![]() Aus im Elfmeterschießen - HSV scheitert an Osnabrück
Der HSV wachte erst nach dem 0:2-Rückstand auf, drehte das Spiel noch einmal und verlor dann doch im Elfmeterschießen. ![]() Osnabrück/Hamburg - Der HSV ist in der zweiten DFB-Pokalrunde ausgeschieden. Die Rothosen unterlagen am Mittwochabend (23.09.09) beim VfL Osnabrück nach Elfmeterschießen mit 5:7 (0:0). Nach einer torlosen ersten Hälfte, in der die Hamburger das Spiel zwar bestimmten, aber die sich bietenden Chancen nicht nutzten, gingen die Gastgeber in Durchgang zwei zunächst durch die Treffer von Niels Hansen (53.) und Benjamin Siegert (67.) mit 2:0 in Führung. Danach wachte die Labbadia-Elf auf. Mladen Petric (77.) mit einem Distanzschuss und Piotr Trochowski per Handelfmeter in der Nachspielzeit retteten den HSV in die Verlängerung. Dort machte Guy Demel zunächst das 3:2 (100.), Henning Grieneisen schaffte mit seinem Fernschuss noch einmal das 3:3 (116.). Im Elfmeterschießen vergaben Robert Tesche und Petric für die Rothosen, die Osnabrücker behielten die Nerven und zogen in die nächste Runde ein.
Im Gegensatz zum 1:1-Unentschieden bei der Frankfurter Eintracht wechselte Bruno Labbadia vier Spieler aus. Piotr Trochowski, Eljero Elia und Jerome Boateng blieben zunächst auf der Bank. Von Beginn an spielten David Rozehnal, Jonathan Pitroipa und Romeo Castelen. Da Kapitän David Jarolim noch gesperrt fehlte, stand Robert Tesche ebenfalls in der Startelf. Neben den verletzten Paolo Guerrero, Collin Benjamin und Alex Silva blieben auch Marcell Jansen (Trainingsrückstand) und Tomas Rincon in Hamburg. Die Rothosen, ganz in weiß spielend, begannen gut. Zunächst scheiterte Mladen Petric nach einem feinen Zuspiel von Zé Roberto, im Anschluss hatten Marcus Berg und erneut Petric die Führung auf den Fuß (5.). Überhaupt ging es munter los. Frank Rost musste nach einem strammen Schuss von Schnetzler sein Können beweisen (14.), im Gegenzug zog Pitroipa mit links ab. Wiederum drei Minuten später musste wieder Rost nach einem Schuss von Heidrich aus kurzer Distanz parieren. Trochowski trifft in letzter Minute Nach einer halben Stunde wäre dann aber auch der HSV-Schlussmann chancenlos gewesen. Nach einer Hereingabe strich der Schuss von Reichenberger knapp am Pfosten vorbei. In dieser Phase waren die Gastgeber, die wie erwartet bissig auftraten, die bessere Mannschaft. Erst kurz vor der Halbzeitpause kamen die Rothosen wieder nennenswert vor das gegnerische Gehäuse. Der Linksschuss von Berg ging jedoch recht weit über das Tor (42.). Für die zweiten 45 Minuten kam Trochowski für Zé Roberto, der Brasilianer hatte mit leichten Wadenproblemen zu kämpfen. Mehr Schwung hatten weiterhin die Platzherren. Schnetzler prüfte Rost (49.). Dass die Osnabrücker in der 52. Minute in Führung gingen, war aufgrund des Chancenplus verdient. Zunächst konnte Rost den Vorstoß noch abwehren, den Abpraller schoss Niels Hansen ins leere Tor. Auf HSV-Seite wurde prompt reagiert, Labbadia brachte Elia für Castelen. Der HSV musste angesichts des Rückstandes mehr tun - und sie taten es. Alleine die Präzision fehlte weiterhin. Die Schüsse von Berg und Trochowski gingen über bzw. neben das Osnabrücker Tor. Dort, wo der Treffer fallen sollte, passierte es nicht. Aber auf der Gegenseite. Zunächst wurde Siegert nicht energisch genug angegriffen und dass die Kugel dann auch noch aus eigentlich unmöglicher Position plötzlich im Tor lag, passte wie die Faust aufs Auge zu diesem Abend (67.). Nun war die weitere Szenerie klar: Der VfL zog sich zurück und lauerte auf Konter, die Hamburger mussten bedingungslos nach vorne spielen. Und der Anschlusstreffer fiel (76.). Petric traf mit einem satten Linksschuss oben rechts. Eigentlich war noch genügend Zeit, doch die Hamburger konnten sich keine guten Chancen erspielen. Und eigentlich war das Spiel dann vorbei, der HSV war draußen. Doch dem kurz zuvor eingewechselten Schmidt sprang dann ein Ball deutlich sichtbar an die Hand - den fälligen Strafstoß verwandelte Trochowski sicher. Ein Wahnsinn! Verlängerung - der Wahnsinn geht weiter Fußball ist ein verrücktes Spiel. Da müht sich die Labbadia-Elf über die gesamte Spielzeit und nach fünf Minuten in der Verlängerung hätte die Partie zu Gunsten der Rothosen entschieden sein müssen. Erst scheiterte jedoch Trochowski aus bester Position (94.), kurz danach ging der Schuss von Dennis Aogo vorbei. Doch dieses Mal setzten die Hamburger zum Glück nach! Demel setzte sich auf der rechten Seite konsequent durch und tunnelte dann auch noch den VfL-Torhüter (100.). Petric und Co. waren über die gesamte erste Hälfte die klar bessere Mannschaft, die Osnabrücker wirkten hingegen immer noch geschockt ob der Szene, als die Partie eigentlich schon vorbei war. Erst in der 109. Minute war der Drittligist wieder in der Nähe von Rost, Heidrich probierte es aus der Distanz. Als das Spiel eigentlich wieder vorbei und entschieden war, stand es plötzlich 3:3. Der eingewechselte Grieneisen nutzte einen zu kurz abgewehrten Freistoß zum Ausgleich. Fußball ist halt ein verrücktes Spiel. Elfmeterschießen: Das Spiel im Stenogramm: Elfmeterschießen: 4:3 Schmidt, 4:3 Tesche verschießt, 5:3 Lindemann, 5:4 Trochowski, 6:4 Nickenig, 6:5 Elia, 7:5 Heidrich, 7:5 Petric verschießt
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