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Saison 18.06.2014
Der frühe Vogel hat viel zu tun

Am Mittwochnachmittag (18.06.) startete der HSV als erster Bundesligist in die Vorbereitung. 500 Fans bekamen neben vielen bekannten Gesichtern einige Rückkehrer und einen Neuzugang zu sehen.

Hamburg - Imtech Arena, 18. Juni 2014. Trainer Mirko Slomka tritt nach dem Training in nagelneuen blauen Klamotten vor die zahlreich vertretenen Pressevertreter. Die Sommerpause war kurz. Es ist gerade auf den Tag genau einen Monat her, dass sich die Rothosen mit einem 1:1 im Rückspiel der Relegation bei Greuther Fürth den Klassenerhalt sicherten. Dass es nach einer ohnehin schon nervenzehrenden Saison überhaupt noch dieser Zugabe bedurfte, um in der Bundesliga zu bleiben, veranlasste Slomka dazu, die diesjährige Vorbereitung zu intensivieren. Als erster von 18 Bundesligisten bat der 46-Jährige seine Spieler am heutigen Nachmittag schon wieder zum Training. 

Artjoms Rudnevs ist zurück - und schoss direkt sein erstes Comeback-Tor im Training.

Alle Hilfe für Calhanoglu

Slomka selbst wirkt gut erholt, ist braungebrannt. Doch in den zurückliegenden vier Wochen hat er sich bereits viele Gedanken gemacht, geplant und Gespräche geführt. Zeit zum Urlaub blieb nur wenig, Slomka ficht das nicht an. So eine Saison wie die zurückliegende will er nicht noch einmal erleben. „Wir haben die vergangene Spielzeit gut aufgearbeitet. Wir müssen viel tun und die Zeit nutzen, um aus den Spielern alles rauszukitzeln“, begründet er den ungewöhnlich frühen Start der Vorbereitung, der von gut 500 Zuschauern beobachtet wurde. Zum Saison-Warm-Up, bei dem auch der neue Co-Trainer Zlatan Bajramovic erstmals mit auf dem Platz stand, gab es Passübungen, Kraft- und Stabilitätsübungen und ein Abschlussspiel. Hier durfte sich Artjoms Rudnevs als erster Torschütze mit Applaus feiern lassen. Der erblondete Angreifer ist nach seiner Ausleihe an Hannover 96 zurück in der Hansestadt und war einer der auffälligsten Akteure auf dem Platz. Auch Christian Derflinger, von Bayerns Reserve für die eigene U23 verpflichtet, spielte mutig auf und hinterließ einen guten Eindruck. Philipp Müller hingegen, der nach zwei Jahren beim VfL Wolfsburg zum HSV zurückkehrt und einen Profi-Vertrag bis zum Jahr 2016 unterschrieb, verließ den Platz kurz vor Trainingsende mit einem bandagierten Oberschenkel. Müller soll sich wie auch Derflinger zunächst in der U23 für Einsätze in der Bundesliga empfehlen. Bundesliga spielen möchte laut Aussage von Slomka auch gerne Pierre-Michel Lasogga - und zwar für den HSV. Die Verhandlungen mit Hertha BSC laufen, der Trainer hätte ihn liebend gerne weiter in der Mannschaft. „Man hat gesehen, wie wichtig er für uns ist.“ Hakan Calhanoglu ist ebenso ein wichtiger Spieler für den HSV. Heute fehlte er jedoch beim Trainingsauftakt, er ist wegen mentaler Probleme aufgrund der Unruhe um seine Person zunächst vier Wochen krankgeschrieben. „Wir werden gucken, was er hat, werden ihm aber in jedem Fall jegliche Hilfe zur Verfügung stellen, die er benötigt“, so Slomka.  

Zoltan Stieber ist der erste Neuzugang der Saison.

Vier Einheiten an zwei Tagen

Zudem war Gojko Kacar nach einem halben Jahr Ausleihe nach Japan wieder dabei. Als bisher einziger echter Neuzugang war Zoltan Stieber mit von der Partie. Der Ungar hatte lediglich eine Woche Urlaub, wollte sich aber direkt seinem Trainer präsentieren, der ansonsten nur altbekannte Gesichter begrüßte. Dazu gehörte auch Rafael van der Vaart, er trainierte aber mit Konditionstrainer Nikola Vidovic lediglich individuell. „Es ist unsere Aufgaben, ihn richtig fit zu kriegen, denn er soll in der kommenden Saison eine bedeutende Rolle spielen. Deswegen haben wir entschieden, ihm ab morgen noch eine Woche frei zu geben, damit er in guter körperlicher Verfassung ins Training einsteigen kann“, meinte Slomka. Van der Vaart musste verletzungsbedingt die WM absagen und soll am Donnerstag der kommenden Woche ins erste Trainingslager nach Glücksburg nachreisen. Bis dahin sollen die Probleme mit der Wade behoben sein. Van der Vaart selbst will nach einer Saison zum Vergessen nur nach vorne blicken. „Ich glaube an einen Neuanfang, aber dafür müssen wir vieles besser machen. Ich bin jedenfalls stolz, hier zu sein und will auch gerne hierbleiben.“ 

Für die beiden kommenden Tage hat Slomka jeweils zwei Trainingseinheiten angesetzt. Am Sonnabend ist frei, bevor am Sonntag des erste Test-Spiel in Bredstedt gegen eine Nordfriesland-Auswahl ansteht. Anschließend reist der HSV-Tross ins Lauftrainingslager nach Glücksburg, wo Slomka sieben Tage lang das erste Fundament für eine Saison legen will. Im Laufe der Vorbereitung wird dieses Fundament verstärkt, auch mit weiteren Neuzugängen, Slomka schwebt eine Achse mit einem Verteidiger, einem defensiven Mittelfeldspieler und einer Offensivkraft vor. Damit die kommende Saison nicht läuft, wie die vergangene. Der (frühe) Anfang ist gemacht.

 

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1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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