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Arnesen: Selbstvertrauen erarbeiten und Reaktion zeigen
Sportdirektor Frank Arnesen zeigt sich trotz der deutlichen Niederlage im Auswärtsspiel gegen den FC Bayern optimistisch. Sichtlich gut gelaunt, aber dennoch der Lage bewusst, beantwortet er zentrale Fragen zur aktuellen Situation. Hamburg - Nach der deutlichen Niederlage bilanziert Sportchef Frank Arnesen die Lage und gibt einen Einblick, wie die nächsten Aufgaben bewältigt werden. Gegenüber HSV.de äußert sich Arnesen über...
...die Niederlage in München: „Der FC Bayern hat gut gespielt und bei uns kann an diesem Tag kein Spieler sagen: Ich habe mein Leistungsniveau erreicht. Das kann im Fußball passieren, aber wenn du dann gegen eine Mannschaft wie Bayern spielst, kommst du mit so einer Leistung nicht davon. Daraus müssen wir lernen und sehen, dass wir uns am Samstag gegen Köln stark verbessert zeigen und ein ganz anderes Spiel bieten.“ ...personelle Konsequenzen: „Ich habe Vertrauen in Michael Oenning und unsere Spieler, das habe ich immer gesagt und das sage ich immer noch. In der Vorbereitung haben wir gute Spiele gezeigt und wir haben gesehen, dass die Spieler mit viel Selbstvertrauen spielen können. Man kann von den jungen Spielern nicht erwarten, dass sie gleich zu Leistungsträgern werden. Ich bin nicht unzufrieden mit dem Kader, aber es kann gut sein, dass sich in den letzten zehn Tagen der Transferperiode noch etwas tut.“ ...den Druck auf die Mannschaft: „Ein Fußballer beim HSV hat immer den Druck. Wir hatten jetzt zwei Auswärtsniederlagen gegen zwei Titelanwärter. Wir müssen jetzt zusehen, dass wir zuhause gegen Köln besser spielen als bisher. Das können wir, das kann man auch im Training sehen. ...Dinge, die sich verbessern müssen: „Die Spieler sind selbstkritisch, sie wissen, sie sind besser als sie bisher gezeigt haben. Wir müssen in dieser Situation jetzt Mumm haben und das verlorene Selbstvertrauen im täglichen Training erarbeiten. Zum nächsten Spiel müssen wir in der Vorbereitung viel machen, viel reden und uns mit unseren Spielern austauschen. Wichtig ist auch die Mentalität, die kann man auch trainieren, davon bin ich überzeugt. Wir haben viele qualitativ gute Spieler, die lernen wollen. Die ersten Rückschläge sind kein Problem, wir sind in einer Phase, wo wir uns entwickeln. Das wussten wir vorher. ...positive Aspekte aus der Situation: Du lernst viel über eine Mannschaft, wenn es mal nicht so läuft. Wenn immer alles gut läuft, laufen viele Dinge automatisch und du sprichst nicht mehr darüber. Aus schwierigen Situationen kann man viel lernen. Ich hoffe aber, dass wir nicht immer verlieren müssen, um das zu tun. ...Führungsspieler beim HSV: Jeder Spieler ist in der Pflicht zu zeigen, dass er zu Recht das Trikot des HSV trägt. Aber natürlich sind Führungsspieler wichtig. Heiko Westermann zum Beispiel, ich halte ihn für einen sehr guten Kapitän. Auch wenn er mal ein nicht so gutes Spiel hat, geht er voran, stellt sich und gibt alles. Er ist eine Art aggressiver Leader, er versteckt sich nie. Ein Vorbild für die jungen Spieler. Und Nachwuchsspieler lernen nicht in erster Linie durch den Trainer, sondern durch die erfahreneren Spieler im Team. Aber das braucht Zeit. Führungsspieler entwickeln sich Woche für Woche und nicht in zwei Tagen. ...das Spiel gegen Köln: Es wird ein komplett anderes Spiel werden zuhause. Wir sitzen nicht still und warten ab, sondern wir wollen etwas machen. Die Fans müssen sehen, dass wir etwas tun. Wir müssen eine Reaktion zeigen. Dafür haben wir nun sechs Tage lang Zeit. |
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