![]() Harter Gang in Runde 2: HSV schlägt Oldenburg mit 2:1
Heiko Westerman und Mladen Petric trafen für die Hamburger. Sebastian Ferrulli glich für die tapfer kämpfenden Oldenburger zum zwischenzeitlichen 1:1 aus. ![]() Oldenburg - Der Hamburger SV hat die zweite Runde des DFB-Pokals erreicht. Die Rothosen gewannen am Samstag (30.07.11) gegen den VfB Oldenburg mit 2:1 (1:1). Vor 15.552 Zuschauern im ausverkauften Marschweg-Stadion tat sich die Elf von Michael Oenning gegen den tapfer kämpfenden Fünftligisten jedoch schwerer als gewünscht. Den Führungstreffer von Heiko Westermann (26.) glich Sebastian Ferrulli in der 34. Minute zum 1:1-Halbzeitstand aus. Im zweiten Durchgang erhöhten die Hamburger den Druck und kamen durch Mladen Petric in der 72. Minute zum knappen aber durchaus verdienten 2:1-Siegtreffer.
Den ersten Pflichtpielauftritt der neuen Saison wollten die Rothosen nicht auf die leichte Schulter nehmen, auch wenn es mit dem VfB Oldenburg gegen einen Fünftligisten ging. Dementsprechend schickte Michael Oenning auch die Elf ins Rennen, die er gegen den Underdog aus Niedersachsen für die beste Lösung hielt: Vor der zuletzt eingespielten Viererkette Diekmeier, Mancienne, Westermann und Aogo bekam auf der rechten offensiven Seite Neuzugang Gökhan Töre den Vorzug für Änis Ben-Hatira, auf der Doppel-Sechs agierten David Jarolim und Gojko Kacar, links sollte Eljero Elia wirbeln. Robert Tesche, der am Freitag (29.07.11) seinen Vertrag bei den Rothosen bis zum 30.06.2014 vorzeitig verlängerte, nahm vorerst auf der Bank platz. Als hängende Spitze agierte Heung Min Son, der in der Vorbereitung bereits 18 Treffer schoss. In vorderster Front agierte Mladen Petric. Westermann trifft zum 1:0 Schon zu Beginn der Partie wurde klar: Im Schongang wird es für die Rothosen im Oldenburger Marschweg-Stadion, das mit 15.552 Zuschauern seit Wochen ausverkauft war, nichts. Die Gastgeber waren bis in die Haarspitzen motiviert und kämpften um jeden Millimeter Rasen. Daran änderte sich auch nichts, als Dennis Aogo mit einem Distanzschuss die erste Chance für den HSV in der 15. Minute hatte. Fast im Gegenzug schnappte sich Jaroslav Drobny in höchster Gefahr die Kugel vor Mehmet Ari, der von Nick Köster in Szene gesetzt wurde. Nach gut 20 Minuten bekam der HSV die Partie in den Griff und erhöhte den Druck. Die logische Konsequenz war das 1:0. Nach einem Foul an David Jarolim brachte Aogo den Ball gefühlvoll in den Strafraum, Oldenburg spielte auf Abseits, und der als Kapitän aufgelaufene Heiko Westermann köpfte aus gut acht Metern (aus abseitsverdächtiger Position" zum 1:0 ein (26.). Der gewohnte Lauf sollte seinen Weg nehmen - dachten alle, und sahen sich in der 34. Minute eines Besseren belehrt. Nach einem Flankenball aus dem Halbfeld setzte sich Sebastian Ferrulli gegen Westermann durch, der beim Zweikampf nicht richtig zum Gegenspieler stand, und der VfB-Stürmer schob freistehend vor Drobny den Ball zum 1:1 (durch die Beine des Keepers) in die Maschen. Der Jubel im Rund war dementsprechend groß. Bis zur Pause spielte allerdings nur noch eine Mannschaft: der HSV. Doch auch gute Chancen von Kacar (42.) und Aogo (44.) brachten nicht den erwünschten Erfolg. Der Underdog wurde für seinen leidenschaftlichen Einsatz mit einem 1:1-Halbzeitstand belohnt! Erneuter Weckruf in Durchgang 2 Zu Beginn des zweiten Durchgangs brauchte der HSV wieder ein wenig, um richtig ins Spiel zu kommen. Die ersten 15 Minuten passierte nicht viel. Dann gab es einen Weckruf in Form einer 100prozentigen Chance für die Oldenburger. Eine Flanke von Jan Löhmannsröben köpfte Mehmet-Ali Fidan nur Zentimeter am Gehäuse vorbei. Nach dieser Aktion erhöhte der HSV das Tempo und den Druck. Die Niedersachsen standen tief im eigenen Strafraum. Petric tauchte in der 68. Minute dennoch frei vor Christian Meyer auf, doch der Keeper der Oldenburger fischte die Kugel im letzten Moment mit den Fingerspitzen weg. In der 65. Minute segelte zunächst eine Hereingabe von Töre quer durch den Fünfmeterraum und auch Elias Schuss wurde abgeblockt. Drei Minuten später zappelte der Ball dann im Netz, nachdem Petric das Leder im Fünfmeterraum vor die Füße gefallen war. Doch Schiedsrichter Gagelmann entschied auf Freistoß für die Oldenburger. Einen Zusammenstoß zwischen dem Torwart und seinem Vordermann wertete der Unparteiische als Foul von Petric. Im Gegenzug wäre das um ein Haar bestraft worden, doch auch der zweite gefährliche Kopfball, diesmal von Ari, verfehlte das Ziel ebenfalls nur knapp (69.). Petric macht die 2. Runde klar In der 72. Minute waren dann alle Pokal-Überraschungsträume dahin. Einen feinen Pass von Jarolim verwertete Petric zum entscheidenden 2:1. Die Kräfte der Amateure ließen merklich nach. Ein Aufbäumen unterband der Bundesligist im Keim. Ein weiterer Treffer wollte trotz weiterer Chancen von Elia (88.) und dem eingewechselten Marcell Jansen (90.) aber nicht mehr gelingen. So blieb es beim knappen Erfolg und den Einzug in die zweite Runde. „Wir haben uns das sicherlich einfacher vorgestellt. Am Ende zählt aber das Weiterkommen“, sagte Oenning nach dem Schlusspfiff und hatte damit recht. Gegen Dortmund müssen die Rothosen aber noch einige Schippen drauflegen. Welcher Gegner in der zweiten Hauptrunde des DFB-Pokals auf den HSV wartet, entscheidet sich am 6. August bei der Auslosung der 2. Runde. Das Spiel im Stenogramm: VfB Oldenburg: C. Meyer - Wegener, Petersen (78.Ludwig), Littmann, Harings - Burdenski, Löhmannsröben, Köster, Ari - Ferrulli (65.Tschalumjan), Fidan (84.Prießner) Hamburger SV: Drobny- Diekmeier, Mancienne, Westermann, Aogo - Jarolim, Kacar (78.Tesche) - Töre, Son (87.Jansen), Elia - Petric Tore: 0:1 Westermann (26.), 1:1 Ferrulli (34.), 1:2 Petric (72.) Zuschauer: 15.552 (ausverkauft) Schiedsrichter: Peter Gagelmann (Bremen) Gelbe Karten: Ferrulli, Ari, Löhmannsröben / Jarolim, Diekmeier Gelb-Rote Karten: - / - Rote Karten: - / - |
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