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Saison 22.10.2011
1:1! Fink-Debüt endet mit Unentschieden

Mandzukic traf bereits nach 63 Sekunden. Mladen Petric erzielte den verdienten Ausgleich in der 56. Minute.

Hamburg - Sieg in Freiburg, neuer Trainer, doppeltes Heimspiel - die Euphorie in Hamburg war riesig vor dem Anpfiff des Nordduells gegen den VfL. Doch von eben jenem Anpfiff bis zur kollektiven Ernüchterung dauerte es gerade mal 63 Sekunden. So lange nämlich benötigten die Gäste, um ihren ersten und für lange Zeit einzigen gefahrbringenden Angriff abzuschließen. Und zwar per Kopf durch Mandzukic, der die Grün-Weißen so in der zweiten Spielminute in Führung brachte. Auch Thorsten Fink stand da in seinem ersten Spiel als HSV-Trainer ein paar Sekunden wie versteinert an der Seitenlinie, ehe Mut, Wille und Leidenschaft aus ihm herausbrachen und er seine Mannschaft wieder lautstark und gestikulierend pushte. Und seine Jungs verstanden ihn, denn nach kurzem Durchschütteln berappelten sich die kalt Erwischten und verdienten sich in den verbleibenden 88 Minuten jedes einzelne Körnchen dieses einen Punktes.
 
Hart umkämpftes Spiel
Ein harter Kampf: Hier sucht Robert Tesche den Zweikampf gegen Top-Scorer Mario Mandzukic.

Der Weg dorthin war hart, denn Wolfsburg verlegte sich nach der frühen Führung vollends auf die Stabilisation der Defensive und ließ dem HSV keinen Meter und keine Lücke. Dennoch schafften es die Rothosen mit einer engagierten und laufintensiven Leistung immer wieder, sich gute Torchancen herauszuspielen. Töre aus kurzer Distanz, Petric aus der Ferne und kurz darauf mit Finesse - doch immer fehlten ein paar Zentimeter, oder aber Benaglio bekam irgendein Körperteil zwischen Ball und Tor. Nach dem Seitenwechsel erhöhte sich der Druck der Hamburger noch einmal merklich. Angetrieben von den Fans erspielten sie sich eine Vielzahl bester Gelegenheiten. Jansen versuchte es zweimal volley mit links, Aogo tat es ihm gleich - doch immer das gleiche Bild, nämlich ein parierender Benaglio. Dazu ein Schuss aus spitzem Winkel von Guerrero und einige gefährliche Standards von Töre, doch am Ende blieb der Treffer von Mladen Petric der einzige der Rothosen. Über Guerrero und Kacar war Petric hierbei in der 56. Minute freigespielt worden und überlupfte Benaglio gekonnt zum verdienten Ausgleich.

Der Stand auch nach 90 spannenden Minute zu Buche, weil der HSV seine guten Möglichkeiten nicht nutzen konnte und - auch das wollen wir nicht verschweigen - zwei Retter auf der Torlinie hatte. Erst musste Drobny seine ganzen 192 Zentimeter ausstrecken, um den platzierten Schuss von Mandzukic noch aus dem Winkel zu kratzen (63.), und kurz darauf sprang dem bereits geschlagenen Hamburger Keeper der Kollege Petric zur Seite, der den Kopfball von Kyrgiakos gerade noch von der Torlinie kratzte. Zwei blitzsaubere Konter der Wolfsburger, in letzter Sekunde und Instanz entschärft. So blieb es am Ende beim 1:1 - und bei deutlich mehr Euphorie als Ernüchterung im ersten Spiel unter Thorsten Fink, dessen Mannschaft nach Schlusspfiff von den über 54.000 Anhängern mit großem Applaus verabschiedet wurde.

Das Spiel im Stenogramm:

Hamburger SV: Drobny - Westermann, Bruma, Rajkovic (46.Diekmeier), Aogo - Kacar (79.Tesche), Rincon - Töre, Jansen (86.Lam) - Petric, Guerrero 

VfL Wolfsburg: Benaglio - M. Schäfer, Kyrgiakos, Thoelke, Hasebe - Träsch, Josué (79.Hitzlsperger) - Ochs, Koo (90.Russ), Dejagah (55.Salihamidzic) - Mandzukic

Tore: 0:1 Mandzukic (2.), 1:1 Petric (56.)

Zuschauer: 54.378

Schiedsrichter: Günter Perö (Pullach)

Gelbe Karten: Rajkovic (28.), Kacar (38.) / Träsch (79.)

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

1/19


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Dortmund 34 80: 25 81
2.  FC Bayern 34 77: 22 73
3.  Schalke 04 34 74: 44 64
4.  M'gladbach 34 49: 24 60
5.  Leverkusen 34 52: 44 54
6.  Stuttgart 34 63: 46 53
7.  Hannover 34 41: 45 48
8.  Wolfsburg 34 47: 60 44
9.  Bremen 34 49: 58 42
10.  Nürnberg 34 38: 49 42
11.  Hoffenheim 34 41: 47 41
12.  Freiburg 34 45: 61 40
13.  Mainz 34 47: 51 39
14.  Augsburg 34 36: 49 38
15.  Hamburg 34 35: 57 36
16.  Hertha BSC 34 38: 64 31
17.  Köln 34 39: 75 30
18.  K'lautern 34 24: 54 23
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