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1:1! Punktgewinn in letzter Sekunde
Der Hamburger SV hat sich in letzter Sekunde einen Punkt im Nordderby gesichert. Piotr Trochhowski erzielte in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich. Edin Dzeko hatte die Gäste in Führung gebracht. ![]() Hamburg - Der Hamburger SV hat sich im Nordderby mit 1:1 vom VfL Wolfsburg getrennt. Piotr Trochowski erzielte in der Nachspielzeit per Freistoß den hochverdienten Ausgleich für die Rothosen. Edin Dzeko hatte die Gäste am Freitagabend (29.01.10) vor 51.845 Zuschauern in der HSH Nordbank Arena mit 1:0 (0:1) in Führung gebracht. Die Rothosen agierten über die gesamte Spielzeit feldüberlegen und hätten auf Grund der zahlreichen Chancen auch gewinnen können.
Nach der 0:1-Niederlage in Dortmund war in der gesamten Woche zu spüren, wie sehr die Rothosen auf Wiedergutmachung und das Duell mit dem Deutschen Meister brannten. Und auch die personelle Situation hatte sich nach der vollständigen Genesung von Eljero Elia sowie der Rückkehr Guy Demels vom Afrika-Cup zumindest etwas entspannt. Dennoch standen Trainer Bruno Labbadia einige Akteure nicht zur Verfügung: Ruud van Nistelrooy (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Zé Roberto (Aufbautraining nach Bänderanriss), Bastian Reinhardt (Trainings-Rückstand nach Muskelfaserriss), Romeo Castelen (Reha nach Knie-Operation), Collin Benjamin (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) und Paolo Guerrero (Aufbautraining nach Kreuzbandriss) waren nicht dabei. Auch beim VfL Wolfsburg, mit seinem neuen Trainer Lorenz-Günther Köstner angereist, standen drei Mann nicht zur Verfügung: Torhüter Benaglio (Knieprobleme), Ziani und Martins (Abstellung zum Afrika-Cup) fehlten. Der HSV agierte vor eigenem Publikum von Beginn an überlegen, doch für den ersten Aufreger sorgten die Niedersachsen: Grafite flankte nach fünf Minuten scharf in die Mitte, wo Dzeko lauerte und den Ball nur um Haaresbreite verpasste. Doch auch die Rothosen konnten ihr optisches Übergewicht in der Folge vermehrt in gefahrbringende Torraumszenen ummünzen. Marcus Berg beispielsweise stürmte nach Zuspiel von Mladen Petric auf das VfL-Tor zu, doch Ersatzkeeper Lenz parierte in dieser Szene ebenso stark wie kurz darauf den Kopfball von Marcell Jansen. Beim Freistoß von Petric wäre allerdings auch er machtlos gewesen, doch der Ball touchierte nur den Pfosten. Und auch beim Kopfball von Mathijsen war Lenz bereits geschlagen, für ihn klärte Josue auf der Linie. Dies alles ereignete sich innerhalb der ersten halben Stunde - und nach 34 Minuten lag plötzlich der VfL vorn. Dzeko nahm an der Strafraumgrenze einen Freistoß mit der Brust an, schnelle Drehung und schon rauschte der Ball aus 16 Metern ins lange Eck. Zugegeben, ein schöner Treffer, nur leider nicht wirklich dem Spielverlauf entsprechend. "Trotsche" in der Nachspielzeit Nach dem Seitenwechsel war die Rollenverteilung klar sichtbar. Die Gäste tief in der eigenen Hälfte stehend, der HSV druckvoll anrennend - so stellte sich bis zum Schlusspfiff das Spielgeschehen dar. Und der HSV machte wirklich enorm großen Druck und erspielte sich eine Großzahl an hochkarätigen Torchancen. Den Anfang machte David Rozehnal, der eine Aogo-Ecke an die Latte köpfte, ehe Jansen frei vor Lenz auftauchte, dieser aber erneut grandios parierte (51., 55.). Und so ging es weiter. In der 59. Minute foulte Grafite im eigenen Strafraum David Jarolim, doch der fällige Elfmeterpfiff blieb aus, nur zwei Minuten später scheiterte Eljero Elia nach Doppelpass mit Marcus Berg freistehend vor Lenz und als Jansen nach Boateng-Flanke in der 65. Minute den vermeintlichen Ausgleich markierte, schien dies der verdiente Lohn zu sein. Doch weit gefehlt, denn Schiedsrichter Kinhöfer sah Jansen im Abseits - naja. Und so wurde die Zeit immer knapper, Wolfsburg immer defensiver und der HSV immer wütender. Das brachte noch einmal die zweite Luft, so dass die Hamburger weiter nicht aufsteckten. Es ging nur in eine Richtung! Doch erst zielte Berg zu hoch, dann klärte erneut Josue einen Kopfball, dieses Mal von Demel, auf der Torlinie. Doch dann kam die zweite Minute der Nachspielzeit: Piotr Trochowski schnappte sich die Kugel, legte sie zum Freistoß zurecht und haute das Ding aus 20 Metern humorlos ins lange Eck - der mehr als verdiente Ausgleich. Kinhöfer pfiff die Partie gar nicht erst wieder an, so dass die völlig erschöpften Rothosen diesen hart erkämpften und herausgespielten Punktgewinn gemeinsam mit den Fans feiern konnten. Das Spiel im Stenogramm: |
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