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Saison 26.02.2016
Heimpremiere gegen die Schanzer

Im ersten Heimspiel gegen Bundesliga-Neuling Ingolstadt will der HSV zum vierten Mal in Serie Punkte einfahren. Dafür muss die Labbadia-Elf den Defensiv-Code des effizienten Aufsteigers knacken.  

Für den Aufsteiger FC Ingolstadt 04 steht am Samstagnachmittag (Anstoß 15:30 Uhr) im Volksparkstadion eine ganz besondere Premiere an. Das 54. und damit jüngste Mitglied der Bundesliga gastiert erstmals in seiner jungen Clubgeschichte beim Traditionsklub aus der Hansestadt. Dieser nimmt seines Zeichens seit der Geburtsstunde der Bundesliga ununterbrochen am Wettbewerb teil und hat gegen jede der bisherigen 53 Mannschaften gewonnen. Im mit 57.000 Plätzen sechstgrößten Fußball-Stadion der Bundesrepublik erwartet den Zweitligameister von 2015 also eine ganz besondere Atmosphäre. Eine Atmosphäre, mit der das unerfahrene Team von Trainer Ralph Hasenhüttel (23,1 BL-Partien pro Spieler, Rang 18) im bisherigen Saisonverlauf umzugehen wusste. 
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VIDEO 26.02.2016
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Im Hinspiel rieben sich beide Mannschaften auf. Am Ende hatten Diekmeier und Co. die Nase aufgrund eines Freistoßtreffers vorne.

Defensiv, effektiv, Ingolstadt 

So hat sich der FC Ingolstadt zu einer der Überraschungsmannschaften der laufenden Spielrunde entwickelt. Die Trümpfe der Schanzer liegen dabei in einer Spielidee, die sie auch schon in der zweiten Liga erfolgreich machte. Und diese findet ihren Ausgangspunkt vor allem in der Defensive. So üben die Ingolstädter bei gegnerischem Ballbesitz früh, aggressiv und unermüdlich Druck auf ihre Gegner aus und versuchen sie so möglichst weit vom eigenen Tor fernzuhalten. Bisher ging dieser Plan auf, was lediglich 23 Gegentreffer - nach dem FC Bayern München (11) die zweitbeste Defensive der Liga - untermauern.  

Mit ihrer stringent vorgetragenen Defensive können die Schanzer bisher auch ihre Schwächen im Offensivspiel kompensieren. Denn in diesem Bereich tritt der Aufsteiger bei einer Chancenverwertung von 8,3 Prozent und einer Ausbeute von 16 eigenen Treffern weniger erstklassig auf und findet sich in beiden Kategorien auf dem letzten Platz der Tabelle wieder. Aber: neun der 16 Treffer erzielten die Bayern nach Standardsituationen, was wiederum mit einem Anteil von 56 Prozent einen Ligabestwert bedeutet. Die Ingolstädter sind also nicht nur unangenehm zu bespielen, sondern auch berechenbar unberechenbar, sodass die Spiele nicht selten einem kämpferischen Schachspiel gleichen.    

Aaron Hunt soll dem HSV-Spiel wichtige Impulse geben. Bruno Labbadia zählt große Stücke auf den Mittelfeldregisseur.

Geduldig wie im Hinspiel

Die Rothosen wissen dabei, was auf sie zukommt und haben eine solche Partie im Hinspiel in Ingolstadt erlebt. Damals rieben sich beide Teams 70 Minuten lang auf, ehe der HSV das Spiel in der Endphase zu kontrollieren wusste und letztlich durch einen Freistoß von Michael Gregoritsch (87.) zum späten 1:0-Sieg kam. "Wir müssen es wie im Hinspiel machen. Das Spiel und damit den Kampf der Ingolstädter annehmen, aber gleichzeitig auch unsere eigenen spielerischen Stärken einbringen", erklärte HSV-Trainer Bruno Labbadia im Vorfeld der Partie. Dabei sei es wichtig, auch Ruhe ins Spiel zu bringen und die Geduld zu bewahren.

Ein Spieler, der für diese Ruhe sorgen kann, ist Mittelfeldspieler Aaron Hunt. Der 29-jährige Regisseur kam zuletzt immer besser in Fahrt und soll mit seiner Erfahrung und Spielintelligenz nun auch gegen die Ingolstädter das Spieltempo diktieren. "Aaron ist jemand, der ein Spiel an sich ziehen kann. Er war und ist schon immer ein wichtiger Spieler in unserem System und genau deshalb haben wir ihn ja auch verpflichtet", sprach Labbadia seinem Schützling großes Vertrauen aus. Dabei sei er froh, dass man Hunts Rückenprobleme unter der Woche in den Griff bekommen habe. Somit muss der 50-Jährige lediglich auf die Mittelfeldspieler Albin Ekdal (Kapselverletzung im Sprunggelenk) und Michael Gregoritsch (Schienbeinprellung) verzichten.          

Mit nahezu voller Mannschaftsstärke gehen die Rothosen also ins zweite Bundesliga-Duell mit den Aufsteiger und wollen dabei zum vierten Mal in Folge ungeschlagen bleiben. Eine Leistung, die dem HSV in der laufenden Spielzeit noch nicht gelungen ist und somit einen weiteren Schritt auf dem von Trainer Labbadia zitierten "Weg der kleinen Schritte" bedeuten würde. Mit einem Sieg könnte man gar die 30-Punkte-Marke knacken und den Aufsteiger aus Ingolstadt hinter sich lassen. Die Tatsache, dass die Rothosen zuletzt in Heimpremieren gegen Liganeulinge ohne Sieg blieben (0:3 gegen Paderborn, und je 1:1 gegen Fürth und Augsburg) soll ein weiterer Ansporn sein! 

So könnten sie spielen: 

Der 18-Mann-Kader: Tor: Adler, Drobny Feld: Bahoui, Cleber, Diekmeier, Djourou, Drmic, Holtby, Hunt, Ilicevic, Jung, Kacar, Lasogga, N. Müller, Ostrzolek, Rudnevs, Sakai, Spahic

Es fehlen: Gregoritsch (Schienbeinprellung und Bänderzerrung), Ekdal (Kapselverletzung im Sprunggelenk), Götz (Muskelfaserriss), Altintas, Arslan, Carolus, Hirzel, Olic, Porath, Schipplock (alle nicht berücksichtigt)

Gelbsperre droht: Ostrzolek, Jung, Lasogga (vier Gelbe Karten)

FC Ingolstadt: Özcan - da Costa, M. Matip, Hübner, Ro. Bauer - Roger - P. Groß, Cohen - Mo. Hartmann, Lezcano, Lecki 

Es fehlen: Danilo (Zehenverletzung), Levels (Sprunggelenksverletzung), Suttner (Oberschenkelprobleme), Morales (Adduktorenprobleme)

Gelbsperre droht: Marvin Matip (vier Gelbe Karten)

Schiedsrichter: Marco Fritz (Korb)

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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