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Saison 20.02.2016
„Wir wissen genau, wo wir ansetzen müssen“

Trainer Bruno Labbadia stellt am Tag nach dem 0:0-Unentschieden gegen die Frankfurter das Positive heraus und hat die Trainingsschwerpunkte für die kommende Woche bereits fest im Visier. HSV.de gibt einen Überblick über die Situation nach der Rückkehr aus Frankfurt.  

Um Punkt fünf Uhr morgens in der vergangenen Nacht fuhr der Mannschaftsbus mit dem gesamten HSV-Tross in die Bushalle des Volksparkstadions ein. „Nach so einem Spiel kann man sowieso nicht direkt einschlafen“, hatte Trainer Bruno Labbadia schon zuvor am Donnerstag auf der Pressekonferenz festgestellt und erklärte, dass man deswegen direkt mit dem Bus in der Nacht nach dem Flutlichtspiel bei der Frankfurter Eintracht den schnellsten Weg zurück nach Hause nehme. Diese Zeit blieb für den akribischen Cheftrainer nicht ungenutzt, wie er am Samstagmorgen verriet: „Schlafen ist mir nach so einem Spiel schwer gefallen. Wir haben uns auf der Fahrt die komplette Partie noch einmal angeschaut.“ 
 
Das Fazit der Spielanalyse änderte sich jedoch auch am Samstag nicht: „Wir hätten natürlich gerne mehr gewollt. Jeder hat gesehen, dass eigentlich mehr drin gewesen wäre. Wir arbeiten nun darauf hin, dass wir unsere Chancen besser nutzen können und vor allem im Abschluss konzentrierter werden.“ 
 
HSV.de blickt kurz auf das gestrige Spiel zurück, gibt ein Update zur personellen Situation und wagt einen Ausblick auf die kommende Woche:  
 
Zum Spiel: „Bis zur 65. Minute haben wir das Spiel absolut diktiert“, erklärte Bruno Labbadia nach der zweiten Spielbeobachtung. Schließlich mündete in Halbzeit eins fast jeder Vorstoß der Rothosen in einer Torchance. Es waren Artjoms Rudnevs (24.), Josip Drmic (32.) und auch Nicolai Müller (44.) kurz vor Halbzeitpfiff, die den Führungstreffer gleich mehrfach auf dem Fuß hatten. In der ersten Hälfte war es demzufolge die extrem hohe Laufbereitschaft, die der Trainer zu loben vermochte, im zweiten Durchgang die auffällige Abwehrleistung. Wie auch schon im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach, lobte der 50-Jährige die Aufmerksamkeit von Abwehrchef Emir Spahic, die Reaktion von Keeper René Adler und die gute Leistung von Youngster Gideon Jung. 
Nach dem Seitenwechsel wirkten die Gastgeber aus Hessen wacher und mutiger und erarbeiteten sich ihrerseits große Chancen, beispielsweise durch Stefan Aigner (72.), welche Rene Adler in letzter Sekunde noch parieren konnte. „Die Eintracht muss nicht immer im Spiel sein, um die Partie zu gewinnen. Wir sind Gefahr gelaufen, uns einen späten Konter zu fangen“, war sich der Cheftrainer schon während des Spiels bewusst und blieb deshalb am Ende positiv: „Wir haben nun die letzten drei Spiele gepunktet. Darauf können wir aufbauen.“
Rückkehrer Albin Ekdal drängt sich laut Labbadia immer mehr auf und belebt den Konkurrenzkampf im Team der Rothosen.

Die Personalsituation: Bei fiesem und nass-kaltem Hamburger Wetter ging es für die Stammelf und auch die Reservisten nach einer kurzen Nacht in den Volkspark zum gewohnten regenerativen Lauf. Lediglich Jaroslav Drobny und Ivica Olic trainierten mit Co-Trainer Eddy Sözer und Stefan Wächter auf dem Rasen. „Wir haben einen großen Aufwand betrieben, konnten uns aber am Ende nicht gemeinsam dafür belohnen. Ich hätte es der gesamten Mannschaft gewünscht“, sagte Labbadia am Tag nach dem Remis gegen die Hessen und lobte die Trainingseinstellung der Rothosen: "Der wieder entfachte Konkurrenzkampf ist ein wesentlicher Punkt dafür ist, dass die Qualität im Training auch höher ist. Jeder muss aktuell seine Leistung steigern, um dran zu bleiben.“ Wie in der Hinrunde hat der Cheftrainer auch in der kommenden Woche glücklicherweise für jede Position genügend Alternativen zur Verfügung. „Albin kommt immer besser in Form und drängt sich auf“, kündigte er an. 14 Tage hat der 26-jährige Schwede Ekdal nun am Stück trainiert, hat sich wieder in den Trainingsbetrieb eingependelt und ist jetzt bereit für sein Comeback auf dem Platz. 

Einzig Michael Gregoritsch gehörte nicht zu den Spielern, die am Samstagmittag mit positiver Stimmung durch die Wegpfützen in den Wald liefen. Nach einer individuellen Einheit mit Reha-Trainer Sebastian Capel zeigte sich Labbadia aber optimistisch, dass Gregoritsch in der kommenden Woche langsam wieder einsteigen kann.  

In der kommenden Trainingswoche wird für Lasogga und Co. der Torabschluss im Vordergrund stehen.

Ausblick: Schritt für Schritt, Punkt für Punkt. Ausgeruht wird sich nicht: Mit dem FC Ingolstadt schauen die Rothosen am heutigen Samstag schon auf die nächste, wichtige Aufgabe. „Ich glaube wir waren am Ende einfach nicht konzentriert genug im Abschluss. Das müssen wir im nächsten Spiel gegen Ingolstadt auf jeden Fall besser machen. Wir haben in den letzten Wochen gut gearbeitet und haben auch mal wieder zu null gespielt. Das müssen wir mitnehmen“, erklärte Youngster Gideon Jung schon unmittelbar nach der Begegnung. Auch der Trainer hat die Schwerpunkte für die kommende Trainingswoche bereits erkannt: „Wir waren nicht zielstrebig und konsequent genug vor dem Tor und wissen deshalb genau, wo wir ansetzen müssen.“ 

Heute Nachmittag (Anstoß 15:30 Uhr) spielt der kommende Gegner aus Ingolstadt gegen den Nordrivalen des HSV aus Bremen. Bruno Labbadia wird sich das Match mit seinen Trainerkollegen noch in der Arena ansehen. „Wir haben heute noch etwas zu tun“, erklärte er in gewohnt akribischer Manier mit einem Lächeln. Er wird dabei sicher nicht die einzige Rothose sein, die sich heute Nachmittag vor dem Fernseher an die Gegneranalyse setzt. Denn das nächste Spiel haben die HSVer schon fest im Blick. Am Montagnachmittag ab 15.00 Uhr beginnt dann auf dem Trainingsgelände am Volksparkstadion die gezielte Vorbereitung auf den Aufsteiger.  

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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