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Saison 11.02.2012
Solbakken: "Beide Teams haben sich stark verbessert"

Der FC Köln durchlebt einen deutlichen Aufschwung und kann selbst den Ausfall ihres Messias, Lukas Podolski, kompensieren. Am Sonntag empfängt der Klub den HSV. Grund genug Trainer Ståle Solbakken vorher einen Besuch abzustatten. Wie der dänische Coach die Entwicklung beider Klubs sieht, lesen Sie im Interview auf HSV.de.

Hamburg - Die Mannschaft hat einige Zeit gebraucht, um das Spielsystem ihres Trainers Ståle Solbakken zu verinnerlichen.  Mittlerweile hat sich der FC Köln im gesicherten Mittelfeld etabliert und kann selbst den Ausfall des FC-Helden, Lukas Podolski, verkraften. Zusammen mit Köln-Trainer Solbakken hat HSV.de die Entwicklung nachgezeichnet und einen Blick auf das kommende Spiel zwischen dem FC Köln und dem HSV geworfen.
 
 
HSV.de: Im vergangenen Jahr galten Sie als Nachfolger von Norwegens Nationaltrainer Egil Olsen, wechselten dann jedoch zum 1. FC Köln. Ist die Bundesliga interessanter als der Posten als Nationalcoach?

Solbakken: „Der Wechsel in die Bundesliga war eine große Chance für mich, die ich ergreifen musste. Ich denke, ein Trainer aus Skandinavien bekommt nicht oft eine solche Gelegenheit.“

Der 1. FC Köln ist durch seine Tradition, den emotionalen Fans und nicht zuletzt aufgrund seiner Medienlandschaft ein heißes Pflaster. Wie bewerten Sie die Arbeit nach sieben Monaten im Vergleich zu Ihrem Engagement beim FC Kopenhagen?

Solbakken: „Die Mentalität ist eine andere. Fußball in Köln bedeutet große Emotion. Auch ist die Bundesliga sehr ausgeglichen. In Dänemark waren wir mit dem FC Kopenhagen meist überlegen und haben jedes Jahr international gespielt. Trotzdem ist das Medieninteresse in Köln größer.“

Und wie beurteilen sie als internationaler Coach die Qualität der Liga?
 
Solbakken: „Die Qualität der Bundesliga ist hoch, dennoch ist die Liga sehr ausgeglichen. Man kann in jedem Spiel Punkte holen, aber muss auch immer hochkonzentriert sein.“

Es wird regelmäßig vom besonderen Spielsystem Stale Solbakkens gesprochen. Im Internet findet sich sogar eine Erklärung dazu. Mit Platz neun hat der FC nun die beste Platzierung seit 2008 in der Bundesliga erreicht. Greifen die taktischen Räder mittlerweile ineinander?

Solbakken: „Es wird besser und besser. Am Anfang war das System für einige Spieler neu, mittlerweile klappt es aber gut. In der Hinrunde hatten wir viele Probleme mit Verletzungen, dadurch konnten wir uns nicht wie gewünscht einspielen.“

Durch die Verletzung Lukas Podolskis müssen Sie mehrere Wochen nicht nur auf den besten Torschützen, sondern auch auf das absolute Aushängeschild des Vereins verzichten. Sie haben gesagt, dass die Mannschaft jetzt beweisen kann, dass sie auch ohne Lukas Chancen kreieren und Tore schießen kann. Wie beurteilen Sie die Chance, sich in dieser Phase als Mannschaft weiterzuentwickeln? 


Solbakken:  „Es ist immer ein großer Verlust, wenn der beste Spieler ausfällt. Wir müssen den Ausfall von Lukas als Mannschaft auffangen. Jeder Spieler ist jetzt gefragt, vielleicht 1-3 Prozent mehr zu geben. Wir haben in Kaiserslautern gezeigt, dass wir auch ohne Lukas gewinnen können, aber natürlich hoffen wir, dass er schnell zurückkehrt.“
 
Nach dem Erfolg beim 1. FC Kaiserslautern – der erste seit 23 Jahren, haben Sie gesagt: „Der Sieg war wichtig für die Fans und den Klub – nicht für mich.“. Was meinten Sie damit?


Solbakken:  „Ich meinte damit, dass ich nicht im Mittelpunkt stehe. Wichtig ist der Verein und die Fans. Ich gebe jeden Tag mein Bestes und arbeite hart, damit wir unsere Ziele erreichen.“
 
Kommen wir zum Gegner am kommenden Wochenende. Im November letzten Jahres wurden Sie zum zweiten Mal nach 2007 zu Dänemarks Trainer des Jahres ausgezeichnet. Laudator war Frank Arnesen. Wie ist Ihr Verhältnis zum HSV-Sportchef?


Solbakken:  „Ich kenne Frank Arnesen gut. Wir haben ein gutes Verhältnis und ich schätze ihn sehr. Er hat bei allen Vereinen hervorragende Arbeit geleistet und tut dem HSV gut. Für den dänischen Fußball ist er ein Held.“

Im Hinspiel gab es in Hamburg ein verrücktes Spiel, das nach zweimaliger Wendung am Ende der FC mit 4:3 für sich entscheiden konnte. Nun reist der HSV durch das 1:1 gegen Bayern München ebenfalls mit viel Selbstvertrauen nach Köln. Erwarten Sie ein ähnlich heißes Duell wie in der Hinrunde?


Solbakken:  „Ich rechne mit einem engen Spiel. Beide Mannschaften sind jetzt besser, als zu Beginn der Saison. Vielleicht werden nicht wieder sieben Tore fallen, ein spannendes Spiel erwarte ich trotzdem.“
 
Die TSG Hoffenheim auf Platz acht und den Tabellenletzten SC Freiburg trennen nur sieben Punkte. Erwarten Sie bis zum Saisonende einen packenden Abstiegskampf und wo werden sich der 1. FC Köln und der HSV Ihrer Meinung nach einfinden?


Solbakken: „Ich denke, man sollte noch drei bis vier Spieltage abwarten, dann werden Tendenzen absehbar sein. Generell glaube ich aber, dass die Liga in allen Bereichen spannend bleibt. 

FC Augsburg
-:-
32. Spieltag
27.04.2014
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 31 84: 20 81
2.  Borussia Dortmund 31 71: 34 64
3.  FC Schalke 04 31 57: 41 58
4.  Bayer 04 Leverkusen 31 54: 38 54
5.  VfL Wolfsburg 31 56: 46 53
6.  Borussia M'gladbach 31 54: 39 49
7.  1.FSV Mainz 05 31 46: 49 47
8.  FC Augsburg 31 41: 45 43
9.  1899 Hoffenheim 31 67: 66 40
10.  Hertha BSC 31 38: 42 38
11.  SV Werder Bremen 31 37: 59 36
12.  Eintracht Frankfurt 31 39: 53 35
13.  SC Freiburg 31 39: 54 35
14.  Hannover 96 31 41: 57 35
15.  VfB Stuttgart 31 48: 59 31
16.  Hamburger SV 31 47: 65 27
17.  1.FC Nürnberg 31 36: 62 26
18.  Eintracht Braunschweig 31 28: 54 25
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