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Saison 25.03.2016
Kraft tanken über Ostern

Nach einer intensiven Trainingswoche inklusive Testspiel steht im Lager der Rothosen nun die Erholung im Vordergrund. Am Montag setzt die Labbadia-Elf dann ihre Vorbereitung auf das Punktspiel in Hannover fort. 

Ein letzter regenerativer Waldlauf am Freitagmorgen, dann hatten es die Rothosen geschafft. Drei intensive Trainingstage mit jeweils zwei knackigen Einheiten sowie einem anstrengenden Testspiel (2:1) am gestrigen Abend beim Drittligisten Holstein Kiel waren voran gegangen, sodass sich die Spieler ihr freies Osterwochenende redlich verdient hatten. "Wir haben in dieser Woche nochmal richtig angezogen, aber nun ist es auch wichtig, den Spielern Erholung zu bieten. Da muss man immer den richtigen Mix aus Belastung und Regeneration finden", erklärte Cheftrainer Bruno Labbadia, der seine Schützlinge am Montagnachmittag um 15:30 Uhr wieder auf den Trainingsplatz bittet. 
Angreifer Sven Schipplock traf in Kiel doppelt. Im zweiten Durchgang ging dem HSV zunehmend die Kraft aus.

Intensive Einheiten 

Dass die Rothosen diese Pause körperlich und mental benötigen, zeigte sich gestern Abend in der zweiten Hälfte des Testspiels in Kiel. Nach einer guten ersten Halbzeit, in der Sven Schipplock (5. und 9.) den HSV mit einem Doppelpack auf die Siegerstraße gebracht hatte, fehlten im zweiten Durchgang spürbar die Kräfte. "Wir haben eine intensive Woche hinter uns, da hat man einfach gemerkt, dass die Kräfte schwinden und die letzte Konsequenz in den Zweikämpfen fehlte", bestätigte Doppel-Torschütze Schipplock nach dem Abpfiff. Bruno Labbadia musste seinem Schützling in der Beobachtung beipflichten und erklärte: "Wir sind wirklich auf dem Zahnfleisch gegangen. Nicht nur konditionell, sondern auch allgemein vom Personal. Holstein brachte dagegen immer wieder frische Kräfte. Aber wir wollten diesen Härtetest und haben vom Trainingspensum her keine Rücksicht auf das Spiel genommen."      

In der Tat gingen dem 50-Jährigen beim Test in Kiel buchstäblich die gelernten Spieler aus. Neben den Nationalspielern, die sich auf Länderspielreise befinden, fehlten Kapitän Johan Djourou (Infekt), Regisseur Aaron Hunt (Oberschenkel) sowie spontan Innenverteidiger Cleber und Angreifer Ivica Olic (beide Knieprobleme). Zu allem Überfluss musste Außenverteidiger Dennis Diekmeier in der zweiten Hälfte mit muskulären Problemen in der linken Wade ausgewechselt werden. "Bei Dieki hoffen wir natürlich, dass es nichts Schlimmeres ist. Wir wollten ihn schon früher herausnehmen, aber er wollte sich durchbeißen, was für seinen großen Ehrgeiz spricht", so der Cheftrainer, der demzufolge improvisieren musste und den gelernten Außenverteidiger Matthias Ostrzolek zwischenzeitlich in die Innenverteidigung stellte und mit dem gelernten Mittelfeldspieler Ahmet Arslan auf der Außenbahn operierte.  

Neuzugang Nabil Bahoui zeigte in Kiel vor allem im Spiel nach vorne gute Ansätze.

Lehrreiche Woche 

Zwei Notlösungen in der Abwehr, die für den Ligabetrieb wohl kaum in Frage kommen. Doch anders sieht es in der Offensive aus. Hier setzte Labbadia in Kiel wie schon öfters in dieser Spielzeit auf eine Doppelspitze um Pierre-Michel Lasogga und Sven Schipplock. Und das Sturmduo hinterließ vor allem in der Anfangsphase der Partie einen guten Eindruck, war an beiden Toren beteiligt und hatte drei weitere hochkarätige Möglichkeiten, um frühzeitig auf 3:0 zu erhöhen. "Ich verstehe mich einfach sehr gut mit Pierre", so Schipplock. "Das gilt auch abseits des Platzes. Wir haben ein gutes Verhältnis und für einen Stürmer ist es immer toll, noch einen Spieler direkt an seiner Seite zu haben." Auch Bruno Labbadia attestierte dem Duo eine "gute Vorstellung" und erklärte: "Das Spiel mit zwei Spitzen ist immer eine Option, birgt aber auch Risiken. So spielst du im Mittelfeld oft nur mit drei Mann gegen den Ball. Wir werden unsere Taktik wie auch im bisherigen Saisonverlauf immer auf den jeweiligen Gegner abstimmen."

Neben dem Sturmduo konnte auch Winterneuzugang Nabil Bahoui in seinem ersten längeren Einsatz für den HSV seine guten Trainingsansätze bestätigen. "Nabil taten die Minuten definitiv gut. Er hat ein gutes Auge, viel Tempo, einen guten Abschluss und versteht es sehr gut, seinen Körper richtig zu stellen und Bälle zu halten. Es gibt aber auch Situationen, wo er sich taktisch noch falsch verhält. Da muss er noch das richtige Gefühl für Spielsituationen entwickeln", stellte Labbadia fest. Insgesamt konnte der 50-Jährige mit der Trainingswoche zufrieden sein. Die Drehzahl war hoch, einige Erfahrungen lehrreich, sodass der Blick gestärkt nach vorne geht. "Wir haben intensiv trainiert und müssen jetzt das Positive mitnehmen. Wir haben zwei ganz wichtige Spiele vor der Brust und müssen jetzt nochmal richtig regenerieren und den Kopf frei bekommen", fasste Mittelfeldmotor Lewis Holtby treffend zusammen. Damit dies gelingt ruht am Volkspark bis Montagnachmittag nun der Ball.      

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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