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Saison 27.01.2012
Mutprobe in der Hauptstadt

Die Alte Dame ruft und die Rothosen kommen. Am Samstag (28.01.12) tritt der HSV bei Hertha BSC an. Dabei ist die Zielsetzung der beiden Teams identisch: Wiedergutmachung für das letzte Spiel. Ein Duell, das Nervenstärke erfordert.

Hamburg - HSV-Kapitän Heiko Westermann sprach von fehlendem Mut, als er ans vergangene Spiel zurückdachte. Mut und Vertrauen in die eigene Stärke zurückgewinnen, war also die Aufgabe der zurückliegenden Trainingswoche. Rückblickend ist dies nach Thorsten Fink gelungen: „Die Mannschaft hat es gut verdaut und blickt jetzt nach vorne.“ „Vorne“ ist in diesem Fall das Auswärtsspiel gegen Hertha BSC. In Berlin möchte der HSV-Trainer einen Schritt in die richtige Richtung machen. „Beide Mannschaften stehen unter Druck“, erklärt Fink, „am Samstag wird man sehen, welches Team damit besser umgehen kann.“ 
 
Im Vergleich zum suboptimalen Rückrundenstart wird Thorsten Fink gegen die Hertha einige Veränderungen vornehmen. HSV-Angreifer Mladen Petric wird wieder von Beginn an stürmen. Zusammen mit Paolo Guerrero soll er für möglichst viele Tore sorgen. Und das konnte sich in der Vergangenheit sehen lassen. In sechs Spielen gegen die Hertha traf Petric viermal.
Zurück auf Anfang: HSV-Urgestein David Jarolim läuft nach langer Schaffenspause in der Bundesliga wieder von Beginn an für den HSV auf.

Hinter den Spitzen agieren aller Voraussicht nach Marcell Jansen und Jacopo Sala auf den Flügeln sowie Tomás Rincón und David Jarolim im Mittelfeld. Sala erhält erstmals die Gelegenheit, sich von Beginn an zu behaupten. Mannschaftskamerad Jarolim kehrt nach längerer Schaffenspause zurück in die Startelf der Rothosen. Gemeinsam mit Rincon kommt ihm die Aufgabe zu, das Mittelfeld zu stabilisieren. In der Abwehr dagegen steht keine Änderung an. Der am Donnerstag noch angeschlagene Innenverteidiger Jeffrey Bruma (Adduktorenprobleme) ist rechtzeitig zum Abschlusstraining fit geworden und wird spielen können. Als Alternative für Offensivimpulse steht Ivo Ilicevic bereit. Der kroatische Nationalspieler erklärte am Freitag: „Ich fühle mich fit, ich kann spielen“. 
 
Herthas Kampf gegen die Heimschwäche

Entschuldigender Torjubel: Tunay Torun fühlt weiterhin starke Verbundenheit zu seinem Ex-Klub.

Die Hertha kämpft mit ihrer Heimschwäche. Betrachtet man nur die Ligaspiele vor heimischer Kulisse, stünde der Hauptstadtklub mitten im Abstiegskampf. Mit neun Punkten aus acht Spielen belegt Berlin den vorletzten Platz vor den punktgleichen Augsburgern. Insgesamt ist die jüngere Bundesliga-Heimbilanz wenig berauschend. Der vierte Spieltag der Abstiegssaison 2009/2010 läutete eine unvergleichbare Leidenszeit für die Fans ein. In 25 Bundesliga-Heimspielen gelangen den Herthanern nur drei Siege. Lediglich im vergangenen Zweitligajahr fand das Team zuhause zur eigenen Stärke. Diese Stärke möchte die Mannschaft um Neu-Trainer Michael Skibbe nun zurückgewinnen – gegen den HSV.  „Wir wollen uns zu Hause stark präsentieren und das letzte Heimspiel hat Hertha gewonnen“, verweist Trainer Michal Skibbe auf den Sieg im DFB-Pokal gegen Kaiserslautern (3:1). Doch wie auch beim HSV ging der Rückrundenstart auch für die Hertha schief. Mit 0:2 verloren die Hauptstädter gegen den 1. FC Nürnberg und die Mannschaft ist um Wiedergutmachung bemüht. Ex-Hamburger Tunay Torun gegenüber HSV.de: „Wir wollen mutig spielen und gewinnen." Dabei hat Torun in zweierlei Hinsicht eine gute Erinnerung an Hamburg: „Ich habe eine lange Zeit beim HSV gespielt und freue mich auf das Spiel“, sagt der gebürtige Hamburger. Im Hinterkopf wird er dabei haben, dass er im ersten Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub einen Treffer erzielen konnte. 

Kann der Ex-HSVer erneut zuschlagen oder bleibt der Ex-Herthaner und heutiger HSV-Rückhalt Jaroslav Drobny Sieger der Ehemaligen? Die 90-minütige Auflösung gibt es Samstag, ab 15.30 Uhr im Berliner Olympiastadion und im Liveticker auf HSV.de.

So könnten sie spielen:

Hertha BSC: Kraft - Lell, Hubnik, Janker, Kobiashvili - Ottl, Niemeyer - Ebert, Torun, Ramos - Lasogga

Weiterhin im Kader: Aerts (Tor), Burchert (Tor), Brooks, Mijatovic, Morales, Neumann, Ben-Hatira, Lustenberger, Perdedaj, Ronny, Rukavytsya, Schulz, Djuricin, Kargbo, Bastians

Nicht dabei: Franz (Kreuzbandriss), Raffael (Rotsperre)

HSV: Drobny - Diekmeier, Bruma, Westermann, Aogo - Rincon, Jarolim - Sala, Jansen - Guerrero, Petric

Weitere Kaderspieler: Mickel, Rajkovic, Mancienne, Tesche, Kacar, Ilicevic, Son, Arslan

Nicht dabei: Castelen (Aufbautraining), Töre (Meniskuseinriss), Behrens (Aufbautraining), Skjelbred (Schienbeinprellung), Bertram, Besic, Ingreso, Nagy, Lam, Sowah, Stepanek, Sternberg, Tavares

Schiedsrichter: Guido Winkmann (Kerken)


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  Bor. Dortmund 22 47: 14 49
2.  M'gladbach 22 36: 13 46
3.  Bayern München 22 49: 14 45
4.  FC Schalke 04 22 50: 28 44
5.  Werder Bremen 22 37: 36 36
6.  Bayer Leverkusen 22 32: 29 34
7.  Hannover 96 22 27: 27 34
8.  VfL Wolfsburg 22 27: 42 27
9.  VfB Stuttgart 22 33: 32 26
10.  1899 Hoffenheim 22 24: 26 26
11.  Hamburger SV 22 27: 37 26
12.  1.FC Nürnberg 22 21: 32 25
13.  1.FSV Mainz 05 22 30: 36 24
14.  1.FC Köln 22 30: 43 24
15.  Hertha BSC 22 25: 37 20
16.  1.FC Klautern 22 16: 28 18
17.  FC Augsburg 22 20: 37 18
18.  SC Freiburg 22 27: 47 18
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