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Saison 30.01.2016
1:2! HSV unterliegt dem VfB Stuttgart

Der Treffer von Artjoms Rudnevs (75.) reichte nicht. Ein Eigentor von Aaron Hunt (66.) und ein später Treffer von Artem Kravets (88.) besiegelten die Niederlage.

Die Auswärtsserie des HSV ist gerissen. Die Rothosen verloren nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage auf fremden Platz am Samstagabend (30. Januar) beim VfB Stuttgart mit 1:2 (0:0).  Die Gastgeber gingen nach einer Vielzahl von hochkarätigen Möglichkeiten in der 66. Minute durch einen Eigentor von Aaron Hunt verdient mit 1:0 in Führung. Nach dem Rückstand entwickelte sich ein offenes Spiel. Der eingewechselte Artjoms Rudnevs traf in der 75. Minute zum Ausgleich. Ivo Ilicevic hatte sogar die Führung auf dem Fuß, doch die Stuttgarter hatten am Ende den längeren Atem und schlugen in Person von Artem Kravets noch einmal zu. Der Winterneuzugang erzielte in der 88. Minute den 2:1-Siegtreffer.
Pierre-Michel Lasogga war im ersten Durchgang an den beiden einzigen Offensivaktionen des HSV beteiligt.

Stuttgart mit hochkrätigen Chancen...

Nach dem guten Auftritt gegen den FC Bayern München zum Rückrundenstart wollten Bruno Labbadia und seine Mannen diese Leistung auch in Stuttgart bestätigen. Zudem wollten die Rothosen die Serie von vier ungeschlagenen Auswärtsspielen in Folge fortsetzen. Der VfB ging mit der Empfehlung von vier ungeschlagenen Bundesliga-Partien und zwei Siegen in Folge in die 90 Minuten. Und die Gastgeber begannen dementsprechend auch wie die Feuerwehr. Die Elf von Trainer Jürgen Kramny wollte von Anfang an zeigen, wer Herr im eigenen Haus ist. Schon nach drei Minuten hatte Kapitän Gentner die erste gute Möglichkeit. 

Die Hamburger schienen mit den Gedanken noch ein wenig in der Kabine zu sein. Nachdem die erste Druckphase abgewehrt wurde, brachte aber auch der Abseits-Lattentreffer von Lasogga (8.) leider nicht den gewünschten „Hallo-Wach-Effekt“. Der VfB blieb am Drücker und der HSV sah sich überwiegend in der Defensive beschäftigt. Doch weder Didavi (15./29.), Gentner (18.) oder später Werner (37./43.) konnten eine der sehr guten Möglichkeiten der Gastgeber für einen Torerfolg nutzen. Entlastung gab es kaum. Nur Lasogga hatte mit seinem Schlenzer auf das Tornetz (29.) ein halbe Torchance in Durchgang eins. 

Der zwischenzeitliche Ausgleich von Artjoms Rudnevs reichte am Ende leider nicht.

...und dem längeren Atem

In der Halbzeit gab es also eine Menge zu besprechen. Doch der gute Wille, das Spiel jetzt anders zu gestalten, wurde von den Stuttgartern nach Wiederanpfiff schon wieder je gestoppt. Nur drei Minuten nach dem Wechsel hatten die Schwaben erneut drei 100prozentige auf ihrer Seite zu verzeichnen. Dass es zu diesem Zeitpunkt immer noch Null zu Null stand, war der mangelnde Chancenverwertung des VfB und Rene Adler zu verdanken, der bei einigen Situationen mit Klasse-Reflexen sein Team im Spiel hielt. Es dauerte bis zur 66. Minute bis die Schwaben die verdiente Führung erzielten. Dabei brauchten sie die Hilfe der Hamburger. Aaron Hunt drückte einen Kopfball von Didavi noch über die Linie. 

Das Tor läutete eine hochdramatische Schlussphase ein. Es wurde ein offener Schlagabtausch, denn der HSV traute sich nun mehr zu. Nach einer Flanke von Ostrzolek traf der eingewechselte Rudnevs mit einem Flugkopfball zunächst zum 1:1-Ausgleich (75.). Ilicevic hatte kurz darauf den Führungstreffer auf dem Fuß (79.), doch scheiterte mit der Pike an Tyton. Zwei Minuten vor dem Schluss schlug Stuttgart dann noch einmal gnadenlos zu. Der ebenfalls eingewechselte Kravets köpfte nach Maxims-Flanke zum 2:1 ein (88.). Aufgrund der zahlreichen Chancen über die 90 Minuten verdient, doch durch die guten Schlussminuten des HSV dann doch unglücklich. 

Das Spiel im Zeitraffer:

Minute

Ereignis

03. Min.

Die Stuttgarter beginnen wie die Feuerwehr. Kostic bringt die Kugel von der linken Seite flach in den Strafraum, der Ball geht durch den Fünfer, am zweiten Pfosten ist Gentner völlig frei, kann aber keine Druck hinter das Leder bekommen.

08. Min.

Ostrzolek flankt von links in den Strafraum, Lasogga haut den Pass Volley an die Querlatte, doch der Assistent hat die Fahne oben: Abseits.

