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Saison 07.03.2016
Berlin besiegt – hungrig auf Leverkusen

Am Tag nach dem 2:0-Sieg über Berlin haben die Rothosen ihren Fokus bereits wieder auf das kommende Punktspiel in Leverkusen gerichtet. Denn dort will sich die Labbadia-Elf erneut beweisen. 

"Hamburg ist viel schöner als Berlin..." hallte es am gestrigen Sonntagabend lautstark durch das Rund im Volksparkstadion. Es war eine von zahlreichen Sprechchören, mit denen die HSV-Anhänger ihrer Freude über den souveränen 2:0-Heimsieg gegen Hertha BSC in den Schlussminuten freien Lauf ließen. Auch die Protagonisten auf dem Rasen zeigten sich nach dem Erreichen ihres Wochenziels – das Überschreiten der 30-Punkte-Marke - sichtlich erleichtert. Schließlich feierte der HSV auf den Tag genau den ersten Heimsieg gegen die Alte Dame seit sechs Jahren (zuletzt am 6.3.2010 mit 1:0) und zeigte damit nach dem enttäuschenden Auftritt unter der Woche beim FC Schalke 04 (2:3) die passende Reaktion.
Im Training wollen die Rothosen weiter an ihrer Geschlossenheit arbeiten.

Geschlossenheit als Grundlage

Doch nicht einmal 24 Stunden nach dem 2:0-Triumph über den vermeintlichen Angstgegner aus der Hauptstadt war von den euphorischen Gesängen rund um das Volksparkstadion nichts mehr zu hören. Die Rothosen absolvierten auf einem der Trainingsplätze ihre regenerative Einheit und Cheftrainer Bruno Labbadia richtete in seiner gewohnt nimmermüden Manier den Blick nach vorn: „Gestern waren wir zufrieden, aber heute sind wir schon wieder hungrig auf Leverkusen“, versicherte der 50-jährige Übungsleiter, der am Vortag mit fünf Umstellungen, darunter die Hereinnahme von Comebacker Albin Ekdal, einmal mehr ein goldenes Händchen bewiesen hatte. „Wir wollen jetzt unbedingt an das gestrige Spiel anknüpfen und unsere Leistung bestätigen. Dafür müssen wir unter der Woche weiter an unserer Geschlossenheit arbeiten. Denn diese bildet die Grundlage für unseren Erfolg.“ 

Geschlossen - so hatten die elf Rothosen den Tabellendritten aus Berlin am Sonntagabend in die Schranken gewiesen und sich statistisch ein klares Übergewicht (14:3 Torschüsse, 56:44 Prozent Ballbesitz) erarbeitet, welches man letztlich dank Nicolai Müllers Doppelpack (58. Und 75.) auch in Punkte umwandeln konnte. „Wir haben Hertha permanent unter Druck gesetzt und sie so nicht zu ihrem Spiel kommen lassen. Jeder hat dabei für jeden mitgedacht und mitgekämpft und genau das brauchen wir“, lobte Labbadia den Gesamtauftritt seiner Schützlinge und ging auf die vermeintlichen Matchwinner nur kurz ein: „Für Nicolai habe ich mich natürlich gefreut, aber wir wissen, was er kann. Das sehen wir täglich im Training und davon möchten wir noch mehr sehen. Für Go gilt das Gleiche. Er hat die erhoffte Entwicklung genommen und spielt nach vorne seine Stärken aus, aber auch er muss jetzt dranbleiben. Und was Albin angeht: sein Fehlen war natürlich ein herber Verlust. Denn auch er befindet sich noch in einer Entwicklung, muss sich an die Bundesliga gewöhnen und ist noch nicht bei 100 Prozent."  

Durch den Ausfall von Emir Spahic ist der "Alles(c)kleber" auch in Leverkusen gefragt.

Nächstes Etappenziel im Blick 

Die Botschaft ist klar: Bruno Labbadia feilt weiter an der maximalen Ausschöpfung des vorhandenen Potenzials und dafür ist jeder Spieler in seiner Eigenverantwortung gefragt. "Wir befinden uns in einer Entwicklung und setzen dabei auf Lerneffekte“, erklärt der ehemalige Bundesliga-Torjäger. „Gegen Schalke hätten wir jemanden gebraucht, der Verantwortung übernimmt, Bälle fordert und das Heft des Handels in die Hand nimmt. Diese Spieler müssen sich noch herauskristallisieren und das gelingt nur über ein funktionierendes Team.“ Für dieses Teamgefüge sei bekanntlich jeder Spieler im Kader von enormer Bedeutung und man brauche für die Weiterentwicklung einen gesunden Konkurrenzkampf. Wie schnell man seine Chance bekommen und nutzen kann, zeigte am Sonntag einmal mehr Innenverteidiger Cleber. Der Brasilianer rutschte zum achten Mal für Kapitän Johan Djourou oder Abräumer Emir Spahic in die Startelf und stand trotz Verletzung während des Spiels wieder seinen Mann. "Cleber hat auf die Zähne gebissen und konnte heute nicht trainieren. Wir hoffen, dass er am Mittwoch wieder richtig einsteigen kann", erklärte Labbadia.

Wenn Cleber rechtzeitig fit wird, ist er auch am kommenden Sonntag in Leverkusen gesetzt, da Emir Spahic gegen Berlin seine 5. Gelbe Karte kassierte und damit ausgerechnet gegen seinen Ex-Klub fehlen wird. "Emir wäre sehr gerne dabei gewesen und ist bei den Fans aus Leverkusen auch hoch angesehen", weiß Labbadia. "Aber mit dieser Situation müssen wir jetzt umgehen. Auch Gelb-Sperren sind immer eine Chance für andere Akteure, um wieder ins Team zu rutschen." Aussagen wie diese belegen, dass die Rothosen nicht länger die Jubelgesänge vom Vortag in den Ohren, sondern ihr Visier auf Leverkusen eingestellt haben. Denn dort gilt es auswärts bei einem Gegner in einer vergleichbaren Situation wie zuletzt beim FC Schalke 04 die gestrige Leistung zu bestätigen. Der HSV will und muss sich erneut beweisen.    

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
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Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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