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Nordderby - Höhepunkt einer turbulenten Woche
Gleich am zweiten Spieltag heißt es: Derbytime. Wolfsburg gegen Hannover, Düsseldorf gegen Leverkusen, Bayern gegen Stuttgart – und Werder gegen den HSV. Die Rothosen hoffen genau wie Werder auf die ersten Punkte der neuen Saison. Und haben dafür gleich zwei Neue am Start. ![]() Hamburg – Nach all dem Trubel um Rafael van der Vaart hatte man es fast vergessen: Am Samstag (01.09.12, ab 15.15 Uhr live im HSV-Ticker) ist ja Nordderby. Es war eine spannende Woche. Die Tage nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Nürnberg nutzen die Verantwortlichen des HSV, um den Kader noch einmal gezielt zu verstärken und das Team für die Bundesliga-Saison auszurichten. Nur einer ließ sich von all dem bunten Treiben so gar nicht aus der Ruhe bringen: Thorsten Fink. Der Coach hielt sich bei den vielen Spekulationen und Wasserstandsmeldungen extrem zurück. Aus gutem Grund: „Meine Aufgabe ist es, die Mannschaft optimal auf das kommende Spiel vorzubereiten. Ich beschäftige mich nur mit den Spielern, die schon beim HSV sind.“
Und da kamen im Laufe der Woche zwei hinzu, die denn auch gleich gehörig beim Übungsprogramm mitmischten. Milan Badelj und Petr Jiracek stießen endgültig zum Team und nahmen Mitte der Woche das Training auf. „Beide machen einen ganz hervorragenden Eindruck“, lobte Fink, „sie werden gegen Werder dabei sein.“ Beide sollen im defensiven zentralen Mittelfeld spielen und sich den Part „spielstarker Abräumer“ teilen. „Beide haben absolut die Fähigkeit dazu, sie sind gut am Ball, taktisch klug und gleichzeitig kampfstark“, so Fink. Letzteres gilt allen voran für Jiracek, den Fink als „Maschine“ bezeichnet. Und der langte im Training dann auch gleich mal ordentlich hin, zum 4:1-Trainingsspiel-Erfolg A gegen B trug der Tscheche drei Treffer bei. Oha! Und Badelj? Der zeichnet sich bereits nach so kurzer Zeit durch kluges Zusammenspiel mit den neuen Kollegen aus, die er immer wieder geschickt in Szene setze. Und durch sein Vorwissen: „Ich weiß, was das Spiel gegen Werder Bremen für alle HSVer bedeutet, ich kenne die Bundesliga und weiß um dieses ganz besondere Derby. Und ich bin bereit dafür!“ Das klingt vielversprechend, nun sollen Taten folgen. Fink traut es den beiden Neuen zu, da sie „in der Lage sind, sich direkt positiv einzubringen.“ Zudem seien beide von dem missglückten Saisonstart völlig unbelastet und würden so viel frischen Wind ins Team bringen. Fünf Neue = Sieben Umstellungen Dieser frische Wind sorgt auch dafür, dass die Mannschaft gegenüber dem Nürnberg-Spiel stark durcheinander gepustet wird. Fink kündigte an, gleich auf sieben Positionen zu wechseln. Badelj und Jiracek rein, dafür Skjelbred raus und Westermann in die Innenverteidigung. Dort weicht Bruma nach rechts aus und ersetzt Diekmeier, vor dem wiederum Son den zuletzt aufgebotenen Sala ersetzt. Und ganz vorn soll es Rudnevs richten, der für Berg stürmt. Das sind die ersten sechs Änderungen. Bleibt noch die siebte: das zentrale offensive Mittelfeld. Dort sollte Ilicevic für den nach rechts ausweichenden Son wirbeln, doch dann tat sich plötzlich eine neue Option auf: Rafael van der Vaart schwebte Freitagmittag in Hamburg ein. Leider kann Throsten Fink ihn in Bremen noch nicht einsetzen. Die Kürze der Zeit und die Länge des Medizinchecks machten es nicht möglich, alle Unterlagen rechtzeitig bei der DFL einzureichen. Doch egal wie, der HSV wird in Bremen ein neues Gesicht zeigen. Das wird auch nötig sein, denn die Bremer konnten zuletzt beim Saisonstart in Dortmund überzeugen, auch wenn es keine Punkte zu holen gab. „Sie haben sicher ein gutes Spiel gemacht, starten aber genau wie wir mit der Hypothek des verlorenen Auftaktes in dieses Spiel“, sagt HSV-Keeper Rene Adler zum kommenden Gegner, den auch Thorsten Fink genau unter die Lupe nahm und studierte. Sein Fazit: „Natürlich hat Werder eine gute Mannschaft, doch sie gehen von einer ähnlichen Position wie wir ins Rennen. Raus im Pokal, erstes Bundesliga-Spiel verloren – ich erwarte ein spannendes und umkämpftes Spiel.“ Das sieht auch Werders Klaus Allofs so, allein schon aus historischen Gründen: „Werder gegen HSV, das waren eigentlich immer besondere Spiele. Und genau das erwarte ich auch für den Samstag, denn der HSV ist keineswegs so schlecht wie er momentan oft dargestellt wird.“ Nordderby, die 99ste – es ist angerichtet. So könnten sie spielen: HSV: Adler - Bruma, Westermann, Mancienne, Aogo - Jiracek, Badelj - Son, Ilicevic, Jansen - Rudnevs |
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