15. Min.

Kapitän Gentner steckt auf Didavi durch, der von rechts kommend in den Strafraum läuft und sofort schießt, doch Adler lenkt den Ball mit einer Klasse-Parade zur Ecke.

18. Min.

Diesmal ist es anders herum: Didavi bedient links im Strafraum Gentner. Der VfB-Kapitän schießt aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbei. Puh!

29. Min.

Zunächst taucht Didavi nach einem Zuckerpass aus dem Mittelfeld vor Adler auf, aber der HSV-Keeper kann ihn nach außen abdrängen. Nur Sekunden später flankt Großkreutz auf den zweiten Pfosten, wo Müller vor Kostic in höchster Not klären kann.

29. Min.

Die erste Chance des HSV. Lasogga bekommt auf der linken Außenbahn den Ball, Tyton ist aus seinem Kasten. Der Heber des HSV-Stürmers landet auf dem Tornetz.

37. Min.

Die nächste ganz dicke Möglichkeit für den VfB. Werner schießt von halbrechts am Fünfmeterraum völlig frei knapp am linken Pfosten vorbei. Die bislang beste Chance.

43. Min.

Immer wieder die Hausherren: Eine Flanke von Serey Dié von der rechten Seite findet den Kopf von Werner, der aber völlig frei drüber köpft.

   
47. Min.

Die zweite Hälfte beginnt, wie die erste aufgehört hat. Der VfB mit Riesen-Möglichkeiten. Werner wird von Kostic geschickt in Szene gesetzt und taucht links im Strafraum völlig frei vor Adler auf, doch der behält mit einem Super-Reflex die Oberhand.

48. Min.

Und noch eine Doppelchance für die Gastgeber: Zunächst schießt Kostic von links durch den Strafraum, am zweiten Pfosten bekommt Großkreutz die Kugel zwei Meter vor dem Tor genau vor die Füße, braucht aber zu lange, um zu schießen und trifft Cleber, den Nachschuss von Kostic hält Adler mit dem Fuß. Unfassbar!

64. Min.

Ein Freistoß von Didavi kommt auf dem nassen Boden direkt vor Adler auf, der Keeper reagiert mit einer unkonventionellen Fußabwehr.

66. Min.

1:0 Und dann ist es passiert. Ein Eckball von Kostic köpft Didavi genau zwischen Hunt und Adler. Vom Handschuh des HSV-Schlussmanns springt der Ball Hunt ans Bein und von da hinter die Linie.

72. Min.

Nach Kostic Ecke kommt Niedermeier zum Kopfball, wieder ist Adler zur Stelle und begräbt die Kugel unter sich.

75. Min.

1:1 Der Ausgleich! Ostrzolek flankt nach einer schönen Kombination von der linken Seite butterweich in die Mitte, dort rauscht der gerade erst eingewechselte Rudnevs an und köpft den Ball aus fünf Metern mit einem Flugkopfball in die Maschen.

79. Min.

Fast das 2:1 für den HSV. Nach Rudnevs Flanke lässt Ilicevic Großkreutz aussteigen und schießt aus sechs Metern mit der Pike, Tyton wehrt zur Ecke ab.

81. Min.

Auch Stuttgart hat noch etwas anzubieten. Kostic schießt aus 16 Metern, Adler lenkt das Leder mit dem langen Arm am Pfosten vorbei.

88. Min.

2:1 Der Siegtreffer. Stuttgart hat den längeren Atem. Eine Flanke vom gerade eingewechselten Maxim köpft der ebenfalls eingewechselte Kravets aus elf Metern zum 2:1 ins Netz.

Das Spiel im Stenogramm:

VfB Stuttgart: Tyton - Großkreutz, Schwaab, Niedermeier, Insua - Serey Dié - Rupp, Gentner, Didavi (88.Maxim), Kostic (90.Sunjic) - Ti. Werner (78.Kravets)

Hamburger SV: Adler - Diekmeier, Djourou, Cleber, Ostrzolek - Kacar (73.Rudnevs), Holtby - Müller (62.Gregoritsch), Hunt, Ilicevic - Lasogga (88.Jung)

Tore: 1:0 Hunt (ET., 66.), 1:1 Rudnevs (75.), 2:1 Kravets (88.)

Zuschauer: 46.600

Schiedsrichter: Günter Perl (Pulach)

Gelbe Karten: Großkreutz (20.) / Adler (79.), Hunt (83.), Ostrzolek (90+4)

Gelb-Rote Karten:  - / -

Rote Karten: - / -

     präsentiert: Das Spiel in Zahlen

 

VfB Stuttgart Statistik zum Spiel Hamburger SV
24 Torschüsse 13
46 % Ballbesitz 54 %
53 % Zweikämpfe gew. 47 %
60 % Passgenauigkeit 65 %
10 Ecken 4
28 Flanken 9
3 Abseits 5
12 Fouls 14
     
Didavi* 5 Torschüsse 4 Lasogga
Kostic 5 Torschussvorlagen 4 Hunt
Rupp 68 Ballkontakte 85 Ostrzolek
     
  *Mehrere Spieler mit dem gleichen Wert  

 

1/13

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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