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"Trotsches" Kunstschuss
Er legte sich die Kugel zurecht und haute sie in die Maschen... Piotr Trochowski rettete seiner Mannschaft mit dem 1:1-Ausgleichstreffer einen wichtigen Punkt gegen den VfL Wolfsburg. Hamburg - Marcell Jansen drückte ihn ganz fest, wollte gar nicht mehr loslassen. Als Piotr Trochowski sich dann doch endlich aus der Umklammerung befreit hatte, da ballte er die Faust und schwang den Arm ruckartig nach oben. Die Siegerfaust in Richtung Nordtribüne, dahin, wo die Fans 90 Minuten lang ihr Team anfeuerten. Nein, es waren sogar 92, ehe in der 93. der Jubelorkan losbrach - und Trotsche mittendrin. Was dann folgte, war eigentlich klar: die
Kamerateams standen Schlange und wollten den Last-Minute-Torschützen vors Mikro bekommen. "Schön, dass ich das Team für eine starke Leistung belohnen konnte", sagte er dann, doch das Hauptinteresse galt diesem komischen Flatterball, den er da in der Nachspielzeit ins Netz gesetzt hatte. Und noch ehe sich die Diskussion ausbreitete, ob Andre Lenz diesen Ball hätte halten können, stellte der Schütze klar: "Natürlich sieht das ein bisschen komisch aus, aber was soll er machen? Dieser neue Ball flattert, das ist für den Keeper schwer." Und verwies direkt mal auf seinen Freistoßtreffer beim 3:3 auf Schalke. "Gleiche Position, gleiche Situation. Wenn ich den Ball gut treffe, dann wird es für den Torwart schwer, die Flugbahn richtig einzuschätzen", so Trochowski. "Drin ist drin" Doch was macht diesen Ball und damit Trotsches Freistöße so besonders? Der Adidas-Ball mit dem schönen Namen JABULANI ist der offizielle Spielball der Fussball-Weltmeisterschaft 2010™ in Südafrika. Er besteht aus lediglich acht neuartigen, thermisch verschweißten und erstmals sphärisch geformten Panels und erreicht so eine bisher nie dagewesene Rundheit. Vielleicht war es diese besondere Rundheit, die Trochowski und dem HSV in der Nachspielzeit den mehr als verdienten Ausgleich bescherte. Vielleicht aber auch nur die herausragende Schusstechnik von Hamburgs Nummer 15, wie Trainer Bruno Labbadia die Situation einschätzte. Einem jedenfalls war es egal - Piotr Trochowski: "Drin ist drin", so der trockene Abschlusskommentar. Sprach´s und machte sich auf den Weg in die Kabine, in der die Kollegen schon mit der Regeneration beschäftigt waren. "Schade für die Jungs, dass es nicht zum verdienten Sieg gereicht hat, sondern nur zu einem Punkt." Dank seines Freistoßes wurde es immerhin dieser eine. |
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