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Saison 28.03.2015
Beiersdorfer: Mit voller Überzeugung zum Klassenerhalt

Im Interview mit HSV.de erklärt Dietmar Beiersdorfer, wie der Stand der Gespräche über mögliche Vertragsverlängerungen ist, wie er mit der aufkommende Kritik umgeht und auf was es jetzt im Abstiegskampf ankommt. 

Hamburg - Die HSV-Profis bereiten sich auf den Endspurt im Abstiegskampf vor. In den acht verbleibenden Bundesliga-Spielen streben Trainer Peter Knäbel und seine Mitstreiter die bestmögliche Punkteausbeute an. HSV.de sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Dietmar Beiersdorfer über die aktuelle Lage.
 
HSV.de: Die derzeitige Tabellensituation ist prekär, momentan steht der HSV auf dem Relegationsplatz. Der Vorstand hat mit dem Trainerwechsel eine Entscheidung getroffen, um noch einmal neue Impulse zu geben. Wie ist Ihr erster Eindruck vom neuen Trainer Peter Knäbel?
 
Dietmar Beiersdorfer: Gut. Peter macht das, was ihn auch in seiner Rolle als Direktor Profifußball auszeichnet. Er arbeitet intensiv, analytisch und tritt unserer Mannschaft mit einer großen Entschlossenheit und Klarheit entgegen. Mehr möchte ich dazu aber gar nicht sagen, weil mein erster Eindruck nicht erheblich ist. Jetzt geht es mehr denn je darum, dass unsere Mannschaft auf dem Platz zeigt, dass sie die Qualität für den Bundesligaverbleib hat.
 
Bislang war die Rollenverteilung beim HSV klar: Bernhard Peters stand für die strategische Entwicklung des Nachwuchsbereichs bis hin zur ersten Mannschaft, Peter Knäbel als Direktor Profifußball für die Belange der Profisund Sie als Vorstandschef übergeordnet für den gesamten Club und das Kerngeschäft Profifußball. Wie ist es jetzt: Wird Peter Knäbel bis Saisonende als Trainer und Direktor Profifußball agieren?
"Jetzt zählen nur diese acht Spiele", blickt Beiersdorfer auf den Endspurt.

Beiersdorfer: Das wird er. Aber klar ist, dass wir Peter mit seiner neuen Aufgabe nicht alleine lassen. Ich unterstütze ihn in all seinen Bereichen, führe beispielsweise Gespräche mit Spielern und Beratern. Auch andere Mitarbeiter aus seinem Bereich entlasten ihn, damit er sich voll auf die große und jetzt einzig entscheidende Herausforderung konzentrieren kann: den Endspurt zum Klassenerhalt.

Mit dem neuen Co-Trainer Peter Hermann haben Sie einen sehr renommierten Assistenztrainer geholt. Was versprechen Sie sich von ihm?

Beiersdorfer: Dass er Peter in seiner Arbeit auf dem Platz und in der Kabine unterstützt und mit seiner Expertise dazu beiträgt, dass unsere Mannschaft schnell Fortschritte macht und die notwendigen Punkte einfährt. Peter Hermann ist aufgrund seiner Art in der Lage, sofort Verbindungen zu den Spielern zu schaffen. Er hat Profifußball verinnerlicht und lebt jeden Tag vor, worauf es ankommt.

Was wird aus Peter Hermann nach dieser Saison?

Beiersdorfer: Das ist auch für ihn jetzt nicht entscheidend und wird sich zeigen. Jetzt zählen nur diese acht Spiele, auf die wir uns maximal konzentrieren.

Nach der 0:1-Niederlage gegen Hertha BSC und dem anschließenden Trainerwechsel hagelte es erstmals in Ihrer Amtszeit herbe öffentliche Kritik. Wie ist Ihr eigener Eindruck vom HSV Ende März 2015?

Beiersdorfer: Wir verschließen nicht die Augen vor der Realität. Wir befinden uns mitten im Abstiegskampf. Auch wir waren lange der Überzeugung, dass wir den Umbruch schneller hinbekommen würden. Daher können und müssen wir mit der Kritik leben, dürfen dabei aber unsere Selbstbestimmung, unsere Überzeugung und unsere interne Geschlossenheit nicht verlieren.

Dietmar Beiersdorfer unterstützt Peter Knäbel in seinem Amt als Direktor Profifußball.

Die Hälfte der Länderspielpause ist vorbei, in dieserZeit sollten diverse Personalgespräche mit Spielern stattfinden. Ist das ob des Trainerwechsels überhaupt noch aktuell? Und – wenn ja – wer führt diese Gespräche eigentlich?

Beiersdorfer: Wir halten uns an unsere Absprachen. Wir haben schon mit Rafael van der Vaart, Marcell Jansen,Heiko Westermann und Slobodan Rajkovic sehr offen über unsere Personalplanungen gesprochen.

Mit welchem Ergebnis?

Beiersdorfer: Rafael und Marcell wissen, dass wir mit ihnen keine Gespräche über eine Vertragsverlängerung führen werden. Bei Heiko und Slobodan ist das aktuell noch offen, da haben wir die Entscheidung vertagt und es den Spielern genauso mitgeteilt. Die Spieler haben uns versichert, dass der Klassenerhalt des HSV für sie oberste Priorität hat und sie diesem Ziel alles unterordnen werden.

Wurde mit Rafael van der Vaart auch wie angedacht über eine Funktion beim HSV nach seiner aktiven Karriere gesprochen?

Beiersdorfer: Ja, auch darüber haben wir mit ihm gesprochen. Rafael ist einer der besten und bedeutendsten Spieler der jüngeren HSV-Vergangenheit. Wir wollen ihm die Möglichkeit geben, nach seiner aktiven Karriere hierher zurückzukehren. Über eine mögliche Position werden wir zu gegebener Zeit mit ihm sprechen.

Zum Abschluss noch eine Frage zur gesamten Mannschaft. Was erwarten Sie in den kommenden Wochen von den Profis?


Beiersdorfer: Ich erwarte von jedem Einzelnen, dass er sich mit maximaler Professionalität und Hingabe den kommenden Aufgaben widmet. Der HSV gehört in die Bundesliga. Das müssen und werden wir jetzt unter Beweis stellen.

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
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tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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