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Saison 13.02.2016
Offene Fragen vor dem 96. Duell mit den Fohlen

Wer verteidigt rechts, wer kommt über die Außenbahnen, wer spielt im Sturm und wie stark sind die Gäste? Vor dem 96. Bundesliga-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach sind noch einige Fragen offen. 

Bruno Labbadia ist knapp 24 Stunden vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach am Sonntagnachmittag (Ab 15:15 Uhr live im HSVnetradio) nicht zu beneiden. Denn im Kopf des zu Beginn dieser Woche 50 Jahre alt gewordenen HSV-Trainers dreht sich unweigerlich ein rasendes Fragenkarussell. Der ehemalige Top-Torjäger hat in puncto Personal die Qual der Wahl und kann mit Ausnahme von Michael Gregoritsch (Schienbeinprellung) und Johan Djourou (5. Gelbe Karte) aus dem Vollen schöpfen. Dabei ist in einer intensiven Trainingswoche der Konkurrenzkampf bei den Rothosen neu entbrannt. Für Bruno Labbadia ein positives Zeichen und ein Indiz dafür, dass auf dem von ihm ausgerufenen Weg der kleinen Schritte die richtige Bewegung ist. Die zahlreichen Fragen muss er bis zum Anstoß um 15:30 Uhr dennoch beantworten.  
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Mit dem eigentlichen Gladbacher Josip Drmic steht und fällt die mögliche Startaufstellung.

Wer spielt wo?

Am Anfang der Fragenkette steht dabei Leihspieler Josip Drmic, der bereits in seinem zweiten HSV-Spiel auf seinen eigentlichen Arbeitgeber trifft. Kommt der flexible Offensivspieler wie zuletzt gegen Köln über die linke Außenbahn, dann streiten sich Nicolai Müller und Ivo Ilicevic um die zweite Flügelposition. Müller zeigte im zweiten Durchgang gegen Köln exemplarisch für die gesamte Mannschaft eine starke Reaktion und markierte seinen vierten Saisontreffer. Ilicevic stand indes vor seiner internen Sperre in jedem der 20 Spiele auf dem Rasen und durfte 15 Mal von Beginn an ran. Unter Umständen könnte das Zünglein an der Aufstellungs-Waage namens Drmic aber auch im Sturmzentrum agieren und dadurch beiden Flügelflitzern ein Spiel von Beginn an ermöglichen. Selbst eine Systemumstellung auf zwei Spitzen wollte Bruno Labbadia im Vorfeld der Partie nicht ausschließen. 

Denn in der Spitze buhlen mit Pierre-Michel Lasogga, Artjoms Rudnevs und Sven Schipplock ebenfalls drei Akteure um ihren Platz in der Startelf. Lasogga, der beim 3:0-Sieg im Hinspiel gegen die Fohlen doppelt traf, ist mit sechs Treffern der erfolgreichste Torjäger der Rothosen, wartet aber seit längerem auf ein Erfolgserlebnis. Dieses konnte Artjoms Rudnevs in den letzten beiden Spielen gleich doppelt verzeichnen. Beim 1:2 in Stuttgart erzielte der Lette bei seinem zweiten Saisoneinsatz gleich sein erstes Tor, beim 1:1 gegen Köln wurde er zur Halbzeit eingewechselt und leitete mit seiner Torvorlage den Ausgleich ein. „Artjoms ist das perfekte Beispiel dafür, dass für keinen Spieler die Tür zu ist und jeder seine Chance bekommen kann“, hatte Labbadia in der Vergangenheit immer wieder betont. Getreu dieser Vorgabe hat sich unter der Woche auch Angreifer Sven Schipplock wieder in den Fokus des 50-Jährigen gespielt: „Schippo hat sehr gut trainiert und hatte viele gute Abschlüsse.“ Je nachdem, ob der HSV defensiv oder offensiv agiert, wird sich letztlich auch das Duell auf der rechten Verteidigerposition zwischen Dennis Diekmeier und Gotoku Sakai entscheiden. Im Abschlusstraining am Samstagnachmittag ließ sich Labbadia bezüglich der diversen Personalfragen jedenfalls noch nicht in die Karten schauen.

Die Fohlen um Top-Torjäger Raffael (9 Treffer) sind im Vergleich zum Hinspiel deutlich erstarkt.

