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Saison 14.03.2016
Positives Mitnehmen - Negatives aufarbeiten

Die Enttäuschung über die unnötige Niederlage in Leverkusen war auch am Tag danach noch zu spüren. Bruno Labbadia ist aber nicht nur deshalb um eine schnelle Aufarbeitung bemüht. 

Spät am Abend war der HSV-Tross am Sonntag nach Hamburg zurückgekehrt, Um 10 Uhr ging es am Montag bereits zum Auslaufen bzw. für die nicht eingesetzten Spieler zur Einheit auf den Platz. Das Fazit aus dem Leverkusen-Spiel änderte sich jedoch auch rund 17 Stunden später nicht: „Über das Ergebnis sind wir total enttäuscht. Die Art und Weise, wie die Niederlage zustande gekommen ist, lässt mich nicht gerade Freudensprünge machen“, formulierte es Bruno Labbadia gewohnt klar. Schon vor dem Training hatte er das auch der Mannschaft mit auf den Weg gegeben. „Wir haben heute Morgen schon analysiert. Wir wollen es so schnell wie möglich aufarbeiten, so wie wir es auch nach Siegen machen. Ein Tag können wir uns freuen oder eben wie heute enttäuscht sein, aber morgen geht die Vorbereitung auf Hoffenheim los.
 
HSV.de blickt dementsprechend kurz auf das gestrige Spiel zurück, gibt ein Update zur personellen Situation und wagt einen Ausblick auf die kommende Woche:  
Der Ball wollte einfach nicht ins Tor: Artjoms Rudnevs haderte sogar mit höheren Mächten.

Zum Spiel: Es wäre mehr drin gewesen. Darüber waren sich alle Beteiligten nach den am Ende langen und intensiven 98 Minuten in der BayArena einig. Viele Werte sprachen für die gute Leistung der Rothosen: mehr Ballbesitz, mehr gewonnene Zweikämpfe, mehr gelaufene Kilometer. Nur das Wichtigste im Fußball, das Tore schießen, gelang an diesem Tag nicht. „Es stimmt, wir hatten mehr Chancen und wir hätten auch noch einige mehr haben können, da oft nur der letzte Pass fehlte. Und wir hatten auch die klareren Torchancen. Doch damit kann ich nichts anfangen, wenn wir am Ende verlieren“, haderte Labbadia mit dem Ergebnis. Seine Mannschaft traf nur einmal, aber das ausgerechnet in die falsche Richtung. Der unglücklich abgefälschte Ball von Albin Ekdal in der 18. Minute schlug nicht nur unhaltbar für Rene Adler im eigenen Kasten ein, sondern konnte auch im Laufe der Spielzeit nicht mehr umgedreht werden. 

Und das trotz der bereits angesprochenen zahlreichen Möglichkeiten. Vor allem durch Artjoms Rudnevs, der an diesem Tag alleine vier Mal in Bernd Leno seinen Meister fand. Der Keeper der Leverkusener hatte zweifelsohne einen Sahne-Tag erwischt, zum anderen wurden die sich bietenden Torchancen dann aber auch nicht in aller Konsequenz genutzt. „Es war gut, dass wir insgesamt und insbesondere Rudi so viele Torchancen hatten. Er ist mental stark genug und wird wie wir alle weiter daran arbeiten, diese auch zu nutzen“, so Labbadia. Gerade in der Schlussphase, in der seine Mannschaft ein kleines Powerplay aufbaute, hätte mehr dabei herausspringen können, wenn nicht sogar müssen. Spielerisch kann das Auftreten aber auf jeden Fall wieder als ein Schritt in die richtige Richtung angesehen werden. 

Der eine löst den anderen auf der "Sperre-Bank" ab: Emir Spahic kehrt gegen Hoffenheim zurück, Nicolai Müller muss hingegen zuschauen.

Die Personalsituation: Cleber Reis hat den gesperrten Emir Spahic gut ersetzt. Gegen Hoffenheim kehrt der Bosnier zurück und wird aller Voraussicht nach auch wieder in die Startelf rücken. Dafür hat es jetzt den nächsten Gelbsünder erwischt. Nicolai Müller wird aufgrund seiner fünften gelben Karte am kommenden Samstag zuschauen müssen. Für ihn gibt es einige Alternativen. Als Erster kommt dabei natürlich Josip Drmic ins Spiel, der in der Offensive flexibel einsetzbar ist. Doch der Schweizer hat gegen Leverkusen einen Schlag gegen das Knie bekommen und muss erst einmal kürzer treten. Eine genauere Untersuchung wird noch folgen und damit auch die Erkenntnis, wann Drmic wieder einsteigen kann. „Wir hoffen, dass es nichts Ernsteres ist. Aber wir warten jetzt erst einmal den genauen Befund ab“, kündigte Labbadia an. 

