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Saison 11.09.2009
VfB vor der Brust – keine Zeit für den Blick zurück

Vor dem Spitzenspiel gegen den VfB Stuttgart hat Bruno Labbadia seine Mannschaft bis auf die Langzeitverletzten wieder zusammen

Hamburg - Wer vor dem Bundesligaspiel gegen den VfB Stuttgart nach den letzten Nachrichten einen angeschlagenen Bruno Labbadia erwartet hatte, sah sich am Freitag (11.09.09) getäuscht. Bestens gelaunt trat der Trainer vor die Presse und gab sich gewohnt gelassen: "Das was in den vergangenen Tagen passiert ist, können wir nicht beeinflussen. Wir konzentrieren uns voll auf die nächste Aufgabe und die heißt Stuttgart". Kein Blick zurück also auf die bitteren Verletzungen von Paolo Guerrero und Collin Benjamin, die der Übungsleiter aus den Köpfen seiner Spieler bekommen will. „So unglücklich es für uns ist – das gehört zum Sport halt leider auch dazu und darf für uns mit dem schweren Spiel gegen den VfB vor der Brust kein Thema mehr sein. Wir werden uns dieser Situation anpassen.“ Zum Schluss brachte es Labbadia auf den Punkt:
 
"Die Spieler, die da sind, sind die, die uns jetzt weiterbringen!“ Stuttgart - das hier und jetzt - vor der Brust, die schweren Verletzungen gehören der Vergangenheit an – Der Trainer will dem Blick zurück keine Zeit mehr einräumen. Schließlich können die Rothosen mit einem Sieg gegen den VfB ihren guten Saisonstart vergolden. Nach dem ebenso schweren wie erfolgreichen ersten Prüfstein beim deutschen Meister VfL Wolfsburg kommt mit den Schwaben nun ein Klub in den Volkspark, dessen Ziele ziemlich eindeutig mit denen des HSV korrespondieren. Das Team von Ex-HSVer Markus Babbel peilt den Sprung ins internationale Geschäft an. Um dieses Ziel zu erreichen, verstärkte sich der Champions League-Teilnehmer im Jahr eins nach dem Abgang von Stürmerstar Mario Gomez gezielt. Pavel Pogrebnyak im Angriff und Heimkehrer Aliaksandr Hleb vom FC Barcelona machen die Schwaben in der Offensive nur sehr schwer einschätzbar. Auch die erstmalige Berücksichtigung des 8-Millionen-Neuzugangs Zdravko Kuzmanovic macht die Sache für Joris Mathijsen & Co. nicht gerade einfacher. Den vom AC Florenz ins „Ländle“ gewechselten Serben bezeichnete Babbel am Freitag als „absoluten Wunschspieler“.
Markus Babbel will drei Punkte aus Hamburg entführen

Babbel optimistisch

Für den Stuttgarter Coach hat das Spitzenspiel beim HSV richtungsweisenden Charakter: „Wir wollen nicht in die Situation kommen, dass wir hinterherlaufen. Und morgen haben wir wieder die Chance, gegen einen Konkurrenten, der auch in die Top fünf will, zu punkten oder sogar einen Dreier zu holen.“ Als derzeitiger Tabellenneunter mit nur fünf Punkten aus vier Spielen verlief der Stuttgarter Saisonstart noch etwas holprig. Anders als Bruno Labbadia kann Babbel bis auf den langzeitverletzten Martin Lanig für den Vergleich mit den Rothosen auf die komplette Belegschaft zurückgreifen. Labbadia wird neben Guerrero, Silva und Benjamin auf den rekonvaleszenten Marcell Jansen verzichten müssen, der weiter an den Folgen seiner Knieverletzung laboriert. Dafür gab es positive Nachrichten von Guy Demel: Der Ivorer steht nach überstandener Schien- und Wadenbeinprellung erstmalig wieder im Kader. Somit wird er zusammen mit seinen Kollegen die Nacht vor dem Spiel im Hotel verbringen: „Wir wollen einfach sicher stellen, dass jeder die volle Konzentration auf die Aufgabe gegen den VfB richtet“, berichtete Labbadia am Freitag. Um aber vor den nächsten englischen Wochen für etwas Erholung bei seinen Spielern zu sorgen, wird der Rothosen-Coach seinen Jungs am Sonntag aller Voraussicht nach freigeben. „Gerade die Nationalspieler, die jetzt zehn und mehr Tage unterwegs waren, müssen auch mal abschalten“, erklärte der Trainer die Maßnahme.