Wo steht Gladbach? 

Die Antworten auf diese Fragen werden letztlich wie so oft in der taktischen Ausrichtung auf den kommenden Gegner liegen. Und an dieser Stelle kommen die Gäste aus dem Rheinland ins Spiel. Die Saison der Gladbacher gleicht bislang einer Achterbahnfahrt der Gefühle. Nach den ersten fünf Saisonspielen fand sich der Vorjahresdritte mit null Punkten auf dem letzten Tabellenplatz wieder und der einstige Erfolgstrainer Lucien Favre legte überraschend von sich aus sein Amt nieder. Doch im Anschluss daran gelang den Fohlen unter Neu-Trainer Andre Schubert eine furiose Kehrtwende. Der 44-Jährige stellte mit sechs Siegen am Stück den Startrekord eines Trainer-Debütanten ein und kassierte bis zur Winterpause nur noch eine Niederlage. Unter ihm haben die Fohlen vor allem offensiv zu alter Stärke zurückgefunden. 40 Treffer bedeuten nach Dortmund (52) und München (50) den drittbesten Angriff der Liga. Seit Schubert die Fäden in der Hand hält, stellen die Fohlen mit 38 Treffern gar die beste Offensive in diesem Zeitraum. 

Die große Euphoriewelle hat zuletzt dennoch einen kleinen Dämpfer bekommen. So hatten die Gladbacher vor dem 5:1-Kantersieg gegen Werder Bremen am vergangenen Spieltag fünf ihrer letzten sechs Pflichtspiele verloren, darunter zum Rückrundenstart eine 1:3-Pleite gegen Dortmund und eine 0:1-Niederlage in Mainz. Zudem blieben die Fohlen zuletzt drei Mal in Folge in der Fremde ohne Sieg (ein Remis, zwei Niederlagen). Folglich stellt sich die Frage, welche Borussia sich am Sonntagnachmittag im Volksparkstadion präsentieren wird. Andre Schubert, der auf die Langzeitverletzten Dominguez, Jantschke, Herrmann, Schulz und Hahn verzichten muss, freut sich dabei über die Rückkehr von Kapitän Granit Xhaka. Der Schweizer hatte zuletzt eine drei Spiele andauernde Rotsperre absitzen müssen und ist einer von vielen guten Einzelspielern im Kader der Fohlen. 

"Gladbach verfügt über eine sehr spielstarke Mannschaft und wir werden einen richtig guten Tag brauchen, um sie zu schlagen", weiß HSV-Trainer Bruno Labbadia, der übrigens seine letzten drei Duelle gegen die Fohlen gewann. Wie er die Borussia das vierte Mal in Serie bezwingen möchte, zeigt sich in Form der Aufstellung und Strategie aber erst unmittelbar vor beziehungsweise kurz nach dem Anpfiff zum 21. Spieltag. Bis dahin bleiben die Fragen offen... 


So könnten sie spielen: 

Der 18-Mann-Kader: Tor: Adler, Drobny Feld: Cleber, Diekmeier, Drmic, Ekdal, Holtby, Hunt, Ilicevic, Jung, Kacar, Lasogga, N. Müller, Ostrzolek, Rudnevs, Sakai, Schipplock, Spahic

Es fehlen: Djourou (5. Gelbe Karte), Gregoritsch (Schienbeinprellung und Bänderzerrung), Altintas, Arslan, Bahoui, Carolus, Götz, Hirzel, Olic, Porath (alle nicht berücksichtigt)

Gelbsperre droht: Ostrzolek (vier Gelbe Karten)

Borussia M´Gladbach: Sommer - Elvedi, Christensen, Nordtveit, Wendt - Dahoud, Xhaka - Hazard, Johnson - Stindl, Raffael

Es fehlen: Dominguez (Rückenoperation), Jantschke (Kreuzbandteilriss), Herrmann (Aufbautraining nach Kreuzbandriss), N. Schulz (Kreuzbandriss), Hahn (Aufbautraining nach Bruch des Schienbeinkopfes)

Gelbsperre droht: Korb, Wendt, Stindl und Xhaka (alle vier Gelbe Karten)

Schiedsrichter: Deniz Aytekin (Oberasbach)

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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