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Rothosen meistern den Spagat
Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung fuhr der HSV am gestrigen Abend drei Zähler im Schwabenland ein. HSV.de wirft einen Blick zurück aufs Geschehen. ![]() Hamburg – „Die Null muss stehen“, forderte Thorsten Fink im Vorfeld des Duells mit dem VfB Stuttgart, „denn ein Tor schießen wir immer.“ Und er sollte Recht behalten. Die konzentrierte Defensivleistung seiner Schützlinge gepaart mit einem genialen Moment von Artjoms Rudnevs stellte am 25. Spieltag zweifelsohne den Schlüssel zum Erfolg dar. Zwar war es von beiden Mannschaften mit Sicherheit kein fußballerischer Leckerbissen, der sich den 47.100 Zuschauern in der Mercedes-Benz Arena bot, doch im Vergleich zu den beiden vorherigen Spielen verstand es die Fink-Elf diesmal, ihre Energie in die richtigen Bahnen zu lenken.
Finks Umstellungen belohnt Zwischen Disziplin und Leidenschaft, Absicherung und Offensivgeist - diesen waghalsigen Spagat meisterte der HSV am gestrigen Tag mit Bravour. Dabei bildete René Adler, der in zahlreichen Situationen glänzend parierte und dem Sportvorstand Frank Arnesen folgerichtig „eine fantastische Leistung“ attestierte, endlich wieder den gewohnt sicheren Rückhalt für die Rothosen. „Es tut gut, wieder mal gewonnen und zu null gespielt zu haben. Nach zwei Wochen, in denen es zu Recht unruhig war, ist ein Sieg ein schönes Gefühl“, gestand der Schlussmann. "Nur daran gedacht, zu schießen" Hinzu kam mit Heiko Westermann ein Kapitän wie er im Buche steht. Mit Wadenproblemen in die Partie gegangen opferte sich der 29-Jährige 63 Minuten lang für seine Teamkollegen auf. Bis es nicht mehr ging. Ein vorbildlicher Mannschaftsanführer, dieser Westermann. Eine ernsthafte Verletzung trug der Kapitän aber zum Glück nicht davon. Sein Einsatz gegen Augsburg am kommenden Samstag ist nicht gefährdet, das gab die medizinische Abteilung am Montagmorgen bekannt. Für das unbestrittene Highlight der Partie sorgte aber ein Akteur, „den ich zur Halbzeit fast schon auswechseln wollte“, wie Fink betonte. Mit seinem Volley-Knaller von der Strafraumkante markierte Artjoms Rudnevs den viel umjubelten Siegtreffer am gestrigen Abend. „Als der Ball kam, habe ich nur daran gedacht, zu schießen“, verließ sich der Lette voll und ganz auf seinen Torjägerinstinkt. Mit Herz, Kampf und Leidenschaft brachte der HSV schließlich den Vorsprung über die Zeit. Rang sechs ist jetzt wieder in Hamburger Hand. Ein Platz, von dem sich die Fink-Elf so schnell nicht mehr verdrängen lassen will. |
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