Der Vorbericht zum Spiel gegen den VfB Stuttgart im HSV-TV
VIDEO 11.09.2009
Schaut euch den Vorbericht, die Pressekonferenz und den Talk vor dem Spiel gegen den VfB Stuttgart im HSV-TV an. Der Vorbericht zum Spiel gegen den VfB Stuttgart im HSV-TV
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Berg in der Starf-Elf - Demel im Kader

Im Kreise der Nationalmannschaft weilte auch Marcus Berg. Nach der Verletzung von Peoplo Guerrero ist der Schwede, der bereits drei Treffer für seinen neuen Arbeitgeber erzielte, im Angriff wohl gesetzt. „Marcus hat bereits angedeutet, warum wir ihn verpflichtet haben. Die letzte Stufe in seinem Aufbau kann er nur über regelmäßige Einsatzzeiten erreichen - diese Situation muss er jetzt nutzen“, hat Labbadia klare Anforderungen an seinen bisherigen Stürmer Nummer drei. Von dem Ausfall Guerreros will auch Tunay Torun profitieren. Bisher nur sporadisch zum Einsatz gekommen avanciert er nun zur ersten Sturm-Alternative. „Er hat schon gute Ansätze gezeigt. Jetzt liegt es an ihm, den entscheidenden Schritt zu machen. Wir werden jetzt noch enger zusammenrücken und gegen Stuttgart zeigen, dass wir auch Ausfälle bestens kompensieren können“, will Kapitän David Jarolim keine Ausreden gelten lassen. Der wieder gewonnene Optimismus im Volkspark – für den Blick zurück bleibt keine Zeit.

So könnten sie spielen:

Hamburger SV:
Rost (1) - Boateng (17), Rozehnal (3), Mathijsen (5), Aogo (6) - Jarolim (14), Zé Roberto (8) - Trochowski (15), Elia (11) - Berg (16), Petric (10)

Weiter im Kader:
Hesl (12), Demel (20), Tavares (28), Tesche (13), Castelen (18), Pitroipa (21), Arslan (19)

Nicht dabei:
Alex Silva (Reha nach Kreuzbandriss), Benjamin (Operation nach Kreuzbandriss), Jansen (Reha nach Knieverletzung), Reinhardt (Reha nach Mittelfußbruch), Guerrero (Kreuzbandriss), Torun (HSV II)

VfB Stuttgart:
Lehmann (1) - Träsch (35), Tasci (5), Delpierre (17), Magnin (21) - Khedira (28), Hitzlsperger (11) - Gebhart (13), Hleb (23) - Pogrebnyak (29), Cacau (18)

Nicht dabei:
Lanig (Kreuzbandriss)

Schiedsrichter:
Wolfgang Stark (Ergolding)


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Dortmund 34 80: 25 81
2.  FC Bayern 34 77: 22 73
3.  Schalke 04 34 74: 44 64
4.  M'gladbach 34 49: 24 60
5.  Leverkusen 34 52: 44 54
6.  Stuttgart 34 63: 46 53
7.  Hannover 34 41: 45 48
8.  Wolfsburg 34 47: 60 44
9.  Bremen 34 49: 58 42
10.  Nürnberg 34 38: 49 42
11.  Hoffenheim 34 41: 47 41
12.  Freiburg 34 45: 61 40
13.  Mainz 34 47: 51 39
14.  Augsburg 34 36: 49 38
15.  Hamburg 34 35: 57 36
16.  Hertha BSC 34 38: 64 31
17.  Köln 34 39: 75 30
18.  K'lautern 34 24: 54 23
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