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"Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen"
Spielbestimmend, gute Möglichkeiten, ein nicht gegebenes Kopfballtor von Mathijsen, aber am Ende nehmen die Bochumer die Punkte mit nach Hause. ![]() Hamburg - Der 13. Spieltag stand leider unter keinem guten Stern für den HSV. Die Rothosen waren die spielbestimmende Mannschaft, optisch überlegen, aber leider fehlte dem HSV die nötige Durchschlagskraft und auch ein bisschen das Glück vor des Gegners Tor. Dieses Glück hatten die taktisch defensiv eingestellten Bochumer mit einer ihrer wenigen Chancen in der 77. Spielminute. Wie die Trainer und die Spieler das Spiel gesehen haben, lest ihr hier:
Bruno Labbadia: Ich möchte unsere personelle Situation nicht als Entschuldigung für diese Niederlage heranziehen. Ich kann meiner Mannschaft gar keinen Vorwurf machen. Wir haben Fußball gespielt und waren auch stark genug, dieses Spiel für uns zu entscheiden. Leider waren wir in einigen Szenen nicht konsequent genug und uns hat die Durchschlagskraft in der Spitze gefehlt. Am Ende haben wir leider den einen entscheidenden Fehler gemacht. Natürlich sind wir darüber enttäuscht. David Jarolim: Es war für uns ein furchtbares Spiel, denn wir hatten gerade in der ersten Halbzeit mehrere gute Möglichkeiten und bringen den Ball einfach nicht im Tor unter. Wenn wir hier ein, zwei Tore erzielen, dann ist das Spiel entschieden. Der Treffer von Joris beispielsweise hätte das Spiel in eine ganz andere Richtung laufen lassen. Bochum nutzt einen Fehler von uns und erzielt den Siegtreffer. Die Bochumer können es bestimmt noch nicht fassen, dass sie hier gewonnen haben. Frank Rost: Wir haben uns heute selbst geschlagen. Ich denke, jeder hier im Stadion hat heute einen spielbestimmenden HSV gesehen. Am Ende hat uns aber einfach die letzte Konsequenz vor dem Tor gefehlt. Vor dem Gegentreffer schlafen wir einmal hinten in der Abwehr, so etwas darf nicht passieren. Es ist sehr ärgerlich, dass wir nach den unbefriedigenden letzten Ergebnissen nicht für die Trendwende sorgen konnten. Wenn uns unser Tor nicht aberkannt wird, läuft die Partie ganz anders. So ermauert sich Bochum hier ein 0:1, über das wir uns am Ende zwar ärgern, aber nicht beschweren können, da wir es selbst in der Hand hatten. Joris Mathijsen: Eine ganz unglückliche Niederlage. Ich denke, wir waren heute das bessere Team, haben es aber nicht fertig gebracht, aus unseren Chancen Kapital zu schlagen. Stattdessen machen wir in der Abwehr einen Riesenfehler, wo ich nicht gut aussehe. Wir dürfen die Personalsituation nicht als Ausrede gelten lassen, denn am Ende hatten wir auch heute wieder die Möglichkeiten, das Ergebnis deutlich angenehmer für uns zu gestalten. Wir gehen derzeit zu fahrig mit unseren Chancen um, da verwundern solche Ergebnisse dann nicht. Wir hätten auch nach dem 0:1 noch mehr geben müssen, haben da das letzte Aufbäumen vermissen lassen. Man sieht am Ende, dass Ballbesitz und gewonnene Zweikämpfe keine Spiele gewinnen. Heiko Herrlich: Meine Mannschaft großartig gekämpft, die Jungs sind viele Wege gegangen. Das Tor von Joris Mathijsen wurde zu Recht nicht gegeben, Elia sperrt ganz klar unseren Torhüter und behindert ihn, nur dadurch wird das Tor überhaupt ermöglicht. Wir hatten noch weitere gute Konterchancen, die wir noch besser hätten ausspielen müssen. Gesamt gesehen haben wir verdient gewonnen. |
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