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Saison 08.02.2016
Herzlichen Glückwunsch! Bruno Labbadia feiert 50. Geburtstag!

Bruno Labbadia feiert heute seinen 50. Geburtstag. HSV.de blickt mit dem HSV-Trainer auf seine bisherige Karriere in Bildern zurück.

Zwar gab es gegen den 1. FC Köln nicht den erhofften Sieg zu feiern, die Gäste im Hause Labbadia ließen es sich am Sonntagabend (7. Februar) dennoch nicht nehmen, angemessen in den Geburtstag des HSV-Trainers zu feiern. „Manche sind dafür sogar extra aus Köln angereist und haben den Rosenmontag sausen lassen. Was das bedeutet, wissen wohl alle, die den Karneval lieben“, hatte Labbadia auf der Pressekonferenz  nach dem Spiel gegen den FC seine Hochachtung für seine Freunde zum Ausdruck gebracht. Doch es war ja auch nicht irgendein Geburtstag, der da gefeiert wurde. Der HSV-Trainer wird heute 50 Jahre alt und der gesamte Verein wünscht alles Gute. 
 
HSV.de hat sich zu diesem Anlass auf eine Zeitreise begeben. Zusammen mit Labbadia blicken wir in Bildern auf eine bewegende Karriere zurück: 
 
Die Kindheit und Jugend:
 
Labbadia: Das ist ja unfassbar. Hut ab vor euch, dass ihr die Bilder organisieren konntet. Ich wusste gar nicht, dass es diese gibt. Es gibt nicht viele Bilder von uns von damals, weil die Kameras noch nicht immer dabei waren wie heutzutage. Das war noch in Schneppenhausen, wo ich die ersten zehn Jahre groß geworden bin. Wir haben auf dem Bauernhof gelebt.

Bruno Labbadia bei der Einschulung in Schneppenhausen.

Das war auch in Schneppenhausen. Mein erster Schultag. Ich war stolz wie Oskar. Das sieht man, glaube ich, auch. Schon damals habe ich ganz klassisch einen Seitenscheitel getragen. Das sind schöne Erinnerungen. Ich bin insgesamt mit acht Geschwistern aufgewachsen, ich war das neunte Kind. Ich hatte also nicht nur den Scheitel von Geburt an, sondern auch die Nummer neun. Es war eine schöne Zeit, mit so vielen Kindern permanent zusammen zu sein. Auch wenn wir damals nicht viel Geld hatten, hatten wir dennoch eine unbeschwerte Kindheit.  

Ich war von Geburt an die Nummer neun. Ich bin ja Mittelstürmer gewesen. Wenn es irgendwie gegangen ist, hatte ich immer die neun. Hatte ein Stück weit auch mit Vorbildern zu tun. Gerd Müller und Klaus Fischer waren zum Beispiel zwei, die ich einfach geliebt habe, und die auch oft die neun getragen haben. 

Ich wünschte mir manchmal, dass ich besser italienisch könnte. Mir fehlt einfach ein gewisser Wortschatz. Ich habe eine Zeit lang ein Stück weniger gesprochen, habe in der Kindheit aufgehört damit umzugehen. Das hatte zwei Gründe: Zum einen weil man damals als Spagetti-Fresser gehänselt wurde. Das war schon etwas, was einen getroffen hat. Zum anderen weil wir einen Tag lang in der Schule italienisch hatten, der Lehrer aber sehr unangenehm war. 

Bruno Labbadia trug von 1987-1989 als Spieler das Trikot mit der Raute und machte in dieser Zeit 41 Spiele.

Der Beginn als Fußballer: 

Da gab es die Lehrerin Frau Herd, die ich sehr gern mochte. Die sagte zu einem Freund von mir, mit dem ich heute auch noch befreundet bin, du hast ganz klasse gespielt, hat mir richtig gut gefallen. Nach dem Lob dachte ich: jetzt musst du auch in den Verein. Da war ich sechs Jahre alt. Vorher haben wir viel gespielt, auch mit meinen Geschwistern. Die Anna, meine jüngste Schwester, die war eigentlich die beste Fußballspielerin. Auf dem Hof haben wir uns damals selber ein Feld und Tore gebaut und haben immer wieder gekickt, das halbe Dorf war teilweise da. 

"Didi war ein Knallharter. Da ist kein Gras stehengeblieben. Mit den Frisuren sind auch klar wir vorangegangen. Didi noch ein Stück mehr als ich", sagt Labbadia.

