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Saison 25.04.2010
Bittere 1:5-Niederlage gegen Hoffenheim

Der HSV zeigte in Hoffenheim eine schwache Leistung und verlor völlig verdient mit 1:5. Die Qualifikation für die Europa League über die Bundesliga ist damit in weite Ferne gerückt.

Sinsheim/Hamburg - Der HSV musste am 32. Spieltag eine bittere Niederlage hinnehmen. Bei 1899 Hoffenheim unterlagen die Rothosen nach einer schwachen Leistung deutlich mit 1:5 (0:3). Bereits in der 2. Minute traf Vedad Ibisevic nach einer Fehlerkette im Hamburger Aufbauspiel zum 1:0 für die Gastgeber. Der TSG-Angreifer legte in der 11. Minute mit seinem zweiten Treffer per Kopf nach, ehe Sturmpartner Chinedu Obasi den 3:0-Halbzeitstand (31.) markierte. Nach dem sehenswerten Ehrentreffer von Robert Tesche (65.) erhöhten Obasi (72.) und Salihovic (76.) auf 5:1. Damit wurde nicht nur die höchste Saisonniederlage eingefahren, sondern auch die Qualifikation der Europa League über die Bundesliga ist damit so gut wie unmöglich.
 
Es waren nicht einmal zwei Minuten gespielt, da zappelte der Ball bereits zum ersten Mal im Netz hinter Hamburgs Schlussmann Frank Rost. Nach einem Fehler von Jonathan Pitroipa im Mittelfeld ging Abwehrchef Joris Mathijsen nicht beherzt genug gegen Vedad Ibisevic zu Werke, so dass sich der Bosnier durchsetzen konnte und völlig frei zum Blitz-Führungstreffer für die ganz in blau gekleideten Gastgeber einschob. Ein Nackenschlag für die Ambitionen der Gäste aus der Hansestadt, die die erste Hälfte komplett verschliefen. Denn keine zehn Minuten nach dem 1:0 legte Hoffenheim nach. Carlos Eduardo trieb den Ball über die rechte Seite und konnte ungehindert flanken. In der Mitte lauerte einmal mehr Ibisevic, der schon in der vergangenen Woche in Dortmund kurz vor Schluss zum 1:1 getroffen hatte. Der Bosnier setzte sich gegen Jerome Boateng durch und köpfte viel zu einfach ein.
 
0:3 zur Halbzeit

Man musste in dieser Phase fast Angst um die Rothosen haben, die außer bei zwei Standardsituationen kaum für Gefahr sorgten und erst in der 33. Minute kurz vor dem Torerfolg standen, als Hoffenheims Ersatzkeeper Haas einen Freistoß von Piotr Trochowski nicht festhalten konnte, Robert Tesche im Nachsetzen jedoch nicht an den Ball kam. Hoffenheim hingegen spielte wie aus einem Guss. Nach einer halben Stunde stand es sogar 0:3 – Eichner hatte sich auf links durchgesetzt und den gut postierten Chinedu Obasi in der Mitte mustergültig bediente. So ging es abgeschlagen und mit gesenkten Köpfen in die Kabine. Das Spiel in Durchgang zwei noch einmal zu drehen kam einer Mammutaufgabe gleich.

Nachdem Ibisevic dieses Mal jedoch lediglich den Pfosten getroffen hatte (52.), stand es plötzlich nur noch 1:3. Mit einem sehenswerten Distanzschuss aus 32,5 Metern überwand Robert Tesche den zu weit vor seinem Tor postierten Haas. Doch der erhoffte Aufschwung durch das Tor blieb aus, stattdessen stand die HSV-Defensive um Joris Mathijsen und Jerome Boateng in der Innenverteidigung weiter alles andere als sattelfest. In der 72. Minute schlugen die Hausherren daraus einmal mehr Kapital. Chinedu Obasi wurde mit einem Pass aus dem Mittelfeld auf die Reise geschickt, stand völlig frei vor Frank Rost und markierte das 1:4 (72.) - ein Ergebnis, das leider auch nicht lange Bestand haben sollte, denn vier Minuten später holte Rost den Ball nun schon zum fünften Mal aus dem Netz. Ibisevic bediente den an der Strafraumkante wartenden Salihovic. Dieser sorgte abgeklärt für den Schlusspunkt unter eine schwache HSV-Leistung.

Aufbauarbeit in den nächsten Tagen

Zu allem Überfluss wurde zwei Minuten vor dem Ende auch noch der eingewechselte Tolgay Arslan mit der roten Karte von Manuel Gräfe des Feldes verwiesen, nachdem der Referee fälschlicherweise einen Ellbogencheck des Türken ausgemacht haben wollte. Trainer Bruno Labbadia muss nun in den kommenden Tagen Aufbauarbeit leisten und die Mannschaft auf das wichtige Rückspiel in der Europa League gegen den FC Fulham vorbereiten. Zeit zum Grämen bleibt nicht, schließlich bedeutet die zweite Halbfinalpartie am Donnerstag die historische Chance, ins Finale im eigenen Stadion einzuziehen.

Das Spiel im Stenogramm:

TSG Hoffenheim: Haas - Beck (79.Raitala), Simunic (65.Gulde), Compper, Eichner - Carlos Eduardo (46.Vukcevic), Weis, Luiz Gustavo, Salihovic - Obasi, Ibisevic

Hamburger SV II: Rost - Rincón, Boateng, Mathijsen, Aogo (82.Bertram) - Jarolim, Trochowski - Tesche, Pitroipa (56.Arslan) - Berg (46.Rozehnal), Petric

Tore: 1:0 Ibisevic (2.), 2:0 Ibisevic (11.), 3:0 Obasi (31.), 1:3 Tesche (65.), 4:1 Obasi (72.), 5:1 Salihovic (76.)

Zuschauer: 30150 (ausverkauft)

Schiedsrichter: Mauel Gräfe (Berlin)

Gelbe Karten: Simunic, Weis / -

Gelb-Rote Karten: -/ -

Rote Karten: - / Arslan (89.)

 

tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  1899 Hoffenheim 2 5: 1 6
1.  1.FC Kaiserslautern 2 5: 1 6
3.  1.FSV Mainz 05 2 6: 3 6
4.  Hamburger SV 2 5: 2 6
5.  Hannover 96 2 4: 2 6
6.  M'gladbach 2 7: 4 4
7.  FC St. Pauli 2 3: 2 3
8.  Bor. Dortmund 2 3: 3 3
9.  Werder Bremen 2 5: 6 3
9.  Bayer Leverkusen 2 5: 6 3
11.  SC Freiburg 2 3: 4 3
12.  Bayern München 2 2: 3 3
13.  1.FC Nürnberg 2 2: 3 1
14.  VfL Wolfsburg 2 4: 6 0
15.  FC Schalke 04 2 2: 4 0
16.  Eintracht Frankfurt 2 2: 5 0
17.  1.FC Köln 2 3: 7 0
18.  VfB Stuttgart 2 1: 5 0
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