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Saison 08.02.2016
Der Weg der kleinen Schritte

Trainer Bruno Labbadia stellt nach dem 1:1 gegen den 1. FC Köln das Positive in den Vordergrund und will die Entwicklungen durch intensive Trainingsarbeit weiter fördern.

So ganz wussten die meisten der HSV-Fans am Ende nicht, wie sie das 1:1-Unentschieden und die Leistung der Rothosen gegen den 1. FC Köln am Sonntagnachmittag (7. Februar) einordnen sollten. Ungewohnt ruhig und zurückhaltend war die Stimmung nach dem Abpfiff der intensiven 90 Minuten nicht nur auf der Nordtribüne. Sollte man sich nach dem Rückstand über einen gewonnenen Punkt freuen oder doch dem gewünschten Heimsieg hinterhertrauern. Auch Bruno Labbadia hätte natürlich lieber drei Punkte im Volksparkstadion eingefahren, doch der Trainer blickte am Tag danach vor allem auf das Positive. 
 
„Wir sind in allen drei Spielen in der Rückrunde bislang in Rückstand geraten und drei Mal haben wir es geschafft zurückzukommen. Gestern haben wir dann auch mal den Punkt mitgenommen. Und das gegen eine Mannschaft, die, wenn sie in Führung ist, sehr gut verteidigt“, analysierte der Fußballehrer den Auftritt seiner Jungs. Vor allem in der zweiten Halbzeit hätte man eine klasse Antwort gegeben, nachdem das 0:1 kurz vor der Halbzeit schon für viel Frust in der Kabine gesorgt hätte. „Wir sind dann aber mit sehr viel Power rausgekommen und haben eine gute Antwort auf die schwächere erste Hälfte gegeben“, so der Trainer, der die Gesamtleistung dadurch nicht in den Himmel heben will. „Wir sind die ganze Zeit schon sehr wachsam, gleichzeitig auch sehr ruhig, was unsere Mannschaft betrifft. Wir sehen, wie die Mannschaft arbeitet und versucht, die Sachen umzusetzen, die wir vorgeben. Der Punkt gegen Köln war ein ganz wichtiger für uns. Wir wissen, dass wir einen Weg der kleinen Schritte gehen - das ist nicht neu für uns. Wir kämpfen jeden Tag.“
Artjoms Rudnevs sorgte nach seiner Einwechslung für viel Wirbel in der Kölner Hintermannschaft.

Konkurrenzdruck erhöht sich

So wird bei der intensiven Trainingsarbeit mit der Mannschaft auch keinen Deut nachgelassen. Die positiven Ansätze sollen möglichst schnell weiter gefördert werden. So wird es für Josip Drmic und Nabil Bahoui gut sein, eine weitere komplette Trainingswoche mit den neuen Kollegen zu absolvieren. „Josip wird sich steigern. Da bin ich mir sicher“, bestätigt Labbadia. Auch Spielern wie Aaron Hunt, Gojko Kacar oder dem eingewechselten Gideon Jung, die durch kleinere und größerer Verletzung noch Nachholbedarf haben, tun jede Minute auf dem Rasen gut, um wieder in die Form zu kommen, in der sie schon einmal waren. Auch die Rückkehr von Ivo Ilicevic erhöht die Variabilität. 

Zudem ist auch Albin Ekdal nach seiner Reha im Mannschaftstraining angekommen, auch wenn er sicher noch etwas brauchen wird, bevor er ein echter Kandidat für den Kader wird. „Das Ganze erhöht den Konkurrenzdruck und hebt die Qualität“, bestätigt Labbadia, der zudem auch die Leistung von Artjoms Rudnevs lobt, der nach seiner Einwechslung zur Halbzeit das Offensivspiel merklich belebte. „Rudi macht unheimliche Wege. Wir brauchten jemanden, der dadurch Räume schafft. Das hatten wir uns durch die Einwechslung erhofft. Gut ist es, wenn es dann auch aufgeht“, so der Coach. So wie Rudnevs stehe auch allen anderen Akteuren jederzeit die Tür offen, sich durch Trainingsleistungen wieder in den Kader oder in die Startelf zu katapultieren. Zuletzt schaffte es auch Go Sakai, der durch sein Engagement unter der Woche gegen Köln den Vorzug vor Dennis Diekmeier erhielt. So soll sich auch in den kommenden Tagen weniger mit dem nächsten Gegner, sondern vielmehr mit der eigene Arbeit beschäftigt werden. „Wir werden uns die nächsten Tage nur auf uns fokussieren. Dinge, die nicht ganz funktioniert haben, versuchen wir umzukehren. Das gelingt uns Schritt für Schritt“, so Labbadia. Insofern ist der Punkt gegen Köln am Ende als Zeichen der Bestätigung zu werten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
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Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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