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Saison 22.01.2016
Große Herausforderung zum Rückrundenstart

Der HSV empfängt zum Bundesliga-Rückrundenaufakt den FC Bayern München. Die Favoritenrolle liegt dabei klar beim souveränen Tabellenführer, doch die Rothosen wollen mit den Tugenden aus der Hinrunde und den Fans im Rücken kämpferisch dagegen halten. 

Das Warten hat ein Ende, die Winterpause ist vorbei - heute Abend (ab 20:15 Uhr live im HSVnetradio) rollt in der Fußball-Bundesliga endlich wieder der Ball! Zum vierten Mal in der Ligageschichte gibt es zum Rückrundenauftakt den Nord-Süd-Klassiker zwischen dem Hamburger SV und dem FC Bayern München. Im mit 57.000 Zuschauern ausverkauften Volksparkstadion nehmen die Rothosen als Tabellenzehnter gegen den souveränen Tabellenführer der Bundesliga dabei eine klare Außenseiterrolle ein. „Wir müssen einen Sahnetag erwischen, um gegen die Bayern für eine Überraschung sorgen zu können“, erklärte HSV-Cheftrainer Bruno Labbadia dementsprechend im Vorfeld der Partie.   
Der Vorbericht zum Duell gegen Bayern jetzt auf HSV total!
VIDEO 22.01.2016
Die Rothosen empfangen zum Rückrundenstart den FC Bayern München im Volksparkstadion. Den Vorbericht zum Spiel seht ihr auf HSV total!. Der Vorbericht zum Duell gegen Bayern jetzt auf HSV total!
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Brandgefährlich: Robert Lewandwoski liegt mit 15 Treffen hinter Dortmunds Aubameyang (18) auf Rang zwei der Bundesliga-Torjägerliste.

Bayern das Maß aller Dinge

Denn die Bayern - das haben die ersten 17 Spieltage dieser Saison gezeigt - sind einmal mehr das Nonplusultra im deutschen Profifußball. Mit 46 Punkten bei einem Torverhältnis von 46:8 spielten sie die zweitbeste Hinrunde der Bundesliga-Geschichte und verpassten nur um einen Zähler ihre eigene Bestmarke aus der Saison 2013/14. Lediglich das 0:0-Unentschieden bei Eintracht Frankfurt am 11. Spieltag sowie die 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach am 15. Spieltag befleckten die ansonsten schneeweiße Weste des Rekordmeisters. „Die Bayern haben eine der besten Mannschaften der Welt. Wir stehen vor einer großen Herausforderung“, stellt folgerichtig auch HSV-Kapitän Johan Djourou fest. 

Die Dominanz des 25-fachen deutschen Rekordmeisters macht sich dabei vor allem in der Offensive bemerkbar. 46 Treffer bedeuten nach Dortmund (47) den zweitbesten Angriff der Liga. Aus diesem stechen vor allem Mittelstürmer Robert Lewandowski (15 Treffer) und Allzweckwaffe Thomas Müller (14) hervor. Gefüttert werden die beiden eiskalten Vollstrecker vorrangig vom brasilianischen Flügelflitzer Douglas Costa. Der 25-jährige Sommerneuzugang hat in der Bundesliga auf Anhieb Fuß gefasst und sich mit zwölf Assists zum besten Vorlagengeber der Liga entwickelt. Nach 18 Tagen Vorbereitung, darunter eine Woche Trainingslager im Wüstenstaat Katar, sind die Bayern bereit, ihre volle Offensivpower wieder unter Beweis zu stellen. „Ich bin sehr zufrieden, wie die Spieler trainiert haben und freue mich auf die Rückrunde. So lange Zeit ohne Fußball ist langweilig“, erklärte Bayern-Coach Pep Guardiola, der vor kurzem seinen Abschied aus München zum Saisonende verkündet hatte.   