Als weitere Alternative könnte sich auch Michael Gregoritsch erweisen, der gegen Leverkusen noch nicht zum Kader gehörte, aber nach seiner Verletzung seit rund zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining ist. „Er hat auch am Wochenende zwei Extraschichten absolviert. Wir schauen, wie er sich in dieser Woche präsentiert“, sagte der Trainer, der neben Gregoritsch natürlich auch Ivo Ilicevic oder Nabil Bahoui, die beiden einen starken rechten Fuß haben, von links auf den rechten Flügel ziehen könnte. 

Neben Drmic mussten am Montag auch Rene Adler (Rücken), Ivo Ilicevic (Schlag aufs Sprunggelenk), Cleber Reis (Prellung) und Artjoms Rudnevs (Pferdekuss) beim Auslaufen kürzer treten, doch bei allen erwartet der Trainer schon am Mittwoch die Rückkehr auf den Platz. Somit hat Bruno Labbadia gegen Hoffenheim wieder eine große Auswahl an Spielern, die sich in der Trainingswoche aufdrängen können. 

Im Hinspiel gab es durch den Treffer von Pierre-Michel Lasogga einen 1:0-Erfolg gegen Hoffenheim.

Ausblick: Gegen Leverkusen, dem diesjährigen Champions League-Teilnehmer und Europacup-Platz-Anwärter, spielte sich der HSV eine Handvoll guter Möglichkeiten heraus. Dies sollte weiter Auftrieb geben. Zu verbessern ist auf jeden Fall die Chancenausbeute und die Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Mit Hoffenheim kommt zwar aktuell der Tabellenvorletzte ins Volksparkstadion, doch seit Julian Nagelsmann die Geschicke des Trainerpostens bei der TSG übernommen hat, gibt es einen stetigen Aufwärtstrend. „Sie sind aktuell sicher nicht als 17. zu bewerten. Hoffenheim gehört in den letzten sechs Spielen zu den besten Mannschaften der Bundesliga. Sie werfen natürlich alles in die Waagschale“, bestätigt Labbadia den Eindruck. In den letzten sechs Partien unter der Regie von Nagelsmann holte das Team zehn Punkte. Mehr holten in diesem Zeitraum nur Bayern München und Borussia Dortmund (jeweils 13). Die TSG hat nun den Anschluss ans rettende Ufer geschafft. Nur ein weniger geschossenes Tor trennt die Kraichgauer von Eintracht Frankfurt auf Platz 16.

Mit einem Sieg in Hamburg könnten die Hoffenheimer zum ersten Mal seit dem achten Spieltag wieder die Abstiegsplätze verlassen. „Ich erwarte ein schwieriges Spiel, sie kommen in einer guten Form. Sie präsentieren sich nicht nur spielerisch gut, sondern kommen auch mit sehr viel Einsatz. Es wird sicherlich ein laufintensives Spiel,“ kündigt Labbadia an. 

FC Augsburg
1:3
34. Spieltag
14.05.2016
15:30 Uhr
Hamburger SV
präsentiert von
Bundesligaverein seit
tabelle
Pl. Mannschaft Spiele +/- Pkt
1.  FC Bayern München 34 80: 17 88
2.  Borussia Dortmund 34 82: 34 78
3.  Bayer 04 Leverkusen 34 56: 40 60
4.  Borussia M´gladbach 34 67: 50 55
5.  FC Schalke 04 34 51: 49 52
6.  1. FSV Mainz 05 34 46: 42 50
7.  Hertha BSC 34 42: 42 50
8.  VfL Wolfsburg 34 47: 49 45
9.  1. FC Köln 34 38: 42 43
10.  Hamburger SV 34 40: 46 41
11.  FC Ingolstadt 04 34 33: 42 40
12.  FC Augsburg 34 42: 52 38
13.  SV Werder Bremen 34 50: 65 38
14.  SV Darmstadt 98 34 38: 53 38
15.  TSG Hoffenheim 34 39: 54 37
16.  Eintracht Frankfurt 34 34: 52 36
17.  VfB Stuttgart 34 50: 75 33
18.  Hannover 96 34 31: 62 25
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