolle Moral bewiesen. Wenn Diekmeier bei seiner Chance trifft und wir unentschieden spielen, sagen alle: Das war ein Klasse-Spiel. Wir sind stark zurückgekommen“, erklärte Fink. Ihn habe geärgert, dass man sich für den großen Einsatz nicht belohnt hätte. „Wir haben so viele Chancen herausgespielt, wie in den Wochen zuvor zusammen nicht. Das war ganz deutlich eine andere Mannschaft“, will sich der Trainer den erkennbaren Aufwärtstrend nicht schlecht reden lassen. „Auch wenn wir verloren haben, müssen wir das Positive sehen“. Besonders zufrieden zeigte er sich mit dem Auftritt von Rafael van der Vaart. „Er war an allen gefährlichen Aktionen beteiligt, hat Präsenz gezeigt und Verantwortung übernommen“ so Fink. Dazu legte er mit 12,6 Kilometern auch so viel Strecke zurück, wie kein anderer im Team. Das alles soll Auftrieb für den kommenden Sonnabend (22.09.12, ab 15.15 Uhr live im HSV-Ticker) geben. Da kommt der Deutsche Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund in die Imtech Arena. „In diesem Spiel sind wir krasser Außenseiter“, betonte Fink, sieht das aber auch als ein Vorteil. „Wir haben nichts zu verlieren. Das kann die Köpfe auch befreien. Im letzten Jahr haben wir das gegen Bayern sehr gut gemacht. (1:1, Anm. d. Red.). Warum soll uns das auch nicht gegen Dortmund gelingen?“, fragte der 44-Jährige. Zuhause seien sie eine Macht, aber auswärts hätte man immer eine Chance. Das hätte auch Nürnberg bewiesen. „Wir brauchen eine Initialzündung. Dann gewinnen wir auch an Selbstbewusstsein“, ist sich Fink sicher, dass der Knoten bald platzt. Bis dahin soll weiter hart gearbeitet werden. Zur Not auch mit Turnübungen á la Fink. |
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