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Saison 31.01.2016
Durch Arbeit leiten lassen

Trainer Bruno Labbadia machte am Sonntag deutlich, wohin er seine Mannschaft wieder bringen möchte und auf was es in den kommenden Spielen ankommen wird. HSV.de gibt einen Überblick über die Lage nach der Rückkehr aus Stuttgart. 

Am Tag nach der 1:2-Niederlage gegen den VfB Stuttgart ging es im Lager der Rothosen vorrangig darum, die Leistung und das Ergebnis gegen die Schwaben richtig einzuordnen. Trainer Bruno Labbadia analysierte dementsprechend ruhig und zielgerichtet und stellte sogleich die möglichen Lösungen in den Vordergrund. „Uns war klar, dass wir mit den Bayern und auch Stuttgart, die zwar unten stehen, aber über ein großes Offensivpotenzial verfügen, ein schweres Auftaktprogramm haben. Wir waren die ganze Zeit schon wachsam und wir sind immer durch unsere Arbeit geleitet worden. Und das werden wir auch jetzt wieder machen“, erklärte der Trainer, der seiner Mannschaft diese Worte ebenfalls mit in die kommende intensive Trainingswoche gab. 
 
HSV.de blickt kurz auf das gestrige Spiel zurück, gibt ein Update zur personellen Situation und wagt einen Ausblick auf die kommende Woche:  
 
Zum Spiel: Es war insgesamt kein gutes Spiel, das die Rothosen am Samstag in Stuttgart zeigten, darüber waren sich alle Beteiligten im Anschluss einig. "Wir haben uns in vielen Situationen nicht gut verhalten, die Abstände zu groß werden lassen und den Gegner oft zu kontern eingeladen", analysierte Bruno Labbadia nach der Partie. Dennoch hätte das Ergebnis aufgrund des Spielverlaufs auch anders ausfallen können. Denn zum einen ließen die Hausherren zahlreiche gute Möglichkeiten ungenutzt und zum anderen stand das Spiel nach dem Ausgleich von Artjoms Rudnevs total auf der Kippe. "Mit dem Tor waren wir wieder im Spiel und sind zurückgekommen. Wenn Ivo seine riesen Chance nutzt, wäre es für den VfB sicher sehr schwer geworden, noch einmal zurückzuschlagen. Wir waren leider nicht eiskalt genug, um auch mal an einem schlechten Tag, an dem nicht alles funktioniert, drei oder zumindest einen Punkt mitzunehmen", haderte Labbadia auch mit der eigenen Kaltschnäuzigkeit.
Zu früh gefreut: Nach dem 1:1 von Rudnevs kippte das Spiel, am Ende waren es aber die Stuttgarter, die noch einmal zuschlugen.

Mit dem 1:1 hätte man einen wichtigen Punkt mitgenommen, ohne die eigene Leistung dadurch besser zu machen oder sogar anders zu bewerten. „Das 1:2 darf so nicht fallen. Da haben wir uns nicht gut angestellt“, so der Trainer. Es gibt also weiterhin viel zu tun. Das machte Labbadia am Sonntag nochmals deutlich und fokussierte sich sogleich auf die Arbeit. „Wir haben gestern als gesamte Mannschaft nicht funktioniert. Wir sind aber sehr davon abhängig, dass wir als Mannschaft funktionieren. Das ist uns in der Vorrunde über weite Strecken sehr gut gelungen. Und genau da müssen wir wieder ansetzen. Wir müssen die Spieler, die ein Stück hinten dranhängen, wieder auf die 100 Prozent bekommen, die wir brauchen.“

Die Personalsituation: Die Stammelf vom Vortag lief am Sonntag aus und regenerierte anschließend noch mit einer leichten Einheit im Kraftraum. Die eingewechselten oder nicht eingesetzten Akteure absolvierten hingegen ein volles Programm auf dem Platz. Auch Emir Spahic stand auf dem Rasen und trainierte mit Reha-Trainer Sebastian Capel schon wieder mit dem Ball. Die Belastung wird in den kommenden Tagen gesteigert. "Wir müssen weiterhin sehr vorsichtig sein, weil ein zu früher Start auch wieder einen Rückschritt bedeuten könnte. Noch hat er nicht mit Körperkontakt trainiert, aber heute war schon mal ein kleiner Lichtblick", sagte Labbadia. Jetzt müsse man abwarten, ob in den kommenden Tagen alles nach Plan verlaufe. Nur dann könne man sagen, wann mit einer endgültigen Rückkehr zu rechnen sei.

Durchschlagskraft: Gegen Köln wollen Cleber und Co. wieder kompakter in der Ordnung stehen.

Bei Albin Ekdal wird das Comeback noch etwas länger dauern. Der Schwede trainiert zwar ebenfalls schon mit Ball, wird nach seiner langen Verletzungspause aber noch Zeit brauchen. Diese Woche wird ein Krafttest durchgeführt und am Mittwoch geht’s für Ekdal wie abgesprochen zu seinem Operateur nach Augsburg, um sich einer Kontrolle zu unterziehen. Danach ließe sich schon etwas mehr zum weiteren Verlauf in den nächsten Wochen sagen, verkündete Labbadia. 

Ausblick: Dem HSV stehen nun zwei Heimspiele ins Haus. Gegen Köln und Gladbach haben es die Rothosen in der Hand, vor eigenem Publikum die ersten Punkte in 2016 einzufahren. "Das sind zwei wichtige Spiele im Volkspark. Wir müssen dringend Punkte holen", unterstreicht Kapitän Johan Djourou den Stellenwert der kommenden Partien. "Druck sind wir gewohnt, das musst du in der Bundesliga auch abkönnen“, sagt Labbadia, der dadurch aber keine Unruhe aufkommen lassen möchte. „Ich finde es sehr wichtig, dass wir die Situation realistisch einschätzen. Das machen wir die ganzen letzten Wochen schon, und das haben wir auch heute gemacht. Wir wissen, dass wir uns nie ein Stück ausruhen können. Wir sind noch nie in der Saison durch Angst geleitet worden, sondern nur durch unsere Arbeit. Wir wissen, was auf uns zukommt. Wir werden weiter wachsam sein und an Lösungen arbeiten. Zum Beispiel, dass wir über taktische Disziplin, über Kompaktheit und über eine stärkere Durchschlagskraft wieder an unsere 100 Prozent kommen. Wenn wir das hinkriegen, punkten wir auch wieder.“

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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