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Saison 22.09.2012
3:2! Der HSV ringt den BVB nieder

Heung Min Son mit einem Doppelpack und Ivo Ilicevic sichern den Sieg gegen den deutschen Meister. 

Hamburg - Dem HSV ist am vierten Spieltag der erhoffte Befreiungsschlag gelungen. Die Rothosen gewannen am Samstag (22.09.12) gegen den deutschen Meister Dortmund mit 3:2 (1:0). Gefeierter Held in der mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Imtech Arena war Heung Min Son, der doppelt traf (2./59.). Den dritten Treffer erzielte Ivo Ilicevic zum zwischenzeitlichen 2:1 (55.). Für Dortmund traf Ivan Perisic (46./60.). Damit konnte der HSV die BVB-Serie von 31 ungeschlagen Spielen in Folge stoppen und sich selber dank einer kämpferischen und vor allem spielerischen Leistung belohnen.
 
Die Ausgangslage war klar: Der BVB, amtierender deutscher Meister und Pokalsieger, reiste mit einem gelungenen Saisonstart im Gepäck zum HSV, der in den ersten drei Partien keinen Punkt ergattern konnte. Und die Borussen reisten auch an, um ihre Erfolgsbilanz von 31 niederlagenfreien Spielen in Folge auszubauen. Dies wollten die Rothosen natürlich verhindern, schließlich gehört der aktuelle Rekord dem HSV - 36 Partien blieb man von Januar 1982 bis Januar 1983 ohne Niederlage. 
Alles zum Spiel im HSV-TV
VIDEO 22.09.2012
Im HSV-TV könnt ihr euch noch einmal die 90 Minuten des Heimspiels anschauen. Dazu gibt es wie immer die Stimmen zum Spiel und die Pressekonferenz mit beiden Trainern. Alles zum Spiel im HSV-TV
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Son trifft nach zwei Minuten

Und es begann überaus vielversprechend, denn gleich der erste Angriff der Hamburger führte zum Erfolg: van der Vaart setzte sich bei seinem Heimdebüt auf dem linken Flügel durch und flankte in die Mitte, wo Son lauerte und per Kopf das frühe 1:0 erzielte (2.). Ein Auftakt nach Maß also für den HSV, der in der Folge leidenschaftlich kämpfte und auch immer wieder den Vorwärtsgang einlegte, sich aber mehr und mehr den wütenden Dortmunder Angriffen ausgesetzt sah. Doch die ganz großen Möglichkeiten des deutschen Meisters konnte die HSV-Hintermannschaft durch beherztes Verteidigen verhindern, einzig eine missglückte Kopfballabwehr von Mancienne zwang Keeper Adler zu einer Glanztat. Dazu noch ein paar runtergepflückte Flanken und zwei entschärfte Distanzschüsse von Lewandowski - viel mehr gab es in der ersten Hälfte nicht zu überstehen, da die Mannschaft von Trainer Fink defensiv sehr kompakt und sicher agierte. Und auch offensiv immer wieder gezielt und gekonnt Nadelstiche setzte. Ein Kopfball von Ilicevic, ein artistischer Seitfallzieher von Rudnevs sowie einige schnell vorgetragene Konter - der HSV kämpfte und spielte famos gegen den Favoriten und wurde von den 57.000 Zuschauern in der ausverkauften Imtech Arena mit großem Applaus in die Halbzeitpause verabschiedet.

Adler rettet mit Riesen-Paraden den Sieg

Doch nach dem Seitenwechsel dauerte es gerade mal 30 Sekunden, bis die Hamburger Halbzeitführung passé war. Perisic kam am linken Flügel an den Ball und wollte ihn in die Mitte bringen, doch der Ball rutschte ihm über den Spann - und seine missglückte Flanke wurde länger und länger und senkte sich über Adler hinweg ins lange Eck. Doch die Rothosen zeigten sich von diesem unglücklichen Ausgleich wenig beeindruckt. Ganz im Gegenteil, es ging weiter nach vorn, die Gier auf das 2:1 war förmlich geifbar. Und sie wurde belohnt, als van der Vaart den Ball in der 55. Minute genau in den Lauf von Ilicevic passte, der auf der linken Seite auf und davon ging, trocken ins kurze Eck abzog und Weidenfeller im Tor des BVB keine Chance ließ. 2:1 - und die Show ging weiter. Denn nur vier Minuten später ging auf der anderen, also der rechten Seite plötzlich Son ab, umkurvte die Dortmunder Defenisve und traf traumhaft ins lange Eck zur 3:1-Führung. Doch an diesem Tag wurde es einfach nicht langweilig, denn wer den BVB nun am Boden wähnte, der sah sich getäuscht. Keine 60 Sekunden nach dem dritten Hamburger Treffer nuzte erneut Perisic nach einer gespielten Stunde eine kurze Unachtsamkeit zum 2:3-Anschlusstreffer. 

Spätestens jetzt war es ein unfassbar verrücktes Spiel, in dem Adler in der 65. Minute Blasczykowski allein auf sich zurennen sah, das Duell Mann gegen Mann aber mit einem starken Reflex für sich entscheiden konnte. Und als Beister in der 70. Minute auch noch einen Hummels-Kopfball auf der Linie klärte, da war die Dortmunder Schlussoffensive endgültig eingeleitet. Doch der HSV wehrte sich mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln, unfassbar lautstark unterstützt von den eigenen Anhängern, und mit einem unbändigen Willen ausgestattet. Und so überstanden Kapitän Westermann & Co. in leidenschaftlichem Teamwork auch die Chancen von Schieber, Lewandowski und Hummels. So stand am Ende nach 93 nervenzerfetzenden Minuten ein knapper aber keinesfalls unverdienter und leidenschaftlich erkämpfter Sieg über den deutschen Meister. Und der Rekord, der bleibt auch beim HSV!

Das Spiel im Stenogramm:   

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Mancienne, Westermann, Jansen - Badelj, Arslan - Son, van der Vaart (87. Sala), Ilicevic (70.Beister) - Rudnevs (76.Berg)

Borussia Dortmund: Weidenfeller - Piszczek, Subotic, Hummels, Schmelzer - Leitner, Kehl (63.Schieber) -  Perisic, M. Götze, Reus (63.Kuba) - Lewandowski

Tore: 1:0 Son (2.), 1:1 Perisic (46.), 2:1 Ilicveic (55.), 3:1 Son (59.), 3:2 Perisic (60.)

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

Zuschauer: 57.000 (ausverkauft)

Gelbe Karten: van der Vaart, Badelj, Adler / Schmelzer

Gelb-Rote Karten: - / - 

Rote Karten: - / -

 

1/21


tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 98: 18 91
2.  Borussia Dortmund 34 81: 42 66
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 65: 39 65
4.  FC Schalke 04 34 58: 50 55
5.  SC Freiburg 34 45: 40 51
6.  Eintracht Frankfurt 34 49: 46 51
7.  Hamburger SV 34 42: 53 48
8.  Borussia M'gladbach 34 45: 49 47
9.  Hannover 96 34 60: 62 45
10.  1.FC Nürnberg 34 39: 47 44
11.  VfL Wolfsburg 34 47: 52 43
12.  VfB Stuttgart 34 37: 55 43
13.  1.FSV Mainz 05 34 42: 44 42
14.  SV Werder Bremen 34 50: 66 34
15.  FC Augsburg 34 33: 51 33
16.  1899 Hoffenheim 34 42: 67 31
17.  Fortuna Düsseldorf 34 39: 57 30
18.  SpVgg Greuther Fürth 34 26: 60 21
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