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Saison 28.01.2012
HSV zeigt Reaktion - 2:1-Sieg gegen Hertha BSC

Marcell Jansen (24.) und Mladen Petric (45.) trafen in der ersten Halbzeit für die Hamburger. Michel Lasogga (81.) traf nur noch zum Anschlusstreffer. 

Hamburg - Der HSV hat nach der Auftaktniederlage gegen Dortmund eine tolle Reaktion gezeigt. Die Rothosen gewannen am Samstagnachmittag (28.01.12) bei Hertha BSC mit 2:1 (2:0). Vor 49.168 Zuschauer im Berliner Olympiastadion spielte die Elf von Trainer Thorsten Fink eine starke erste Hälfte, in der sie die Berliner Offensivbemühungen geschickt unter Kontrolle hielten und vorne selber eiskalt zuschlugen. Marcell Jansen (24.) und Mladen Petric (45.) schossen jeweils nach einer Vorarbeit von Dennis Diekmeier den verdienten 2:0-Halbzeitstand heraus. In Durchgang zwei versäumten es die Hamburger den Sack frühzeitig zuzumachen, mehr als der 1:2-Anschlusstreffer durch Michel Lasogga (81.) gelang der Hertha in einer turbulenten Schlussphase aber nicht mehr. 
 
Thorsten Fink nahm gegenüber dem Spiel gegen Dortmund gleich drei Veränderungen vor. Für Gojko Kacar bekam Routinier David Jarolim die Chance auf der Sechserposition, Mladen Petric agierte als zweite Spitze neben Paolo Guerrero und rechts feierte Jacopo Sala sein Startelf-Debüt für den HSV. Ivo Iliecvic, der zum Rückrundenstart ebenfalls noch nicht im Kader stand, nahm zunächst auf der Bank platz. 
 
Jansen und Petric eiskalt
Erzielte nach Vorarbeit von Dennis Diekmeier die wichtige 2:0-Halbzeitführung: Mladen Petric.

Wer nach der herben 1:5-Auftaktniederlage zum Rückrundenstart einen verunsicherten, zögerlichen HSV erwartet hatte, der sah sich getäuscht. Denn die Hamburger, die defensiv sehr sicher standen und die Hertha-Offensive nicht zur Entfaltung kommen ließen, legten vom Anpfiff weg den Vorwärtsgang ein. Mit Vorliebe über die rechte Seite, auf der Diekmeier und Sala für viel Schwung sorgten. Und für Tore! Denn allen voran Diekmeier merkte man an, dass er in der Jugend als Außenstürmer aktiv war, so oft schaltete er sich als Rechtsverteidiger ins Angriffsspiel ein. Und wie! Erst marschierte er bis zur Grundlinie und bediente per Flachpass Jansen, der nach einer knappen halben Stunde den Ball zum verdienten 1:0 unter die Latte schob (24.); und Sekunden vor dem Seitenwechsel versuchte Diekmeier sein Glück erneut, dieses Mal mit einem hohen Flankenball, den Petric artistisch zur 2:0-Halbzeitführung einköpfte. Da der HSV überdies noch einige weitere vielversprechende Offensivaktionen zu verzeichnen hatte, hinten bis auf einen Abseitstreffer von Hubnik (10.) nichts zuließ und das Spiel diktierte, ging die beruhigende Pausenführung vollauf in Ordnung.

Sack nicht zugemacht - Drobny rettet Sieg

Dennis Diekmeier, hier im Zweikampf mit seinem Ex-Kollegen Torun, bereitete beide Treffer der Rothosen vor.

Und die Rothosen machten zu Beginn der zweiten Hälfte nicht den Fehler, sich auf dem Vorsprung auszuruhen. Mit der von Thorsten Fink geprägten Ausrichtung auf viel Ballbesitz ging es weiter. Guerrero (52.) und Aogo (57.) hatte erste Möglichkeiten den Sack zuzumachen, doch scheiterten mit ihren Distanzschüssen. David Jarolim bewies dann, wie wichtig er an diesem Tage im Olympiastadion war, als er nach einer Flanke von Lasogga und einem Kopfball von Ramos vor Lustenberger in höchster Not klärte (58.). Es folgte die stärkste Phase der Herthaner, die die Hamburger mit viel Einsatz und bei Brumas Handspiel im Strafraum (68.) auch mit etwas Glück überstanden.

Als das Spiel in der Schlussphase dahinplätscherte und alles nach einem ungefährdeten Sieg des HSV aussah, schlugen die Hausherren in Person von Michel Lasogga noch einmal zu. In der 81. Minute verwertete der bullige Angreifer eine Flanke von Levan Kobiashvili mit dem Kopf. Nur zwei Minuten später tauchte Lasogga wieder vor dem Kasten von Drobny auf, doch der Rothosen-Schlussmann hielt mit einer tollen Parade den Sieg fest. Auch die letzte Chance in der Schlussminute durch Ramos brachte den Ausgleich nicht mehr. So war es zwar fahrlässig den Gegner noch einmal so stark zu machen und damit die drei Punkte zu gefährden, aber alles in allem war es ein verdienter Sieg der Hamburger. 

Das Spiel im Stenogramm:

Hertha BSC: Kraft - Lell, Hubnik, Janker (21.Mijatovic), Kobiashvili - Ottl (75.Ronny), Lustenberger - Ebert, Torun (46.Niemeyer), Ramos - Lasogga

Hamburger SV: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Rincón, Jarolim - Sala (90.Son), Jansen (90.Rajkovic) - Guerrero, Petric (85.Kacar)

Tore: 0:1 Jansen (24.), 0:2 Petric (45.), 1:2 Lasogga (81.)

Zuschauer: 49.168

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken) 

Gelbe Karten: Mijatovic, Niemeyer, Lell / Rincón

Gelb-Rote Karten: - / -

Rote Karten: - / -

 

1/17


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Dortmund 34 80: 25 81
2.  FC Bayern 34 77: 22 73
3.  Schalke 04 34 74: 44 64
4.  M'gladbach 34 49: 24 60
5.  Leverkusen 34 52: 44 54
6.  Stuttgart 34 63: 46 53
7.  Hannover 34 41: 45 48
8.  Wolfsburg 34 47: 60 44
9.  Bremen 34 49: 58 42
10.  Nürnberg 34 38: 49 42
11.  Hoffenheim 34 41: 47 41
12.  Freiburg 34 45: 61 40
13.  Mainz 34 47: 51 39
14.  Augsburg 34 36: 49 38
15.  Hamburg 34 35: 57 36
16.  Hertha BSC 34 38: 64 31
17.  Köln 34 39: 75 30
18.  K'lautern 34 24: 54 23
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