Profi-Karriere beim HSV:  

Nach meinen ersten Jahren in Darmstadt, in denen ich nebenher noch meine Lehre als Versicherungskaufmann gemacht habe, hatte ich das Angebot vom HSV bekommen. Im ersten Jahr habe ich als 21-Jähriger gleich elf Tore gemacht. Was heutzutage wahrscheinlich wahnsinnig wäre. Damals wurde es so hingenommen. Ich glaube, das einzige Problem, das damals vorherrschte war, dass ich nach Ernst Happel gekommen bin. Man hat gespürt, dass nach so einer großen erfolgreichen Ära einiges nicht stimmte, weil die Diskrepanz einfach zu groß war. Das war ein Stück weit schade.

Im Pokalfinale 1990 traf Labbadia gegen Werder Bremen zwei Mal. Hier jubelt er mit Damir Hotic.

Als Spieler in Kaiserslautern: 

Da bin ich das erste Mal mit Erfolg in Berührung gekommen. Kann mich sehr gut daran erinnern. Wir sind top in die Saison gestartet, wo wir gedacht haben, wir können vorne mitspielen, sind dann aber voll in Abstiegsstrudel gekommen. Wir haben uns einen Spieltag vor Schluss auf unglaubliche Art und Weise gerettet und sind dann nach Berlin zum Pokalfinale als krasser Außenseiter gegen Werder Bremen gefahren. Zur Halbzeit führten wir mit 3:0. Das Bild zeigt ein Tor, ich habe im Finale zwei geschossen. Da haben wir gemerkt, dass wir es eigentlich besser konnten. Ein Jahr später sind wir Deutscher Meister geworden. 

Zwei Mal lief Bruno Labbadia im Trikot der A-Nationalmannschaft auf. "Die anderen waren einfach stärker", sagt er.

Labbadia in der Nationalelf: 

Das Bild zeigt mich bei der U21-Nationalelf. Das war als ich beim HSV die Tore gemacht habe. Berti Vogts war unser Coach. Dazu gabs ein paar gute Jungs, die später auch alle aufgetaucht sind bei der A-Nationalmannschaft. Die Qualität in der A-Mannschaft war unglaublich gut, mit Rudi Völler und Jürgen Klinsmann hatte man zwei richtig Große vor sich. Damals war es auch nicht so, dass man gleich eingeladen wurde. Ich war Pokalsieger und zwei Mal Deutscher Meister, bevor ich überhaupt einmal eingeladen wurde. Dazu kam die Wende. Da kamen Spieler wie Ulf Kirsten, Andreas Thom oder auch Thomas Doll dazu. Die waren am Ende dann auch einfach stärker. Deswegen waren es am Ende leider nur zwei A-Einsätze und acht bei der U21. Ich hätte gerne mehr gehabt, aber man muss einfach anerkennen, wenn die anderen besser sind. 

Mit Bayern München wurde Labbadia zwei Mal Deutscher Meister. Hier bei der Feier 1994 nach dem 2:0 gegen Schalke 04.

Die Zeit bei Bayern München: 

Das war meine zweite Deutsche Meisterschaft nach Kaiserslautern. Es war damals etwas Besonderes, weil Bayern auch eine Phase hatte, wo sie nicht so gespielt haben, wie man es kennt. Man ist endlich wieder Deutscher Meister geworden nach zwei schweren Jahren. Ich hatte eine unglaubliche Wertschätzung von den Fans. Es ist ein unglaublich großer Verein, der sich in den letzten Jahren noch einmal weiter entwickelt hat.

 

 

Der große Halt von Bruno Labbadia: Seine Frau Sylvia und die Kinder Jessica und Luca, die mittlerweile ihre eigenen Wege gehen.

Die Familie: 

Ein großer Rückhalt. Es war sicher gerade für meine Frau nicht immer einfach, da sie einfach die gesamte Arbeit mit den Kindern übernommen hat. Gerade als ich noch Spieler war, war ich so auf meine Karriere fixiert, dass die Familie oft nebenher lief. Das ist heute ganz anders, weil ich es viel bewusster aufnehme. Jessica und Luca haben sich super entwickelt. Wir haben alle ein super Verhältnis, fahren noch immer zusammen in Urlaub, obwohl meine Tochter mittlerweile schon 28 ist. Das ist ein wunderbares Gefühl, sie alle an meiner Seite zu haben. 

Bei den Lilien begann für Labbadia sowohl die Karriere als Spieler wie auch als Trainer.

