![]()
2:3 mit 10 Mann - HSV unterliegt in Frankfurt
Der Hamburger SV hat am Sonntag (16.09.12) das Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt mit 2:3 (1:2) verloren. Die Rothosen mussten hierbei die gesamte zweite Halbzeit mit einem Mann weniger agieren, da kurz vor der Pause ein diskutabler Platzverweis gegen Petr Jiracek verhängt wurde. So reichte es trotz großer Moral, bester Torchancen und den beiden Treffern von Heiko Westermann und Heung Min Son am Ende nicht zu einem Punktgewinn. Frankfurt - Der HSV kann auch im 3. Saisonspiel keinen Punktgewinn erzielen. Gegen Aufsteiger Eintracht Frankfurt kassierten die Elbstädter die dritte Niederlage und stehen nun auf dem 17. Tabellenplatz. Nach zwei frühen Gegentoren konnte Kapitän Westermann kurz vor der Pause verkürzen. Eine rote Karte gegen Rothosen-Spieler Petr Jiracek (45.+2) schwächte die Gäste dann aber bei deren Aufholjagd. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Aigner für die Hessen, bevor Son mit seinem Tor zum 3:2-Anschluss neue Hoffnung auf einen Punktgewinn entfachte. Doch durch das Auslassen großer Chancen blieb den Norddeutschen ein Punktgewinn in der Mainmetropole verwehrt.
Gegentreffer bringen HSV früh in Bredouille Zwei Minuten und 27 Sekunden dauerte es, bis Rafael van der Vaart seinen ersten Torschuss abgab. Der landete zwar in den Armen von Eintracht-Keeper Trapp, diente aber dennoch als Beleg dafür, dass Hamburgs Rückkehrer gewillt war, in seinem ersten Pflichtspiel beim mit zwei Siegen gestarteten Aufsteiger aus Frankfurt gleich Verantwortung zu übernehmen. Neben van der Vaart standen auch Badelj und Jiracek, die anderen beiden Neuen im Mittelfeld, in der Startelf. Und sie hatten gut zu tun, denn die Eintracht begann sehr druckvoll und gewillt, über die Außenbahnen schnelle Angriffe vorzutragen. Und einer dieser fixen Vorstöße sorgte bereits nach einer knappen Viertelstunde für die Führung der Hessen, die Inui nach sehenswertem Solo durch die Hamburger Defensive erzielte. Adler war gegen seinen Schlenzer aus 15 Metern machtlos. Genau wie kurz darauf in der 18. Minute, als Occean nach einem Eckball mit anschließender Flipper-Einlage im Hamburger Sechzehner goldrichtig stand und aus kurzer Distanz zum 2:0 einschieben konnte. Westermann erzielt kurz vor der Pause 2:1-Anschlusstreffer Dass van der Vaart zwischen den beiden Treffern um ein Haar per Freistoß den Ausgleich erzielte - Trapp fischte seinen Schuss aus dem Winkel (15.) - , geriet so zur Randnotiz. Und Trapp blieb der Hamburger Spielverderber, denn er rettete kurz darauf gleich zweimal überragend gegen Son und Rudnevs, die nach schönen Angriffen jeweils frei vor ihm auftauchten, aber beide Male an Trapps Fußabwehr scheiterten. Zwei Chancen dieser Güteklasse - mehr geht eigentlich nicht, doch es blieb beim 0:2 aus Sicht der Hamburger, die nun aber wenigstens im Spiel waren, wie die zwei weiteren Chancen durch Jiracek unterstrichen. Und so war der Anschlusstreffer kurz vor dem Pausenpfiff der verdiente Lohn: van der Vaart hatte einen Eckball gefährlich in die Mitte gebracht, wo Westermann lauerte und nach Rudnevs Kopfballablage nur noch einzuschieben brauchte. Ein Treffer zum perfekten Zeitpunkt, dachten alle HSVer, jetzt geht es mit einem Positiverlebnis in die Halbzeitpause. Doch weit gefehlt, denn in den letzten Sekunden der ersten Hälfte ahndete Schiedsrichter Stark plötzlich ein Foulspiel Jiraceks mit der roten Karte. Eine sehr diskussionswürdige Entscheidung, die die Rothosen mit einem Negativ- statt einem Positiverlebniss in die Pause gehen ließ. Fink muss auf die Tribüne Und mit dem Wiederanpfiff gab es noch die nächste bittere Pille zu verdauen: Thorsten Fink wurde nachträglich für den Disput rund um die rote Karte auf die Tribüne geschickt. Der HSV also in Unterzahl, ohne Trainer, und kurz nach Wiederbeginn auch mit höherem Rückstand. Denn Frankfurt begann wie schon in Hälfte eins wie die Feuerwehr. Mit Erfolg: Meier lupfte in den Lauf von Aigner und der über Adler - 3:1 in der 52. Minute. Die Tendenz schien nun klar, doch der HSV wehrte sich vehement dagegen, kämpfte sich zurück ins Spiel und belohnte sich für seinen Willen. Immer weiter nach vorn, lautete die Devise, und die sorgte nach einer guten Stunde für den erneuten Anschlusstreffer. Van der Vaart hatte in den Lauf von Son gepasst, der Trapp aussteigen ließ und zum 2:3 einschob. Damit war die Schlussoffensive eingeleitet, in der der HSV trotz eines Mannes weniger das Spiel bestimmte und durch Diekmeier den Ausgleich hätte erzielen müssen. Eine Viertelstunde vor dem Ende rannte der Rechtsverteidiger allein auf Trapp zu, doch zum dritten Mal in dieser Partie entscheid der eine Eins-gegen-eins-Situation zu seinen Gunsten. Nichts war es mit dem Ausgleich, trotz mehrerer bester Gelegenheiten, und der fiel auch nicht mehr. Denn so sehr sich die Rothosen auch mühten, gegen sicher stehende und immerzu gefährlich konternde Hessen gelang nicht mehr der Lucky Punch, so dass der HSV nach unnötigen Gegentoren, vielen verpassten Großchancen und einem fragwürdigen Platzverweis am Ende ohne Punkte die Heimreise antreten musste.
Das Spiel im Stenogramm:
Gelb-Rote Karten: - / - Rote Karten: - / Jiracek (45.) |
| ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||







































