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Saison 23.01.2016
„So leicht geben wir uns nicht zufrieden“

Bruno Labbadia lobte am Tag nach dem 1:2 gegen den FCB die Leistung seiner Mannschaft, zeigte sich aber mit dem Ergebnis unzufrieden. „Wir haben uns nicht belohnt“, sagte der Trainer, der bei seinen Spielern auch nach dem Spiel einen großen Willen feststellte.

Unmittelbar nach dem Abpfiff des Rückrundenstarts gegen den FC Bayern hatte Bruno Labbadia noch sehr emotional reagiert. Am nächsten Tag aber zeigte sich der Trainer des Hamburger SV schon wieder sehr aufgeräumt - aber nicht minder ehrgeizig. Samstagmorgen war Labbadia mit der ersten Elf, die am Abend zuvor beim Rückrunden-Auftakt der Bundesliga knapp und etwas unglücklich mit 1:2 gegen den Rekordmeister verloren hatte, am Volkparkstadion ausgelaufen, anschließend absolvierte der restliche Kader – unter den Augen des Chef-Trainers – ein internes Testspiel über zwei Mal 35 Minuten gegen die eigene U23. Abschließend stand Labbadia den Journalisten Rede und Antwort und sprach über…
 
… die 1:2-Niederlage gegen den FCB: Wir können vieles mitnehmen aus diesem Spiel. Zum Beispiel das Wissen, dass unsere Mannschaft den klaren Plan, den wir ihr mit auf den Weg gegeben haben, gut umgesetzt hat. Wir wollten früh attackieren und so Bayerns größte Stärke, nämlich den Spielaufbau, schon im Ansatz unterbinden. Das ist gelungen, wir waren klug, kompakt, diszipliniert und haben bei unseren Kontern gut umgeschaltet. Das alles ist positiv, wir haben vieles richtig gemacht. Aber ich wehre mich dagegen, zufrieden zu sein, weil wir „nur“ mit 1:2 verloren haben. Das bin nicht ich. Und so war auch der Tenor der Mannschaft. Denn so leicht geben wir uns nicht zufrieden. Wir alle sind trotz unserer Leistung unglücklich mit dem Ergebnis, weil mehr für uns drin war. Wir wollen mehr, das gilt für mich genauso wie für die Mannschaft.
Bruno Labbadia stand nach dem Samstag-Training den Journalisten Rede und Antwort.

… seine Emotionen nach dem Spiel: Ich war aufgrund des Ergebnisses wütend, nicht auf meine Mannschaft. Ganz im Gegenteil. Sie hat es wirklich gut gemacht und den Plan sehr ordentlich umgesetzt. Doch wie die Gegentore, die schlussendlich zu dieser Niederlage geführt haben, zustande gekommen sind, hat mich geärgert. Beim 0:1 haben alle mit einem Freistoß-Pfiff gerechnet, der aber ausblieb, wodurch wir kurzzeitig irritiert und nicht mehr in unserer Ordnung waren. Und beim zweiten Gegentreffer waren wir ein einziges Mal nicht gut positioniert und haben dann auch noch Pech, dass Lewandowski mehr oder weniger angeschossen wird. Das hat mich verärgert, da die Mannschaft es verdient gehabt hätte, belohnt zu werden.

… die kommende Aufgabe gegen den VfB Stuttgart: Das Bayern-Spiel wird noch einmal akribisch analysiert, wir ziehen unsere Lehren daraus. Eine davon ist, dass die Mannschaft es sehr gut verstanden hat, einen klaren vorgegebenen Plan in die Tat umzusetzen. Einen solchen Plan werden wir auch für die Partie in Stuttgart haben und die gesamte Woche wieder akribisch darauf hin arbeiten. Ich habe den Spielern gesagt, dass sie den freien Sonntag genießen sollen, damit wir ab Montag alle gemeinsam wieder positiv sind und fokussiert und konzentriert die nächste Aufgabe angehen und uns darauf vorbereiten. Natürlich wird es ein schwieriges Spiel beim VfB, aber das wird jedes einzelne Spiel in der Bundesliga sein. Wenn wir uns aber optimal vorbereiten, die gegebenen Vorgaben umsetzen und mit einer solchen Bereitschaft und Lust wie am Freitag in die 90 Minuten gehen, dann haben wir in jedem Spiel und gegen jeden Gegner gute Chancen.

… die Personalsituation: Ach ja, das alte Thema, zu dem ich mich aber gar nicht weiter äußern möchte. Denn das Allerletzte, was wir machen werden, ist zu jammern. Das wird man von uns nicht hören. Wir nehmen die Situation einfach an und arbeiten damit. Die Aufgabe, die wir uns selbst stellen, lautet jetzt, alle Spieler an ihre 100 Prozent heranzubringen und als Team – unabhängig von einzelnen Personalien – zu funktionieren. Wir packen gemeinsam an und gleichen die personellen Probleme durch unsere Geschlossenheit aus. Dass wir das können, haben wir in der Hinrunde hinlänglich bewiesen und das schaffen wir erneut als Team.

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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