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Saison 29.01.2016
Aus(f)wärtstrend bestätigen

Der HSV ist seit Anfang Oktober auf fremden Platz ungeschlagen. In den letzten vier Spielen holten die Rothosen auswärts acht Punkte. Eine Serie, die in Stuttgart fortgesetzt werden soll.

Zur richtigen Zeit hob Bruno Labbadia den mahnenden Finger. Nach der Rückkehr aus dem Trainingslager sagte der Cheftrainer ganz unverblümt: „Wir sind noch nicht da, wo wir mal waren“. Die deutlichen Worte kamen nicht ohne Grund. Die Vorbereitung verlief nicht optimal. Nicht unbedingt aufgrund der Testspielergebnisse, sondern viel mehr aufgrund vieler verletzungsbedingter Ausfälle der Spieler. „Dadurch sind wir als Mannschaft und jeder Spieler für sich nicht in den gewünschten Rhythmus gekommen“, lieferte Labbadia die Begründung und gab sogleich die Aufgabe für die kommenden Wochen aus. „Wir müssen dafür sorgen, dass wir alle Spieler, die uns zur Verfügung stehen, in ihre bestmögliche Verfassung bringen.“ Gesagt - getan. 
 
Schon im Heimspiel gegen den FC Bayern überzeugte die Mannschaft mit einem konzentrierten und taktisch gut strukturierten Spiel, das den Münchnern nicht viel Raum für ihren Kombinationsfußball ließ. „Es war schon ein anderes Gefühl. Wir hatten uns einen klaren Matchplan überlegt. Auch diese Woche haben wir konkret an unserem Spiel gearbeitet“, erklärte Labbadia und lobte in der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen den VfB am Samstag (30. Januar, ab 18.15 Uhr live im HSVNetradio) explizit die gute Trainingsarbeit seiner Jungs. 
Die Pressekonferenz in voller Länge bei HSV total!
VIDEO 28.01.2016
Bei HSV total! könnt ihr euch die Pressekonferenz mit Cheftrainer Bruno Labbadia vor der Partie beim VfB Stuttgart kostenlos und in voller Länge anschauen. Die Pressekonferenz in voller Länge bei HSV total!
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Gegen den VfB Stuttgart erzielte Nicolai Müller mit fünf Treffern so viele Tore, wie gegen keinen anderen Bundesligisten.

Seit fast vier Monaten ungeschlagen

„Das Spiel gegen Bayern hat uns Mut gemacht. Natürlich war es bitter, dass wir keinen Zähler mitgenommen haben, aber wir haben ein anderes Gesicht als noch in der Vorbereitung gezeigt und wollen darauf nun aufbauen“, bestätigt Nicolai Müller die Einschätzung des Trainers. Dies soll nun auswärts beim VfB auch in Zählbares umgemünzt werden. Gerade oder vor allem auf fremdem Geläuf kann der HSV auf eine starke Statistik zurückblicken. Die letzte Auswärtsniederlage in der Bundesliga liegt schon fast vier Monate zurück. Am Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, gab es ein 0:3 bei Hertha BSC. Danach folgten mit den Siegen in Hoffenheim (1:0) und Bremen (3:1) und den Unentschieden gegen Darmstadt (1:1) und Wolfsburg (1:1) in vier Spielen stolze acht Punkte. 

„In der Hinrunde haben wir uns auswärts in der Außenseiterrolle meist leichter getan als zu Hause“, sagt Nicolai Müller, der bei Spielen gegen den VfB zudem auf eine ganz persönliche Erfolgsserie zurückblicken kann. Der Mittelfeldspieler erzielte während seiner Laufbahn fünf Treffer gegen die Schwaben - so viele wie gegen keinen anderen Bundesligisten. Zudem verließ der 28-Jährige in sieben Bundesliga-Duellen mit den Stuttgartern fünf Mal als Sieger den Platz.

Sven Schipplock steht ebenso wie Gideon Jung im 18-Mann-Kader für das Spiel gegen den VfB.

Alle Mann an Bord

Auf dem Hamburger Trainingsplatz standen Bruno Labbadia am Freitag beim Abschlusstraining außer Albin Ekdal (Aufbautraining nach Sprunggelenks-OP) und Emir Spahic (Einriss der Bauchmuskulatur) alle Akteure zur Verfügung. Der Trainer konnte also aus dem Vollen schöpfen. Ein Umstand, der die Intensität und die Qualität in den letzten Einheiten noch einmal nach oben steigen ließ. So war auch der Kampf um die Kaderplätze hart umkämpft. Für Finn Porath rückte Sven Schipplock rein und trat smoit die Reise zu seinem ehemaligen Club mit an. 

 

Auf VfB-Seite muss Trainer Jürgen Kramny weiterhin auf Martin Harnik verzichten. Der Offensiv-Akteur stieg zwar diese Woche wieder ins Mannschaftstraining ein, ein Einsatz gegen den HSV komme „aus Gründen der Vernunft“ aber noch zu früh. Dafür ist Toni Sunjic nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder dabei und drängt wieder in die Startelf. Ansonsten fehlt den Schwaben nur Torjäger Daniel Ginczek, der sich nach seiner Bandscheibenoperation noch im Aufbautraining befindet. Der Rückrunden-Auftaktsieg gegen Köln tat den Schwaben ebenfalls sehr gut. „Nach den Wochen der Vorbereitung war dieser Sieg sicherlich eine Befreiung für die Jungs“, bestätigte Kramny. „Wir sind gut beraten, genauso weiterzumachen wie in Köln. Wir müssen wieder wie zuletzt den Biss, Willen und das Feuer auf den Platz bringen“, so der Trainer weiter. Gleiches gilt auch für den HSV. Die guten Ansätze gegen Bayern sollen bestätigt werden. Verstecken brauchen sich die Hamburger nicht. Die gute Auswärtsbilanz sollte eine breite Brust geben und der Aufwärtstrend bestätigt werden.     


So könnten sie spielen: 

Der 18-Mann-Kader: Tor: Adler, Drobny Feld: Carolus, Cleber, Djourou, Diekmeier, Gregoritsch, Holtby, Hunt, Ilicevic, Jung, Kacar, Lasogga, N. Müller, Ostrzolek, Rudnevs, Sakai, Schipplock

Es fehlen: Spahic (Einriss der Bauchmuskulatur), Ekdal (Aufbautraining nach Sprunggelenks-OP), Altintas, Arslan, Götz, Hirzel, Olic, Porath (alle nicht berücksichtigt)

Gelbsperre droht: Djourou, Gregoritsch (beide vier Gelbe Karten)

VfB Stuttgart: Tyton - Großkreutz, Sunjic, Niedermeier, Insua - Serey Dié - Rupp, Gentner, Didavi, Kostic - Ti. Werner

Es fehlen: Ginczek (Rückstand nach Bandscheibenoperation), Harnik (Rückstand nach Knieverletzung)

Gelbsperre droht: Sunjic, Didavi, Rupp (alle vier Gelbe Karten)

Schiedsrichter: Günter Perl (Pullach)

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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