Labbadia als Trainer: 

So wie Darmstadt 98 meine erste Station als Spieler war, war es später auch die erste als Trainer. Ich habe immer gesagt, wenn es dem Verein mal nicht so gut geht, dann komme ich. Damals hatte ich gerade in Karlsruhe aufgehört als Spieler. Ich hatte eigentlich einen Vertrag für die dritte Liga unterschrieben, der Verein ist aber abgestiegen, deshalb musste ich in der vierten Liga antreten. War im Nachhinein ein Glücksfall, weil ich so spielen konnte, wie ich es wollte, sprich sehr offensiv. Wir waren immer Favorit, wir sind auf den Dörfern als das Bayern München der Oberliga aufgetreten. Wir sind mit der Rekordpunktzahl von 87 Punkten aufgestiegen. Das hat mir einen enormen Schub gegeben als Trainer. Damals habe ich entschieden, den Fußballlehrer zu machen.

Im Juni 2009 stellten Sportchef Dietmar Beiersdorfer und Bernd Hoffmann Bruno Labbadia als Trainer vor.

Trainer beim HSV Teil 1:

Interessanterweise wäre ich schon fast ein Jahr vorher beim HSV gelandet. Es gab da so eine Art Casting. Ich wurde relativ hoch bewertet. Bin dann aber nach Leverkusen gewechselt. Hatte dort auch ein sehr spannendes Jahr. Zum HSV gings dann ein Jahr später. Ich war beim ersten Mal schon sehr angepiekst vom Verein, weil ich gespürt habe, dass es etwas ganz Besonderes ist. Man sieht hier Didi und Bernd Hoffmann. Didi war leider nicht lange da, ich glaube nur einen Monat. Wir waren im Europapokal-Halbfinale, hatten das Finale im eigenen Stadion vor der Brust. Auch in der Liga haben wir gut begonnen, hatten dann aber durch viele Verletzungen einige Probleme. Irgendwann hatte man gemeint, dass man etwas verändern müsste. Das hat mir damals sehr wehgetan, weil die Chance zu haben, als junger Trainer in ein Finale einzuziehen, hast du natürlich nicht oft. Ich war fest davon überzeugt, dass wir es schaffen werden. Das war für mich ein erster Knick in der Trainerkarriere, aber gleichzeitig eine sehr lehrreiche Zeit. Es hat mir sehr viel bewusst gemacht, speziell was die Familie betrifft. Das alles vergänglich ist, aber die Familie ist da. Ich hatte zum ersten Mal seit 27 Jahren mehr als vier Wochen am Stück frei. Ich bin einfach mal ins Leben abgetaucht. Eine sehr wichtige Erkenntnis, dass es mehr gibt, als nur Fußball, auch wenn ich das so ernst nehme. 

Zwei Vertrauensleute an seiner Seite: Die Assistenz-Trainer Bernhard Trares (li.) und Eddy Sözer (Mitte).

Trainerteam Trares + Sözer: 

Bernard Trares ist der Patenonkel von meiner Tochter. Er und Eddy Sözer sind sehr wichtige Bezugspersonen. Auch wenn du Teil eines großen Vereins bist, bei Niederlagen bist du manchmal der einsamste Mensch der Welt. Du brauchst Partner an deiner Seite, mit denen du gerne zusammen bist. Das ist wichtig, weil du mit ihnen manchmal mehr Zeit verbringst als mit deiner Familie. Ich muss ein gutes Gefühl haben. Ich brauche auch ein paar Spiegel für mich, da ich auch Fehler mache, die mir andere aufzeigen. Deshalb habe ich mich für Eddy entschieden. Bernhard kenne ich seit dem 13. Lebenjahr. Wir haben zusammen Auswahl gespielt, auch in Bremen und Karlsruhe. Sogar zusammen den Trainerschein gemacht. Ich hatte mich aber zuvor für Eddy entschieden, da er in Darmstadt sehr an mich herangewachsen ist. Bernhard musste erst noch seinen Weg machen, Erfahrungen sammeln. Jetzt passt es in Hamburg, da wir uns noch breiter aufstellen wollten und er der ideale Partner ist. 

Mit Leidenschaft dabei: Bruno Labbadia will den Weg beim HSV weiter mitgestalten.

Trainer beim HSV Teil 2:

Der HSV und Hamburg gehören zusammen. Ich bin froh, dass ich ein Teil davon bin, weil ich einfach gerne bei dem Club arbeite. Ich habe hier viele gute Menschen getroffen. Ich wünsche mir, dass wir Schritt für Schritt den Club mit unseren Fans, mit denen die einfach positiv zu dem Verein stehen, nach vorne bringen. Das ist jeden Tag eine Herausforderung für mich und es ist auch das, was ich gerne machen möchte. Ich hoffe, dass noch sehr viele Fotos von mir in Hamburg entstehen, dann haben wir einen guten Job gemacht. 

 

1/13

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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