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Kontrollierte Aggressivität
Im Training ging es am Dienstag hart zur Sache. Der Elan und die Aggressivität aus dem Bayern-Spiel sollen auch gegen Tel Aviv zum Erfolg führen. ![]() Hamburg – Den Kiebitzen auf der kleinen Tribüne fiel es sofort auf. In der Trainingseinheit am Dienstagvormittag (29.09.09) ging es beim Team von Bruno Labbadia ordentlich zu Sache – immer fair, aber oft hart an der Grenze. „Kontrollierte Aggressivität“ nennt Co-Trainer Eddy Sözer den Einsatz seiner Profis und freute sich über die gesunde Härte. „Das haben wir gefordert und in den Spielformen im Training provoziert“. In der Regel fordern Trainer dieses eher, wenn ein Team mit dem Rücken zur Wand steht, anstatt gerade die Tabellenführung verteidigt zu haben. In diesem Fall zeigt es, dass sich beim HSV keiner auf den Lorbeeren ausruhen will.
Stattdessen ist weiter konzentrierte Arbeit angesagt. „Wir wollen die Leidenschaft und die Aggressivität mitnehmen, weil wir genau diese am Donnerstag gegen Tel Aviv brauchen“, fordert Sözer. In der Europa League sollen die ersten Punkte in der Gruppenphase eingefahren werden. Dass der israelische Außenseiter Hapoel Tel Aviv gefährlich einzuschätzen ist, haben sie eindruckvoll mit dem 2:1-Sieg gegen Celtic Glasgow am ersten Spieltag bewiesen. Der HSV ist also gewarnt und arbeitet mit den Erkenntnissen vom letzten Heimspiel konzentriert weiter. „Gerade nach dem Bayern-Spiel ist es wichtig, nicht in der Intensität nachzulassen, und das wurde auch von uns gefordert“, bestätigt Malden Petric, der im Training eine Schuhsohle ins Gesicht bekam und sich den einen oder anderen harten Zweikampf mit dem Kollegen Mathijsen lieferte. „Alles halb so schlimm. Das war alles im Rahmen“, so der Sieg-Torschütze vom Wochenende. Einsatz von Zé Roberto noch fraglich Der kongeniale Vorbereiter, Zé Roberto, musste hingegen am Dienstag weiterhin kürzer treten. Die starke Sprunggelenksprellung ließ nur eine Einheit auf dem Ergometer im Trainingszentrum zu. Morgen soll es einen weiteren Test geben. Nach diesem wird über ein Mitwirken im Mannschaftstraining und einen Einsatz am Donnerstag entschieden. Diesen hat Guy Demel noch im Auge. Die erste Befürchtung, dass es sich bei seiner Sprunggelenksverletzung um einen Bänderriss handelte, bestätigte sich nach der Kernspintomografie nicht. Die Schwellung wurde „zum Glück“ nur von einer leichten Kapselverletzung hervorgerufen. Der Ivorer wird noch ein wenig auf die Zähne beißen und vielleicht schon gegen Tel Aviv wieder mitwirken können, spätestens aber am Sonntag gegen Hertha BSC ist sein Einsatz eingeplant. Bis dahin wird auf die Zähne gebissen und weiterhin an der kontrollierten Aggressivität gearbeitet. |
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