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Fink: "Wir haben nichts zu verlieren"
Thorsten Fink wird seine Mannschaft gegen Dortmund auf mehreren Positionen im Vergleich zum Spiel gegen Frankfurt ändern. Die Ausgangslage als krasser Außenseiter sieht er derweil als Vorteil. ![]() Hamburg – Die Ausgangslage ist eindeutig. Im Heimspiel gegen Borussia Dortmund am Samstag (22.09.12, ab 15.15 Uhr live im HSV-Ticker) wird dem HSV trotz des Auftritts vor heimische Kulisse nur eine Außenseiterrolle zugetraut. Zu unterschiedlich präsentierte sich die bisherige Formkurve beider Teams. Den Rothosen ist es in dieser Saison bislang noch nicht gelungen, einen Punkt auf dem Konto einzufahren. Alle drei Bundesligaspiele gingen verloren. Auf der anderen Seite kommt der Deutsche Meister und Pokalsieger Borussia Dortmund mit der imponierenden Bilanz von 31 ungeschlagenen Bundesligapartien in Folge in die Imtech Arena. Zudem sammelte die Klopp-Elf unter der Woche beim 1:0-Erfolg gegen Ajax Amsterdam in der Champions League zusätzliches Selbstvertrauen.
Auch Thorsten Fink ist sich dieser Ausgangslage bewusst, sieht sie allerdings auch als Chance, unbeschwert in die Begegnung zu gehen und nicht zu verkrampfen. „Ich sage immer: Es ist doch etwas Tolles, wenn der Deutsche Meister zu einem kommt. Wir wollen unsere Fans mitnehmen und Spaß haben. Wir haben nichts zu verlieren“, sagte der Coach auf der Pressekonferenz am Donnerstag (20.09.12). Heiko Westermann pflichtete ihm bei: „Wir sind klarer Außenseiter. Trotzdem wollen wir das Spiel annehmen und unser bestes geben.“ Dabei gelte es vor allem, sich gegen das laufintensive Spiel der Schwarz-Gelben zu wehren und mit voller Leidenschaft von Anfang an dagegen zu halten, so der Kapitän weiter. So wie in der zweiten Halbzeit in Frankfurt. „Da haben wir bewiesen, dass wir gut nach vorne spielen können. So viele hochkarätige Chancen hatten wir in den Spielen zuvor nicht.“ Dieser positive Trend soll gegen Dortmund fortgesetzt werden. Dabei muss Fink allerdings auf Petr Jiracek verzichten, der nach seiner Roten Karte aus dem Frankfurt-Spiel für zwei Partien gesperrt wurde. „Wir werden sehen, wer zu van der Vaart passt, und zu Milan und zu Dortmund“, möchte der Trainer nicht zu viel von seinen Aufstellungsgedanken verraten. Als erste Alternative dürfte sich derzeit Tolgay Arslan fühlen, dem der Trainer am Anfang der Woche ein gutes Zusammenspiel mit Rafael van der Vaart attestierte. Die Suche nach dem Partner von Milan Badelj auf der Sechserposition wird voraussichtlich aber nicht die einzige Umstellung bleiben. Denn auch auf der linken Abwehrseite kündigt sich ein Wechsel an. Für Zhi Gin Lam soll Marcell Jansen nach hinten rücken. Dafür könnte vor ihm Ivo Ilicevic eine erneute Chance bekommen. Auch in der Innenverteidigung ist der Einsatz von Jeffrey Bruma noch ungewiss. Der Niederländer setzte auch am Donnerstag aufgrund einer Reizung im Knie mit dem Training aus. Ob es für einen Einsatz am Samstag reicht, wird sich erst am Freitag entscheiden. Ansonsten hält sich Fink bedeckt. „Ich werde nicht alles verraten. Vielleicht können wir ja für eine Überraschung sorgen“, schmunzelte der Übungsleiter, der weiter mit Hochdruck daran arbeitet, die bisherige Ausgangslage zu ändern. |
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