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Saison 15.02.2016
Wieder ein paar Prozentpunkte zulegen

Auf dem Weg der kleinen Schritte möchte der HSV die kurze Trainingswoche vor dem Auswärtsspiel bei Eintracht Frankfurt erneut optimal nutzen. HSV.de gibt einen Überblick über die Lage nach dem furiosen Heimsieg gegen Gladbach. 

Am Tag nach dem 3:2-Heimsieg über Borussia Mönchengladbach richteten die Rothosen ihren Blick schon wieder besonnen und fokussiert auf das nächste Punktspiel bei der Frankfurter Eintracht. Bereits am Freitagabend (Anstoß 20:30) ist die Labbadia-Elf in der Commerzbank-Arena gefragt und möchte auf ihrem Weg der kleinen Schritte den nächsten Schritt gehen. "Die Spieler haben in den letzten Wochen gut gearbeitet und wir haben uns spürbar gesteigert. Der Punkt gegen Köln war ein erster Schritt. Nun war es schön, dass wir uns auch mit einem Sieg belohnt haben", erklärte Bruno Labbadia am heutigen Montag im Pressegespräch. An diesem "Ergebnis der letzten Wochen" will man nun in Hessen anknüpfen. Die Punkte sind dabei weiterhin die Tabelle der Rothosen und hier soll so schnell wie möglich die 30-Punkte-Marke fallen.   
 
HSV.de blickt kurz auf das gestrige Spiel zurück, gibt ein Update zur personellen Situation und wagt einen Ausblick auf die kommende Woche:  
 
Zum Spiel: Es war ein äußerst stimmungsvoller Sonntagnachmittag im Volksparkstadion. Der HSV hatte früh durch Neuzugang Josip Drmic den Führungstreffer auf den Fuß, fing sich dann aber im direkten Gegenzug einen souverän ausgespielten Konter der Fohlen-Elf, der zum 1:0 durch Fabian Johnson (14.) führte. Im Anschluss daran mehrte sich das Kopfschütteln, auch weil Lewis Holtby eine hundertprozentige Chance auf den Ausgleich verstreichen ließ und sich kleine Fehler im HSV-Spiel einschlichen. Doch die HSVer ackerten unermüdlich und hielten das Publikum dadurch voll hinter sich. Statistischer Beleg waren 126,6 Kilometer, die die Rothosen gemeinsam auf dem Platz abspulten - ein neuer Bundesliga-Rekord in der laufenden Spielzeit. Einsatz und Wille wurden letztlich belohnt und noch vor der Pause drehte man durch ein Eigentor von Hinteregger (38.) und den 2:1-Führungstreffer vom stark aufspielenden Artjoms Rudnevs (41.) das Spiel. "Es war vor allem die Art und Weise, wie wir uns im vierten Spiel in Serie nach einem Rückstand zurückgekämpft haben", erklärte Labbadia am Tag nach dem Sieg. "Wir haben Chancen vertan und man konnte eine leichte Unruhe im Stadion spüren, aber wir sind ruhig geblieben und haben uns durch Einsatz, Leidenschaft und unsere enorme Laufbereitschaft zurückgekämpft." Dies waren auch die Garanten für eine spielstarke zweite Hälfte, in der Ivo Ilicevic (81.) sowie Gladbachs Angreifer Raffael (83.) die weiteren Tore erzielten.
Bruno Labbadia freute sich nach dem Spiel mit Matchwinner Artjoms Rudnevs.

Gefeierter Matchwinner war Angreifer Artjoms Rudnevs. Der 28-jährige Lette, der in der Hinrunde nicht ein einziges Mal im Profikader stand, konnte seine dritte Torbeteiligung (zwei Treffer, eine Vorlage) im vierten Spiel aufweisen und glänzte in der Offensive als ständiger Aktivposten. "Vielen Dank für die Unterstützung! Mehr möchte ich im Moment nicht sagen, ich möchte erst meine Leistung bestätigen", übte sich der Matchwinner auch am Tag nach seiner Top-Leistung in Demut und ließ andere für sich sprechen. "Ich freue mich für jeden Spieler, der ein Erfolgserlebnis hat, aber bei Rudi freut es mich besonders, weil er eine schwere Zeit hinter sich hat. Es war auch schön wie unsere Fans ihn gefeiert haben", erklärt Labbadia. 

Die Personalsituation: Am Montag stand wie gewohnt die Regeneration auf dem Programm. Schließlich bleibt nicht viel Zeit, bis zum nächsten Punktspiel in Frankfurt. "Die Eintracht hatte jetzt einen knappen Tag mehr Zeit zum Regenerieren, aber das darf für uns und das Spiel am Freitag keine Rolle spielen", erklärte Cheftrainer Bruno Labbadia. Aktuell muss der 50-Jährige lediglich auf den verletzten Michael Gregoritsch verzichten. Jener soll in dieser Woche langsam ans Team herangeführt werden und dann in der kommenden Woche wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Ansonsten sind alle Mann an Bord und Labbadia möchte in den kommenden Trainingseinheiten Spieler wie Albin Ekdal oder Neuzugang Nabil Bahoui weiter ans Team heranführen. Erstgenannter wäre nach seiner viermonatigen Verletzungspause gestern fast zu seinem Comeback gekommen, doch durch das zweite Gegentor wurde seine Einwechslung wieder verworfen. "Wir wollten Albin bringen und ihm damit ein gutes Gefühl geben, aber der Spielstand hat es dann nicht möglich gemacht. Bei ihm sieht es aktuell sehr gut aus. Er hat auch heute gut trainiert und ist mit vollem Einsatz in die Zweikämpfe gegangen. Angst spielt also überhaupt keine Rolle mehr", lobt Labbadia den schwedischen Mittelfeldspieler.    

In einer kurzen Trainingswoche wollen sich die Rothosen optimal auf Frankfurt einstellen.

Ausblick: Auf dem Weg der kleinen Schritte möchte der HSV nach dem Unentschieden gegen Köln (1:1) und dem Sieg gegen Gladbach (3:2) nun auch in Frankfurt Punkte holen. Dabei baut Bruno Labbadia erneut auf eine konzentrierte Trainingswoche: "Wir waren in den letzten Wochen sehr unaufgeregt und haben ruhig und konzentriert an unser Weiterentwicklung gearbeitet. So wollen wir es auch in dieser kurzen Woche handhaben und wieder ein paar Prozentpunkte zulegen." Denn für das Gastspiel bei den Frankfurtern, die ihrerseits nach drei sieglosen Spielen in Folge (ein Unentschieden, zwei Niederlagen) daheim die Wende einläuten möchten, braucht der HSV erneut einen leidenschaftlichen Auftritt. "Wir fahren gestärkt nach Frankfurt, aber müssen vorher unsere Arbeit verrichten. Die Eintracht besitzt eine gute Mannschaft und ein Spieler wie Alex Meier ist immer gefährlich. Er hat ein gutes Näschen für die Situation und ist aufgrund seiner Größe auch verdammt kopfballstark", erklärt Labbadia. Positiv liest sich dabei die HSV-Bilanz am Freitagabend: drei ihrer bisherigen vier Freitagspiele (in Gladbach, in Hoffenheim und gegen Dortmund) konnten die Rothosen für sich entscheiden. 

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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