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Son: "Vielleicht bin ich Holländer"
Gegen den Deutschen Meister schoss Heung Min Son den HSV mit zwei Treffern zum Sieg. Im Mittwoch-Spiel gegen den Vorjahres-Vierten Borussia Mönchengladbach will der 20-jährige Südkoreaner ein Ritual anwenden, um ähnlich erfolgreich zu sein. Hamburg - Er ist der Strahlemann beim HSV: "Sonny", wie der südkoreanische Stürmer Heung Min Son liebevoll gerufen wird, hat nach dem vergangenen Wochenende auch allen Grund dazu. Mit zwei Treffern war er maßgeblich am ersten Saisonerfolg der Rothosen, dem 3:2 gegen Borussia Dortmund, beteiligt. So ist sein Tor aus knapp 20 Metern mit dem schwächeren linken Fuß zum zwischenzeitlichen 3:1 zudem durchaus ein Kandidat für das "Tor der Woche." Auch privat geht es für den sympathischen Asiaten nach oben - und zwar frisurentechnisch. Bei der Presserunde in der BoConcept-Lounge spielte er fast durchgehend in seinen dunkelrot gefärbten, hoch gegelten Haaren.
Bereits vor dem Dortmund-Match veränderte der Youngster seine Haarpracht. Mit Erfolg, denn gegen den schwarz-gelben Double-Sieger gelang das erste Tor mit dem Kopf. Als"Undercut" wird seine neue Frisur im Fachjargon bezeichnet. Aktuell ein absoluter Trend - genauso wie Asiaten in der Bundesliga. Neben dem bislang erfolgreichsten HSV-Torschützen Sonny, sorgen die Fernost-Importe Takashi Inui (Eintracht Frankfurt) und Hiroshi Kiyotake (1. FC Nürnberg) für Furore. Der Rothosen-Stürmer ist mit drei Treffern dabei bislang bester Torschütze unter den asiatischen Kickern und liegt knapp hinter dem Treffsichersten der Liga, Bayerns Thomas Müller (4). Doch trotzdem bleibt der Hamburger Publikumsliebling bodenständig. HSV.de traf "Sonny" vor der Partie gegen die Gladbacher zum kurzen Interview: Wie fühlst du dich nach deinen beiden Toren am Wochenende? Son: Anfang der Saison habe ich mich nicht so gut gefühlt. Ich war schlapp. Aber jetzt fühle ich mich richtig gut und bin topfit. Die Tore gegen Dortmund habe ich mir im Fernsehen noch das ein oder andere Mal angeschaut. Aber der Trainer hat gesagt, dass ich, wenn ich öfter den Abschluss gesucht hätte, noch zwei Tore mehr hätte erzielen können. Ich will jetzt weiter solche Leistungen zeigen wie zuletzt. Wenn ich Chancen habe, dann will ich sie nutzen. Hast du ein bestimmtes Ritual, das du nach erfolgreichen Spielen oder erzielten Toren anwendest? Son: Ja, ich ziehe die gleichen Schuhe an. Immer wenn ich ein Tor mache, dann ziehe ich danach wieder die gleichen Schuhe an. Die Schuhe (Ein silber-orangenes Adidas-Paar/Anm. d. Red.) haben mir gegen Frankfurt und Dortmund Glück gebracht. Vielleicht bringen sie mir auch gegen Gladbach Glück. Wenn ich dann zwei, drei Spiele verliere, dann tausche ich sie aus und ziehe sie zu einem späteren Zeitpunkt erst wieder an. Was zeichnet die derzeit so erfolgreichen Asiaten in der Bundesliga aus? Son: Ich glaube die Mentalität, sie sind fleißig. Auf mich übertragen, kann ich nur sagen, dass ich immer Lust habe Fußball zu spielen. Ich versuche nach dem Training auch selbst was mit dem Ball zu machen, wenn ich nicht bei der Mannschaft bin. Wie schätzt du den nächsten Gegner Gladbach ein? Son: Das ist eine gute Mannschaft, die spielen in der Europa League. Aber wir haben gegen Dortmund gut gekämpft. Wenn wir jetzt so weiter spielen, dann schaffen wir es, in Gladbach zu bestehen. Wie denkst du über van der Vaart? Zuletzt habt ihr gut zusammen agiert. Son: Rafael und ich verstehen uns im Spiel gut. Er will den jungen Spieler wie mir helfen. Ich habe großen Respekt vor ihm. Auf dem Platz spielt er richtig gute Bälle. Nach dem BVB-Spiel hat er gesagt, dass ich Linksfuß bin und es einfach nur noch nicht weiß. Ich verstehe mich aber anscheinend ganz gut mit Niederländern. Erst Ruud van Nisterlrooy, jetzt Rafael. Vielleicht bin ich ja insgeheim ein Holländer... (lacht) |
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