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Punkteteilung zum Saisonabschluss
Der Hamburger SV hat die Saison mit einem 1:1 bei Werder Bremen beendet. Ruud van Nistelrooy war für die Rothosen an der Weser erfolgreich. Hamburg - Der Hamburger SV hat am letzten Bundesliga-Spieltag unentschieden gespielt. Die Mannschaft von Trainer Ricardo Moniz trennte sich am Samstag vor 41.150 Zuschauern im ausverkauften Weser-Stadion mit 1:1 (0:0) von Werder Bremen. Claudia Pizarro hatte die Gastgeber in der 57. Minute mit 1:0 in Führung gebracht. Ruud van Nistelrooy glich für die Mannschaft von Trainer Ricardo Moniz in der 82. Minute zum 1:1-Endstand aus.
Derbyzeit. Kein anderes Duell zweier Mannschaften wurde in der Bundesliga öfter gespielt als das zwischen dem Hamburger SV und Werder Bremen. Auch in der Neuauflage 2010 steckte jede Menge Spannungspotenzial, ging es für die Rothosen schließlich darum, im Schlussspurt doch noch den Einzug in die Europa League perfekt zu machen, während der Gastgeber von der Weser im Kampf um die Champions League-Plätze den letzten entscheidenden Schritt Richtung Platz drei machen wollte. Entsprechend engagiert gingen beide Mannschaften von Beginn an zu Werke. Das Geschehen vor ausverkauftem Haus hatte in den Anfangsminuten absoluten Derbycharakter. Großartige Stimmung auf den Rängen und Feuer auf dem Rasen. Nach zehn Minuten die erste Chance: Mladen Petric spielte Dennis Aogo frei, dessen Hereingabe in der Mitte den Kopf von Ruud van Nistelrooy fand. Der Ball senkte sich gefährlich, fand den Weg ins anvisierte Ziel jedoch nicht, da sich Nationaltorhüter Tim Wiese ganz lang machte und den Ball abfing. Keine zehn Minuten später war der Niederländer erneut zur Stelle, wurde nach einem Traumpass Zé Robertos jedoch in letzter Sekunde von Torsten Frings im Abschluss gestört. Die Hamburger machten deutlich, dass sie gewillt waren, die Minimalchance nutzen zu wollen und spielten ungeachtet guter Bremer Chancen weiter engagiert nach vorne. Auch Jonathan Pitroipa, der wieder über die linke Seite wirbelte, versuchte sich mit einem Schuss, der dann aber doch deutlich über das Gehäuse flog. Mitte des ersten Durchganges verflachte die Partie zusehends, erst kurz vor dem Seitenwechsel sorgten die Hausherren für den Paukenschlag. Ein Kopfball von Claudio Pizarro klatschte an den Pfosten, den Abpraller klärte die Rothosen-Abwehr, ehe der immer noch lauernde Peruaner seinen Treffer machen konnte. 0:0 zur Pause So ging es mit einem torlosen Unentschieden in die Kabine. Für die Bremer blieb es spannend im Kampf um die Champions League, auch die Rothosen hatten bei gleichzeitigem 1:1-Halbzeitstand in Hoffenheim noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. Dies rief Ricardo Moniz in der Kabine offensichtlich noch einmal in Erinnerung, denn die letzte zweite Halbzeit der Bundesligasaison 2009/10 begann wie der erste Durchgang. Wieder war es van Nistelrooy, der in der 50. Minute den Führungstreffer auf dem Fuß beziehungsweise in diesem Fall auf dem Kopf hatte, das Leder jedoch aus schwieriger halbrechter Position knapp am Tor vorbei bugsierte. Der Wille, alles für den Last Minute-Einzug in die Europa League zu tun, war den Rothosen nicht abzusprechen. Konnte Frank Rost einen 30-Meter Freistoß-Hammer von Naldo noch parieren, erschwerte die 58. Minute das Unterfangen internationaler Wettbewerb. Clemens Fritz setzte sich auf der rechten Seite durch, passte in die Mitte, wo Pizarro per Hacke seinen 133. Bundesligatreffer markierte und so den bisherigen Rekordwert Giovanne Elbers als bester ausländischer Bundesligatorschütze einstellte. Der unnötige Gegentreffer tat weh, aufgeben aber wollten die Gäste keinesfalls. Ganz im Gegenteil: Ruud van Nistelrooy, an diesem Nachmittag auffälligster HSV-Akteur, wurde per glänzendem Heber von Zé Roberto frei gespielt, konnte den Ball aber nicht an Tim Wiese vorbei im Bremer Tor unterbringen. Die große Chance zum Ausgleich, sie blieb ungenutzt. Die Partie nahm weiter an Fahrt auf. Erst hatten die Hamburger Fans den Torschrei bereits auf den Lippen, als Mladen Petric aus 16 Metern knapp am Bremer Gehäuse vorbeischoss, ehe Hugo Almeida fast im Gegenzug beinahe für die Entscheidung gesorgt hätte. HSV-Trainer Ricardo Moniz reagierte, brachte Eljero Elia für Dennis Aogo und setzte nun alles auf eine Karte. Der quirlige Niederländer feierte nach mehrmonatiger Verletzungspause sein Comeback. Und tatsächlich: Zehn Minuten vor dem Schlusspfiff zappelte der Ball dann endlich im Netz hinter Tim Wiese. Wer hatte es anderes sein sollen als van Nistelrooy? Nach seinen zahlreichen glücklosen Versuchen verwertete der Torjäger ein schönes Zuspiel Zé Robertos dieses Mal eiskalt zum Ausgleich. Es kam noch einmal Spannung auf, die Rothosen waren gewillt, direkt nachzulegen. Eine Ecke von Piotr Trochowski köpfte Jerome Boateng nur kurze Zeit nach dem 1:1 in Richtung Tim Wiese, der den Rückstand seiner Farben mit einem starken Reflex verhindern konnte. Die Hamburger warfen nun alles nach vorne – und bekamen drei Minuten vor dem Schlusspfiff durch Schiedsrichter Michael Weiner beinahe das entscheidende Kontergegentor, als Özil den völlig blank postierten Marko Marin bediente, der den Ball jedoch rechts am Tor vorbeilegte. Auch ohne das 2:1 aber waren es am Ende die Bremer, die über das Unentschieden jubeln konnten. Denn als die Saison für beide Mannschaften beendet war, stand für den Konkurrenten von der Weser die Champions League-Qualifikationsteilnahme, während die Rothosen die Minimalchance auf die Europa League nicht mehr nutzen konnten. Das Spiel im Stenogramm: Werder Bremen: Wiese - Fritz, Mertesacker, Naldo, Pasanen - Frings - Bargfrede, Borowski (73. Hunt) - Özil (90. Prödl) - Almeida (76. Marin), Pizarro Tore: 1:0 Pizarro (59.), 1:1 van Nistelrooy (82.) |
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