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Schatzschneider: "Der HSV gehört nach oben"
Vor dem Aufeinandertreffen mit Hannover sprach HSV.de mit der 96-Ikone Dieter Schatzschneider. Hamburg - Nicht nur Fans von Hannover 96 ist Dieter Schatzschneider ein Begriff. Auch beim HSV weckt der ehemalige Torjäger Erinnerungen: In der Saison 1983/84 schnürte Schatzschneider seine Fußballschuhe für die Rothosen und konnte damals eine beeindruckende Torquote von 15 Treffern in 31 Einsätzen vorweisen. Seine glorreichste Zeit erlebte der 54-Jährige aber bei Hannover 96: Zwischen 1978 – 1982 absolvierte er 160 Pflichtspiele für die Niedersachsen, 131 Tore erzielte er in dieser Zeit. Vor dem anstehenden Aufeinandertreffen der beiden Nordclubs sprach HSV.de mit Schatzschneider über seine aktuelle Situation bei 96 und die momentane Lage bei beiden Vereinen.
HSV.de: Hallo Herr Schatzschneider, viele Fußballfans bringen Sie noch mit ihrer aktiven Profi-Karriere in Verbindung. Sind Sie dem Fußball denn bis heute in beruflicher Hinsicht verbunden geblieben? Schatzschneider: Seit der Saison 2008/2009 bin ich als Scout bei Hannover 96 tätig. Ich reise durch ganz Deutschland und versuche, junge Spieler zu entdecken. Das heißt für mich: Gucken, gucken, gucken. Das ist aber nicht immer ganz so einfach, wie es scheint. Wegen der Konkurrenz durch die anderen Vereine? Schatzschneider: Genau, wir sind ja nicht die einzigen, die unterwegs sind. Der HSV macht beispielsweise einen sehr guten Job im Bereich Scouting. Der Verein ist in dieser Hinsicht ein großer Konkurrent für uns. Schatzschneider: Natürlich ist der HSV auch in der Liga ein sehr ernst zunehmender Gegner. Ich finde, der Verein hat sich zuletzt sehr positiv entwickelt und ist in der momentanen Verfassung eindeutig ein Mitbewerber um die vorderen Plätze. Von der Stadt und vom Umfeld her wird der HSV auch immer ein Verein sein, der in den vorderen Bereich der Bundesliga gehört. Schatzschneider: Dort, wo der HSV momentan rangiert, wollen wir mit Hannover in dieser Saison noch hin. Im Moment sind die Rothosen uns noch einen Schritt voraus, aber wir wollen den Abstand verringern. Das Spiel am Samstag bietet uns die Chance dazu. Wir können auf einen Punkt heranrücken. Und diese Möglichkeit wollen wir nutzen. Früher wurde das Aufeinandertreffer beider Teams immer als kleines Nordderby betitelt. Ist es aktuell nicht eher ein großes Nordderby? Schatzschneider: Beim Blick auf die Tabelle könnte man das meinen. Aber beide Vereine können noch zulegen. Wenn die Strukturen und die Führung im Club stimmen, und das tun sie, dann kann es noch nach oben gehen. Und ich würde mich für beide Vereine freuen. Wir sollten jedoch nicht die zwei anderen Nordclubs, Wolfsburg und Bremen, außer Acht lassen. Für mich steht fest: Der Norden wird sich um die Europa League-Plätze streiten. Schatzschneider: Das wird zweifelsohne kein leichtes Unterfangen. Aber wir werden alles in die Waagschale werfen, wollen ein gutes Spiel zeigen und am Ende natürlich weiterkommen. Mit einem Erfolgserlebnis könnten wir auch Selbstbewusstsein für das Spiel am Samstag sammeln. Schatzschneider: Ja, ich freue mich sehr auf die Partie. Ich pflege immer noch meine Kontakte in die Hansestadt. Mit einigen HSVern, beispielsweise mit Bernd Wehmeyer, Manni Kaltz und Bastian Reinhardt, tausche ich mich regelmäßig aus. Auf jeden Fall kann ich mich in Hamburg stets blicken lassen. Vielen Dank für das Interview, Herr Schatzschneider. |
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