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Verdienter 3:1-Erfolg über den VfB Stuttgart
3:1 gegen den VfB! Die Rothosen gewinnen verdient gegen die Schwaben. Petric, Elia und Zé Roberto treffen für den HSV. Nach der Partie feierten die Fans die Labbadia-Elf. ![]()
Hamburg - Der Hamburger SV hat das Spitzenspiel am Samstagabend (12.09.09) gewonnen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia setzte sich in einer hochklassigen Partie vor 57.000 Zuschauern in der ausverkauften HSH Nordbank Arena mit 3:1 (1:0) gegen den VfB Stuttgart durch. Mladen Petric hatte die Rothosen mit einem 20-Meter-Hammer in der 30. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Eljero Elia erhöhte in der 57. Minute ebenfalls per Distanzschuss auf 2:0. In der 62. Minute brachte VfB-Angreifer Pogrebnyak die Gäste mit seinem Tor auf 2:1 heran. Nach dem Anschlusstreffer entwickelte sich eine spannende Endphase mit guten Chancen für die Labbadia-Elf. In der Nachspielzeit nutzte Zé Roberto eine dieser Möglichkeiten zum 3:1-Endstand.
Die Voraussetzungen waren aus HSV-Sicht bescheiden, denn was war das für eine Woche! Eine Hiobsbotschaft jagte die nächste: Erst riss sich Collin Benjamin bei der Nationalmannschaft das Kreuzband, dann auch noch Paolo Guerrero. Bitterer kann eine Länderspielpause nicht verlaufen. Und dennoch versprühte Trainer Bruno Labbadia vor dem wichtigen Samstagabendspiel gegen den VfB Stuttgart Optimismus, schließlich gingen die Rothosen als Tabellenführer in die Partie. Für den verletzten Torjäger Guerrero kam Marcus Berg in die erste Elf. Neben Guerrero und Benjamin fehlten noch Alex Silva (Reha nach Kreuzbandriss), Marcell Jansen (Reha nach Knieverletzung), Bastian Reinhardt (Reha nach Mittelfußbruch) und Tunay Torun, der bei der Regionalligamannschaft zum Einsatz kam und beim 2:2 ein Mal traf. Labbadias Gegenüber, der ehemalige HSVer Markus Babbel, hatte weit weniger Personalsorgen, er musste lediglich auf Martin Lanig verzichten - fast schon selbstverständlich, dass auch ihn ein Kreuzbandriss außer Gefecht setzt. VfB zu Beginn stark - HSV aber verdienter Sieger! Beide Mannschaften lieferten sich in der Anfangsphase eine intensive Auseinandersetzung, die nur wenige spielerische Glanzpunkte zuließ. Lediglich der VfB konnte sich zweimal gefährlich in Szene setzen, als die Flanken von der rechten Seite in den HSV-Strafraum flogen (7., 9.). Doch auch die Hamburger fanden mehr und mehr ins Spiel, die erste richtig gute Gelegenheit besaß Mladen Petric, der nach einem Elia-Schuss nachsetzte und nur knapp die Führung verfehlte (17.). Besser machte er es nach einer halben Stunde, als er sich erst im Mittelfeld gegen zwei Stuttgarter durchsetzte, mit Elia Doppelpass spielte und den Ball unnachahmlich aus 20 Metern per Direktabnahme zum 1:0 versenkte. Ein Traumtor, das dem HSV in der Folgezeit Oberwasser bescherte. Jetzt spielten die Mannen von Trainer Bruno Labbadia tollen Fußball, kombinierten gefällig und kreierten gefährliche Aktionen. Doch bis zum Pausenpfiff blieb es bei der knappen Führung. Gute zweite Halbzeit Nach dem Seitenwechsel wurde diese jedoch ausgebaut, denn die Rothosen gaben mächtig Gas und setzten die Gäste permanent unter Druck. Die logische Konsequenz: das 2:0. Jarolim passte auf Elia, der ganz trocken aus 25 Metern abzog und unten rechts einnetzte (57.). Jetzt war in der ausverkauften HSH Nordbank Arena der Teufel los, die Fans feierten, der HSV verzückte - und musste plötzlich wieder bangen. Denn erst wurde das vermeintliche 3:0 von Petric aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels nicht anerkannt und zu allem Überfluss setzten die Stuttgarter einen Konter, der das 1:2 bedeutete: 62. Minute, Zuspiel Träsch, Lupfer Pogrebnyak, Anschlusstreffer. Doch der HSV ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen, verteidigte gut gegen aufkeimende VfB-Hoffnungen und setzte offensiv weiter nach. Mit Erfolg! Zwar zeigten sich die Hamburger in Punkto Chancenverwertung schon abgebrühter als an diesem Tag und konnten in Person von Petric, Elia, Berg & Co. eine ganze Reihe bester und großartig herausgespielter Chancen nicht nutzen, doch am Ende wurde alles gut. Petric setzte an zum Konter, bediente Zé Roberto und der machte in der letzten Spielminute endgültig den Sack zu. Der HSV gewinnt mit 3:1 gegen den VfB Stuttgart und bleibt damit auch nach dem fünften Spieltag Tabellenführer der Bundesliga. Das Spiel im Stenogramm: Hamburger SV: Rost - Boateng (46. Demel), Rozehnal, Mathijsen, Aogo - Jarolim, Zé Roberto - Elia (86. Tesche), Trochowski - Berg (90. Pitroipa), Petric VfB Stuttgart: Lehmann - Träsch, Delpierre, Tasci, Magnin - Khedira (69. Kuzmanovic), Hitzlsperger - Hilbert (82. Schieber), Hleb, Gebhart (46. Cacau) - Pogrebnyak Tore: 1:0 Petric (30.), 2:0 Elia (57.), 2:1 Pogrebnyak (62.), 3:1 Zé Roberto (90+1) Schiedsrichter: Wolfgang Stark (Ergolding) Zuschauer: 57.000 (ausverkauft) Gelbe Karten: Elia / Tasci, Lehmann, Magnin Gelb-Rote Karten: - / - Rote Karten: - / - |
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