Pierre-Michel Lasogga und die restlichen Rothosen bereiteten sich unter der Woche akribisch und gezielt auf den Tabellenführer vor.

Lasogga rechtzeitig fit

Im tiefen Norden des Landes freut sich der HSV ebenfalls darauf, vor ausverkauften Haus wieder loszulegen, wenngleich die Vorbereitung durchwachsen verlief. Im zehntägigen Wintertrainingslager im türkischen Belek hatte Cheftrainer Bruno Labbadia immer wieder Ausfälle zu beklagen, die den Trainingsablauf erschwerten. Zu allem Überfluss zog sich Emir Spahic im abschließenden Testspiel gegen Bern (1:2) einen Einriss in der Bauchmuskulatur zu. Der gesetzte Innenverteidiger muss ebenso wie der langzeitverletzte Albin Ekdal für das Bayern-Spiel passen. Aller Voraussicht nach wird Cleber den Bosnier ersetzen und dadurch gemeinsam mit Kapitän Johan Djourou das Duo in der Innenverteidigung bilden. 

Der Brasilianer arbeitete in der ersten Trainingswoche nach Belek ebenso konzentriert wie die restlichen Rothosen an der gezielten Vorbereitung auf das Spiel gegen die Bayern. Dabei meldeten sich auch die zuletzt angeschlagenen oder verletzten Johan Djourou, Pierre-Michel Lasogga, Gideon Jung und Gojko Kacar nach dem Abschlusstraining fit. Besonders auf Angreifer Pierre-Michel Lasogga, der zuletzt mit seiner lädierten rechten Schulter zu kämpfen hatte, ruhen dabei die Offensiv-Hoffnungen der Rothosen. Der 24-Jährige avancierte in der Hinrunde mit sechs Treffern zum torgefährlichsten HSVer und traf zudem an den letzten drei Freitagsspielen vier Mal ins Schwarze. Rechtzeitig zum 102. Nord-Süd-Duell kann der HSV also zumindest auf dem Papier über den Großteil seines Kaders verfügen, wenngleich nicht alle Akteure bei 100 Prozent sind. Daher nominierte Cheftrainer Bruno Labbadia auch die beiden HSV-Youngster Kerim Carolus (Abwehr) und Finn Porath (Mittelfeld), die noch über keinerlei Bundesliga-Erfahrung verfügen. 

"Wir stehen vor einer großen Herausforderung und freuen uns darauf. Schließlich besteht ja auch ein Reiz darin, mit unseren Mitteln einen guten Plan gegen die Bayern aufzustellen", gibt sich Labbadia im Vorfeld kämpferisch. Dabei baut der 49-Jährige auf die Tugenden, mit denen der HSV auch in der Hinrunde überzeugen konnte: Mannschaftliche Geschlossenheit, bedingungsloser Kampf und taktische Grundordnung. Das sollen heute Abend auch die vermeintlich übermächtigen Bayern zu spüren bekommen.      


So könnten sie spielen: 

Der 18-Mann-Kader: Tor: Adler, Drobny Feld: Carolus, Cleber, Djourou, Diekmeier, Gregoritsch, Holtby, Hunt, Ilicevic, Jung, Kacar, Lasogga, N. Müller, Ostrzolek, Porath, Rudnevs, Sakai 

Es fehlen: Spahic (Einriss der Bauchmuskulatur), Ekdal (Aufbautraining nach Sprunggelenks-OP), Altintas, Arslan, Götz, Hirzel, Olic, Schipplock (alle nicht berücksichtigt)

FC Bayern München: Neuer - Lahm, Martinez, Boateng, Alaba - Alonso, Vidal - Robben, T. Müller, Costa - Lewandowski

Es fehlen: Ulreich (Syndesmosezerrung), Bernat (muskuläre Probleme), Rafinha (Knieprobleme), Benatia, Götze, Ribery (alle im Aufbautraining)

Schiedsrichter: Felix Zwayer (Berlin)

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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