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Olic: "Mein jüngster Sohn ist immer noch HSV-Fan"
HSV.de traf die ehemaligen HSVer Ivica Olic, Jerome Boateng und Hans Jörg Butt zum gemeinsamen Interview in München und sprach mit ihnen über die Zeit in Hamburg und über das Spiel am kommenden Samstag. ![]() Hamburg - Der Nord-Süd-Klassiker wirft seine Schatten voraus. Wenn am Samstagabend (04.02.12) der Hamburger SV und der FC Bayern München in der Imtech Arena aufeinandertreffen, ist es nicht nur die Partie zweier großer Traditionsklubs der Fußball-Bundesliga, sondern für einige Akteure auch eine Reise in die Vergangenheit. Mit Hans Jörg Butt (spielte von 1997 bis 2001 beim HSV), Daniel van Buyten (2004-2006), Jerome Boateng (2007-2010) und Ivica Olic (2007 bis 2009) hat der Rekordmeister vier Akteure im aktuellen Kader, die bereits mit der Raute auf der Brust in der Bundesliga aufgelaufen sind.
Wählten van Buyten (2006) und Olic (2009) den direkten Weg von der Elbe an die Isar, standen bei Torhüter Butt die Stationen Bayer Leverkusen und Benfica Lissabon und bei Boateng der Sprung zu Manchester City auf die Insel dazwischen. Doch alle, und das vereint sie wieder, haben ausschließlich gute Erinnerungen an die Zeit in Hamburg. Welche das sind und was die Spieler vom Duell der beiden Kontrahenten am Samstag erwarten, das wollte HSV.de ganz genau wissen und machte sich auf den Weg in die Bayerische Landeshauptstadt. Dort standen Hans Jörg Butt, Ivica Olic und Jerome Boateng in einem gemeinsamen Gespräch Rede und Antwort. Hallo ihr drei. Ihr könnt euch denken, warum wir hier sind. Am Samstag steht der Nord-Süd-Schlager gegen den HSV an. Für euch auch eine Reise in die Vergangenheit. Ist es für den FC Bayern das 18. Heimspiel, weil ihr euch noch so gut auskennt? Boateng (lacht): Ich denke, wir alle drei hatten eine wundervolle Zeit in Hamburg. Es ist immer schön, dort zu spielen. Der HSV hat ein tolles Stadion und tolle Fans. Wir freuen uns, wieder nach Hamburg zu kommen. Olic: Nicht, dass du auf die falsche Seite gehst. Ist ja dein erstes Spiel für Bayern in Hamburg. Butt: Beim Benifiz-Spiel warst du doch auch in der HSV-Kabine. Olic: Da musste ich ja auch hin. Aber ich sage euch: Auch da war der Empfang unglaublich. Es ist jedes Mal schön, wieder nach Hamburg zu kommen. Mich haben schon viele Freunde angerufen. Zu denen habe ich aber gleich gesagt, es ist nicht so einfach Karten zu besorgen. Deine Söhne waren große HSV-Fans, die im aktuellen Trikot rumliefen. Im Auto musstest du immer „Hamburg meine Perle“ auflegen. Ist daraus schon der „Stern des Südens“ geworden? Boateng: Kommen die am Samstag eigentlich auch? Olic: Nein, und sie sind ein bisschen sauer auf mich, dass sie nicht zum Spiel dürfen. Ist nicht so einfach hin und her zu fliegen, weil sie noch zur Schule gehen. Sie werden zuhause schauen, der eine auf HSV-Seite, der andere auf Bayern-Seite. Zunächst haben wir in Ochsenzoll ein neues Trainingsgelände bekommen, dort wo jetzt der Nachwuchs ist. Dann wurde das Stadion neu gebaut. Das war eine super spannende und interessante Zeit. Als ich 1997 kam, habe ich noch im alten Volksparkstadion gespielt. Tribüne für Tribüne ist dann das neue Stadion entstanden. Es folgte die Qualifikation für die Champions League. Da denke ich natürlich an das legendäre Spiel gegen Juventus Turin, das 4:4. Butt: Ja, ehrlich, es war sportlich eine Riesenzeit. Als Norddeutscher bin ich zudem sowieso mit dem HSV verbunden. Dementsprechend freue ich mich jedes Mal nach Hamburg zu kommen und gegen den HSV zu spielen. Olic: Deswegen bin ich hierher gekommen. Jeder Spieler will etwas erreichen in seiner Karriere. Und bei Bayern zählen nur die Titel. Natürlich ist der Druck sehr groß, aber wir haben eine sehr gute Mannschaft, bei der sich jeder gegenseitig stärkt. Jörg, du bist schon seit 2008 dabei, erlebst diesen Erfolgsdruck schon länger. In diesem Jahr ist eines der großen Ziele des FC Bayern, das Endspiel in der Champions League im eigenen Stadion zu erreichen. Läuft da die Meisterschaft nur als Randprodukt mit? Boateng: In der Bundesliga ist es sehr sehr eng geworden. Da müssen wir sehen, dass wir unseren Vorsprung, der jetzt sehr klein geworden ist, nur noch ein paar Tore beträgt, zu verteidigen. Wir wollen unser Punktepolster ein bisschen ausbauen, dann kommt die Champions League. Butt: Und wenn man in der Bundesliga erfolgreich ist, dann läuft es auch in der Champions League einfacher, deshalb sollten wir nicht den Fehler machen, uns auf einen Wettbewerb zu konzentrieren, sondern hungrig sein, um möglichst alle Titel nach München zu holen. Fortsetzung folgt... Im zweiten Teil des Interviews lesen Sie morgen, was die drei vom Spiel in Hamburg erwarten und wie sie die Entwicklung beim HSV verfolgen und bewerten. |
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